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Der Morgen kompakt: 13 Themen, die Anleger heute Morgen wissen sollten

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22.01.2021 - 19:47
12.01.2021 07:22:00

Welche Themen sind am Dienstagmorgen wichtig für die Finanzmärkte? Unter anderem im Blick: Wenige Tage vor dem Ende von Donald Trumps Amtszeit haben die US-Demokraten ein zweites Amtsenthebungsverfahren gegen den Präsidenten eingeleitet, im Münchner Prozess um den Audi-Dieselskandal will der angeklagte Ex-Firmenchef Rupert Stadler heute erstmals selbst aussagen und Twitter sperrt seit dem Sturm auf das Kapitol in Washington Tausende Accounts.

* USA/TRUMP - Wenige Tage vor dem Ende von Donald Trumps Amtszeit haben die US-Demokraten ein zweites Amtsenthebungsverfahren gegen den Präsidenten eingeleitet. Sie brachten am Montag eine Vorlage ins Repräsentantenhaus mit dem Anklagepunkt "Aufstachelung zum Aufstand" ein im Zusammenhang mit der Erstürmung des Kapitols vergangene Woche. Der Mehrheitsführer im Repräsentantenhaus, der Demokrat Steny Hoyer, nannte Mittwoch als wahrscheinlichen Termin für eine Abstimmung. Eine etwaige Verurteilung in der zweiten Kongresskammer, dem Senat, könnte erst Monate nach dem Ende von Trumps Amtszeit am 20. Januar erfolgen. Er wäre damit jedoch von öffentlichen Ämtern ausgeschlossen.

* DIESEL-PROZESS - Im Münchner Prozess um den Audi-Dieselskandal will der angeklagte Ex-Firmenchef Rupert Stadler heute erstmals selbst aussagen. Er muss sich seit September als erster Top-Manager aus dem Volkswagen-Konzern vor einem deutschen Gericht für die Manipulation an den Abgaswerten von Diesel-Fahrzeugen verantworten. Die Münchner Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, nach dem Auffliegen des Skandals im Jahr 2015 den Verkauf der betroffenen Fahrzeuge nicht gestoppt zu haben. Erwartet wird, dass der 57-jährige die Vorwürfe vor dem Landgericht zurückweisen wird.

* VIRUS/EU - Die Europäische Union will sich Insidern zufolge zusätzliche Corona-Impfdosen von Moderna sichern und muss dafür möglicherweise tiefer in die Tasche greifen. Die EU verhandele mit dem US-Biotechunternehmen über eine Aufstockung der Bestellung, wie aus einem internen Dokument hervorgeht und zwei EU-Vertreter der Nachrichtenagentur Reuters sagten. Moderna verlange einen doppelt so hohen Preis wie bei der bisherigen Bestellung, sagte einer der Insider.

* BOEING/AIRBUS - Im langjährigen Streit über Subventionen für die Flugzeugbauer erheben die USA ab Dienstagmorgen neue Strafzölle. Die für Zollfragen und die Grenzsicherung zuständige Behörde teilte mit, ab Dienstag 06.01 Uhr deutscher Zeit würden die neuen Abgaben fällig. Sie betreffen Flugzeugteile und Weine aus Deutschland und Frankreich, den beiden wichtigsten Ländern für den europäischen Boeing-Rivalen Airbus.

* SIEMENS - Die rasante Erholung in China und die Milliardenhilfen in Europa und den USA machen den scheidenden Siemens-Chef Joe Kaeser verhalten zuversichtlich für die Weltkonjunktur nach der Corona-Pandemie. "Wir haben in den vergangenen Monaten eine viel bessere Entwicklung gesehen als wir einige Monate vorher erwartet hätten", sagte Kaeser auf dem Digitalforum "Reuters Next". Das liege vor allem daran, dass China "extrem stark" aus der ersten Welle der Corona-Pandemie gekommen sei.

* VOLKSWAGEN trägt sich einem Medienbericht zufolge mit dem Gedanken, alle ausgelieferten Modelle des Golf VIII in die Werkstatt zu rufen. Die jüngste Variante des Bestsellers habe mit Problemen in der Softwaresteuerung für das Infotainmentsystem zu kämpfen, berichtet die "FAZ". Immer wieder komme es zu Totalausfällen der Navigation oder anderer Anzeigen auf dem Bildschirm in der Mitte des Cockpits.

* FACEBOOK - Der scheidende US-Präsident Donald Trump kann sich keine Hoffnungen auf eine baldige Aufhebung seiner Facebook-Sperre machen. Es gebe "derzeit keine Pläne" dafür, sagte die für das operative Geschäft zuständige Managerin Sheryl Sandberg auf dem Digitalforum "Reuters Next". Facebook werde sehr transparent sein, was den weiteren Umgang mit Trump angehe.

* PARLER/AMAZON - Das vor allem bei Trump-Anhängern beliebte soziale Netzwerk Parler setzt sich gegen den Ausschluss bei Amazon zur Wehr und verklagt den Internetgiganten. Mit der Sperrung des Parler-Accounts bei den Amazon-Diensten verstoße der US-Konzern gegen Wettbewerbsrecht, teilte das soziale Netzwerk mit. In der beim US-Bezirksgericht in Seattle eingereichten Klage betonte Parler, dass Amazons Entscheidung "offensichtlich durch politische Animosität motiviert" sei und darauf abziele, den Wettbewerb auf dem Markt für Microblogging-Dienste zu reduzieren.

* TWITTER - Der Kurznachrichtendienst sperrt seit dem Sturm auf das Kapitol in Washington Tausende Accounts. Seit Freitag seien mehr als 70.000 davon stillgelegt worden, die überwiegend QAnon-Verschwörungstheorien verbreitet hätten.

* BIONTECH bietet seinen Mitarbeitern in Deutschland eine Coronavirus-Impfung an. Außerdem werde der Impfstoff Partnern in Deutschland und Österreich zur Verfügung gestellt, die direkt in den Produktions- und Distributionsprozess eingebunden seien, teilt das Mainzer Unternehmen mit.

* FORD - Der US-Autobauer hat angekündigt, in diesem Jahr seine drei Werke in Brasilien zu schließen. Hintergrund sei die mangelnde Auslastung wegen der Coronavirus-Pandemie. Der Schritt sei mit einer Vorsteuerbelastung von etwa 4,1 Milliarden Dollar verbunden.

* USA/FED - Die US-Notenbank hofft mit fortschreitenden Impfungen gegen das Coronavirus auf eine deutliche Stabilisierung der US-Wirtschaft im Laufe des Jahres. Wegen der Pandemie stünden Unternehmen und Verbrauchern noch herausfordernde Monate bevor, sagte der Präsident des Fed-Ablegers von Dallas, Robert Kaplan. Im Gesamtjahr 2021 sollte die Wirtschaft aber um rund fünf Prozent wachsen. Die Arbeitslosenquote dürfte zudem auf 4,5 bis 4,75 von aktuell 6,7 Prozent zurückgehen. Sollten diese Prognosen eintreten, wären es substanzielle Fortschritte - und die Notfallhilfen wegen der Pandemie könnten langsam reduziert werden.

* VIRUS - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn geht davon aus, dass "Richtung Sommer" mit der Herdenimmunität der Bundesbürger im Kampf gegen die Corona-Pandemie ein Durchbruch erreicht werden kann. Für die Bundesrepublik sei genug Impfstoff bestellt, sagte Spahn bei einer virtuellen Veranstaltung der IHK Düsseldorf.

rtr

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