In den Depots deutscher und internationaler Investoren sind die Aktien von Allianz, BASF und Siemens besonders prominent vertreten. Ein Titel verfügt über ein besonders attraktives Chance/Risiko-Profil.

Allianz, BASF und Siemens sind zwar alle im DAX vertreten, haben aber mit Blick auf ihr Geschäftsmodell wenig gemein. Die Allianz hängt in hohem Maße vom „Wohl und Wehe“ an den Finanzmärkten ab, während BASF als zyklischer Chemiekonzern eine hoher Energie-, Rohstoff- und Konjunkturabhängigkeit aufweist. Bei Siemens stellt aufgrund der starken Internationalisierung der wachsende Protektionismus – insbesondere in den USA – ein signifikantes Risiko dar.

Chancen und Risiken abwägen

Chancen: Bei der Allianz liegen die Chancen vor allem in der Erwartung stabiler Prämieneinnahmen, Skaleneffekten und einem soliden Kapitalanlageergebnis. Deshalb sind Ertragskraft und Rentabilität stark an die Funktionsfähigkeit der Finanzmärkte gekoppelt. Siemens profitiert derzeit vor allem von Investitionen in Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung sowie von langfristigen Infrastruktur- und Industrieprogrammen, wenngleich stark schwankende Auftragseingänge immer mal wieder für Unsicherheit sorgen. Für BASF bieten sich Chancen im Falle einer zyklischen Erholung der Industrie. Zudem könnte der Chemieriese von Portfolio-Optimierungen und Effizienzprogrammen profitieren.

Risiken: Bei BASF und Siemens fallen folgende Unsicherheitsfaktoren besonders stark ins Gewicht: hohe Konjunkturabhängigkeit (Industrieproduktion, Investitionszyklen), ungelöste Handelsstreitigkeiten (Zölle, Exportrestriktionen) sowie die fortschreitende Deglobalisierung und daraus resultierende Lieferkettenprobleme. Für BASF kommen zudem besonders spürbar Kostenrisiken in den Bereichen Energie, Rohstoffe und (je nach Standort) Personal hinzu. Grundsätzlich ist zu befürchten, dass die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Industrieunternehmen künftig nachlässt.

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Allianz überzeugt durch attraktive Kennzahlen

In den aktuellen Solvency- und Risikoberichten der Allianz werden als zentrale Risiken vor allem starke Schwankungen an den Finanzmärkten, Kreditausfälle sowie die hohen Schulden von Staaten, Unternehmen und Privathaushalten genannt, die sich auf die Wertentwicklung der Kapitalanlagen und die Solvenz auswirken können. Anleger, die an den internationalen Finanzmärkten in diesem Jahr keinen markanten Trendwechsel nach unten oder gar einen Crash befürchten, sollten dennoch, auch mit Blick auf die fundamentalen Kennzahlen, eher auf die Allianz setzen. Neben dem attraktiven KGV im niedrigen zweistelligen Bereich (aktuell: 13), weist der Versicherer bei den Unternehmensgewinnen einen stabilen Aufwärtstrend auf. Und mit einer Dividendenrendite von über vier Prozent gilt die Aktie innerhalb des DAX als relativ großzügig – und vor allem zuverlässig.

Eine andere Kennzahl spricht ebenfalls für die Allianz: die historische 250-Tage-Volatilität. Mit 21 Prozent p.a. fällt diese nämlich deutlich niedriger aus als bei Siemens (32 Prozent) und BASF (29 Prozent). Dies ist zwar lediglich eine Momentaufnahme und kann sich in Zukunft wieder ändern. Unter finanzmathematischen und statistischen Aspekten stellt dies aber einen zusätzlichen Vorteil dar.

Allianz (WKN: 840400)

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Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: BASF, Allianz.