Die Konzernzahlen des größten deutschen Stromversorgers sahen im ersten Quartal vielversprechend aus. Trotz schlechter Umstände zu Jahresbeginn konnte der Konzern seine Jahresziele bestätigen.

Der Essener Energieriese E.ON hat seine Quartalszahlen am Mittwoch vorgelegt. Dabei konnte das Unternehmen die Analystenzahlen leicht übertreffen, was auch auf dem Markt anklang fand und zu einem Kursanstieg führte. Doch vor allem der geplante Zusammenschluss mit dem britischen Versorger Ovo stand im Fokus.

Jahresziele bestätigt

Der Netzausbau von E.ON schreitet voran. Mit 1,4 Milliarden Euro hat das Unternehmen jedoch weniger Ausgaben zu verzeichnen, als es noch im Vorjahr der Fall war. Dennoch stieg der operative Gewinn  Der EBITDA stieg auf 3,3 Milliarden Euro, was einem Plus von zwei Prozent im Gegensatz zum ersten Quartal 2025 entspricht. Der bereinigte Überschiss hingegen stieg um stolze sieben Prozent auf rund 1,3 Milliarden Euro.

Das Vertriebsgeschäft hingegen zeigt kaum Veränderungen, trägt jedoch auch am geringsten zum Gesamtumsatz bei. Zusätzlich wurden heute die Jahresziele erneut bestätigt. Bedeutet, dass E.ON weiterhin ein operatives Ergebnis von 9,4 Milliarden bis 9,6 Milliarden Euro, während der Konzernüberschuss mit 2,7 bis 2,9 Milliarden Euro bemessen wird. Dadurch würde zwar kein Plus erwirtschaftet werden, allerdings würde der DAX-Konzern im Vergleich zu 2025 stabil bleiben.

Die Marktreaktion ist dabei klar positiv. Die E.ON-Aktie legte im XETRA-Handel um 3,8 Prozent zu, ist jedoch zum jetzigen Zeitpunkt (Stand: 15:48 Uhr) bei 18,,65 Euro mit einem Plus von 2,98 Prozent notiert. Auch Analysten sehen das Plus, verhalten sich jedoch neutral. So bleibt die Konsensempfehlung weiterhin auf "Hold", während das höchste mögliche Kursziel mit 23 Euro, das geringste mit 15 Euro angegeben wird.

Dividendenjäger sollen mehr erhalten

In der Präsentation hat E.ON-Managerin Nadia Jakobi hat bereits eine Aussicht für die kommenden Dividendenausschüttungen geteilt. Während Anleger bei der letzten Auszahlung 0,58 Euro pro Aktie erhielten, will der Konzern diese Summe bis 2030 jährlich um fünf Prozent erhöhen - vorausgesetzt, dass die Wachstumsstrategie aufgeht.

In dieser plant der Konzern ein operatives Ergebnis von 13 Milliarden Euro, während der bereinigte Gewinn auf 3,8 Milliarden Euro ansteigen soll. Ein wichtiger Faktor sind hier auch die geplanten Investitionen der nächsten vier Jahre. E.ON rechnet hier mit Ausgaben von 48 Milliarden Euro. BIs zum Stichtag werden jedoch auch die Auswirkungen der geplanten Ovo-Übernahme sichtbar sein.

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"Kunden bleiben dann bei uns, wenn die Leistung stimmt"

Die Fusion der beiden Energieversorger soll für beide Seiten einen Vorteil bringen. Der britische Energieversorger hat in der Vergangenheit Marktanteile verkaufen müssen und benötigte dringend Geld, um weiterhin am Markt aktiv bleiben zu können. Mit einer Integration in den britischen Armt von E.ON verspricht sich Jakobi Verbesserung der Barmittelflüsse und des Ergebnisbeitrages. Dennoch soll das Ganze ohne große Störungen von statten gehen, so dass "die Kunden beider Unternehmen bei uns bleiben und uns weiterhin vertrauen", sagte Jakobi in einem Interview mit der dpa.

E.ON hat bis 2030 einige ambitionierte Ziele vor Augen. Sollte der Konzern diese erreichen, wird dies nicht nur Dividendenjäger freuen.

E.on (WKN: ENAG99)

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Häufig gestellte Fragen

Wie fielen die Quartalszahlen von E.ON aus?

E.ON übertraf die Analystenerwartungen leicht und bestätigte zugleich seine Jahresziele.

Wie reagierte die E.ON-Aktie auf die Zahlen?

Die Aktie legte im XETRA-Handel deutlich zu und notierte zuletzt weiterhin im Plus.

Was ist für Dividendenanleger an E.ON besonders interessant?

Der Konzern will die Dividende bis 2030 jährlich um fünf Prozent steigern, sofern die Wachstumsziele erreicht werden.

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