Die besten ETFs für stürmische Zeiten
· Börse Online Redaktion
Mittlerweile stehen hier viele passive Fonds zur Wahl. Auf ein Konzept von MSCI greift iShares zurück. Der bekannte Indexanbieter sucht weltweit nach Unternehmen, die einerseits stabile Erträge sowie eine hohe Eigenkapitalrendite erwirtschaften und deren Bilanz andererseits möglichst wenig Fremdkapital enthält. US-Titel geben im globalen Qualitätsindex mit einem Anteil von 61 Prozent den Ton an. Deutlich weniger stark ausgeprägt ist die Dominanz der Wall Street im Index Equity Value Factor von Deutsche Asset Management - die USA steuern hier 42 Prozent bei. Bei diesem Konzept wird der globale Aktienmarkt auf unterbewertete Titel abgeklopft. Neben der Dividendenrendite ist das Verhältnis des Unternehmenswerts zum operativen Ergebnis maßgeblich. Ein Blick auf drei deutsche Indexmitglieder zeigt die Krux einer solchen Strategie: Während den Energieversorgern Eon und RWE der Atomausstieg zu schaffen macht, beutelt der Abgasskandal Volkswagen gerade kräftig durch. Da das Trio also nicht ohne Grund einen Bewertungsabschlag zeigt, brauchen Anleger hier besonders viel Vertrauen in die Fähigkeiten des Managements und zudem Geduld. Gleichwohl kann sich die historische Performance des Value-Gradmessers sehen lassen. Auf Sicht von fünf Jahren steht hier ein Plus von mehr als 20 Prozent zu Buche. Damit hängt der Value-Index den MSCI World ab. Eine Outperformance zeigt auch der Source-ETF auf den Index Goldman Sachs Equity Factor. Er bringt fünf Kriterien zusammen, darunter Value und Qualität, und erspart Anlegern damit die Faktorenauswahl. Aktuell finden sich in dem Gradmesser mehr als 800 Unternehmen aus 30 Ländern. Mit Ausnahme von Fresenius und Starbucks zählen dazu auch sämtliche von BÖRSE ONLINE als besonders wetterfest eingestuften Aktien. Source kann mit dem Multifaktoransatz bei Investoren punkten. In dem Anfang 2014 aufgelegten Fonds liegen mehr als eine halbe Milliarde Euro.
Und doch gilt für diesen wie für die beiden anderen vorgestellten ETFs: Im Vergleich zu Produkten auf klassische Indizes wie DAX oder S&P 500 fallen die Gebühren hoch aus. Nicht zuletzt deswegen eignen sich die komplexen Strategien vor allem zur längerfristigen Depotbeimischung.
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