Drägerwerk-Aktie fällt nach Quartalszahlen um sieben Prozent auf Zwei-Monats-Tief
· Börse Online Redaktion
"Die Zahlen von Drägerwerk sind weiterhin schwach", sagte ein Händler. Bestenfalls sei im zweiten Halbjahr eine bessere operative Entwicklung zu erwarten. Vor allem die Profitabilität habe sich im Quartal schlechter entwickelt als gedacht, obwohl die Erwartungen bereits sehr niedrig gesteckt waren, urteilte Berenberg-Analyst Scott Bardo. "Es muss offensichtlich eine Menge getan werden, um die Kostenbasis in den Griff zu bekommen und das Geschäft wieder auf Kurs zu kriegen."
Im Vorjahresquartal hatte das Lübecker Familienunternehmen vor Steuern und Zinsen noch ein Plus von 1,1 Millionen Euro erzielt. Auch beim Auftragseingang ließ Drägerwerk zum Jahresauftakt weiter Federn. Er sank um 2,5 Prozent, der Umsatz ging um 2,4 Prozent auf 532 Millionen Euro zurück. Hier machten sich auch Währungseinflüsse bemerkbar. Dräger will die vollständigen Ergebnisse für die ersten drei Monate am 26. April bekannt geben.
Wegen Währungsbelastungen erwartet der Vorstand auch im Gesamtjahr ein geringeres Umsatzwachstum, es soll zwischen null und drei Prozent liegen. Dank des laufenden Sparprogramms soll aber die Ertragskraft steigen, die operative Rendite soll einen Wert zwischen 3,5 und 5,5 Prozent erreichen. Im abgelaufen Jahr hatte sie sich auf 2,6 Prozent mehr als halbiert. Das Ebit war 2015 um rund zwei Drittel auf 67 Millionen Euro gesunken, wobei allein das Restrukturierungsprogramm 35 Millionen Euro aufzehrte. Die Aktionäre sollen daher eine auf 13 Cent von 1,33 Euro drastisch zusammengestrichene Dividende erhalten. Auf die Vorzugsaktien soll es 19 Cent statt 1,39 Euro geben.
Reuters
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