Die Wettbewerber haben ihre Kosten gesenkt und das Portfolio getrimmt. Nun ziehen die Schweizer unter der Führung des neuen Chefs Philipp Navratil nach.

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Die Aktie von Nestlé schob sich kürzlich über die 200-Tage-Linie. Nächste Hürde: 92 CHF, Unterstützung: 77,70 CHF.

Die Aktie von Nestlé zeigt wieder Stärke. Als am vergangenen Montag die Aktienmärkte rund um den Globus mit kräftigen Abschlägen in den Handel gingen, mussten zwar auch die Schweizer kurzzeitig Federn lassen, die anfänglichen Verluste waren jedoch schnell wieder aufgeholt. So setzte sich die Aktie im weiteren Verlauf knapp unter 84 Schweizer Franken fest und bestätigte damit den Ausbruch aus dem seit Mai 2023 gebildeten ­Abwärtstrend. Gelingt der Ausbruch über diese Marke, ist aus charttechnischer Sicht Luft bis 92 und im weiteren Verlauf dann bis 95 Franken.

Trotz des durchwachsenen Zahlenwerks für das abgelaufene Geschäftsjahr mehrten sich zuletzt auch die positiven Analysteneinschätzungen. Sie sind wiederum eng mit den angekündigten Maßnahmen von Konzernchef Philipp ­Navratil verbunden. Der schweizerisch-österreichische Topmanager übernahm im vergangenen Herbst den Chefsessel des größten Nahrungsmittelkonzerns. Seine Strategie sieht zum einen eine Ausweitung des Sparziels auf drei Milliarden Franken bis 2027 vor. „Die Welt verändert sich, und Nestlé muss sich noch schneller verändern“, erklärte Navratil wenige Tage nach seinem Amtsantritt bei der Vorlage der Zahlen zum dritten Quartal. „Dazu gehört auch die schwierige, aber notwendige Entscheidung, den Personalbestand in den nächsten zwei Jahren zu reduzieren.“ Bei der Vorlage der Geschäftszahlen für das Jahr 2025 wurde klar, dass Navratil mittelfristig eine Volumenausweitung anstrebt und dafür auch entsprechendes Marketingbudget bereitstellt. Zudem wird der Fokus künftig auf die weltweit führenden Geschäftsbereiche Kaffee, Produkte für Heimtiere und Nutrition (zusammen 70 Prozent des Umsatzes) sowie auf eine führende regionale Position im Bereich Kulinarikprodukte und Snacks gelegt. Der angepeilte Verkauf der Speiseeissparte ist bereits vorangeschritten. Mittelfristig wird auch ein Teilverkauf der Wassersparte anvisiert. Damit sollen Schulden gesenkt und der Spielraum für Investitionen in wachstumsstarke Bereiche geschaffen werden.

Konkurrenten wie Danone und Unilever haben ihre Portfolios und ihre Rendite mit vergleichbaren Strategien in den zurückliegenden Jahren bereits geschärft. Dies schlug sich auch im Verlauf des Aktienkurses nieder. Nun wollen die Schweizer nachziehen. Das trifft den Geschmack der Aktionäre. Es könnte allerdings ­einige Quartale dauern, ehe sich Navratils Maßnahmen im Ergebnis niederschlagen. Kurskorrekturen sind trotz der aktuellen Stärke somit nicht ausgeschlossen.

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Nestlé
Der neue Nestlé-Chef Philipp Navratil drückt auf die Kostenbremse

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Für weniger risikofreudige Anleger eignet sich beispielsweise das ausgewählte Bonus-Cap-Zertifikat. Das Wertpapier ist mit einer Barriere bei 70 Franken und einem Bonuslevel von 110 Franken ausgestattet. Die Laufzeit endet Mitte Dezember. Zudem ist das Papier währungsgesichert. Wird die Barriere bis zum Laufzeitende nicht verletzt, erhalten Anleger umgerechnet 110 Euro ausbezahlt. Das entspricht einer maximal erzielbaren Rendite von 16,8 Prozent. Andernfalls erlischt die Chance auf die Bonuszahlung. In diesem Fall droht ein Verlust. Gleichwohl beläuft sich der Abstand zur Barriere ­aktuell auf 16 Prozent. Die kritische Marke wurde zuletzt im vergangenen August für einen Tag unterschritten. Davor notierte die Aktie seit 2016 stets oberhalb dieser Marke. Um Verluste zu beschränken, sollte dennoch ein Stop-Loss gesetzt werden.

Dies gilt auch für den für risikofreudige Anleger geeigneten Call-Optionsschein. Der Basispreis liegt mit 85 Franken leicht unterhalb des aktuellen Aktienkurses und damit aus dem Geld. Das Omega ist derzeit bei 8,8. Erreicht die Aktie das erste Kursziel von 92 Franken bis Ende Juli, dürfte sich der Einsatz rund verdoppeln. 

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Fazit

Der neue Nestlé-Chef tritt auf die Kostenbremse und schärft das Portfolio. Anlegern schmeckt das. Das Bonus-Cap-Zertifikat und der Call-Optionsschein bieten Anlegern interessante Alternativen zum Direkteinstieg in die Aktie.

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