Rückenwind lieferte eine Studie der Berenberg Bank. Zwar schraubten die Analysten ihr Kursziel herunter, trauen der Fresenius-Aktie aber immer noch 70,95 Euro zu. Zuvor hatte es bei 81,85 Euro gelegen. Auch ihre Kaufempfehlung für die Titel bekräftigten sie. Zwar sei bei Fresenius Geduld gefragt, denn 2019 werde sicherlich ein Übergangsjahr, hieß es in der Studie. Die Bedenken hinsichtlich der schwächelnden Klinikkette Helios und der auf Nachahmermedikamente spezialisierten Sparte Kabi sollten innerhalb der nächsten zwölf Monate aber abnehmen. "Es gibt kein plausibles Szenario für Helios Germany, das den aktuellen Aktienkurs von Fresenius rechtfertigt, nicht mal ein Jahrzehnt voller Verluste." Zwar bräuchten Investoren bei der Aktie einen langen Atem, "aber das Warten lohnt sich". Die Bewertung sei momentan außergewöhnlich attraktiv. Nach der Gewinnwarnung am Donnerstag waren die Papiere in der Spitze um mehr als 19 Prozent eingebrochen.

Auch der Erwerb von Aktien durch ein Aufsichtsratsmitglied wirke positiv, sagte ein Börsianer. Einer Pflichtmitteilung zufolge hat Gremiumsmitglied Karl Schneider Titel im Wert von rund 102.585 Euro gekauft. "Das ist zwar kein riesiges Volumen, aber eben ein Vertrauensbeweis und damit ein gutes Zeichen", sagte der Händler.

rtr