Nachdem Donald Trump am Mittwochabend überraschend eine Einigung im Streit um Grönland verkündete, drehten die US-Börsen bereits deutlich ins Plus. Denn neue Zölle scheinen vom Tisch. Wer heute profitiert.
Nach Versöhnung sah es in Davos gestern eigentlich nicht aus. In seiner Rede auf dem Weltwirtschaftsforum holte Donald Trump am Nachmittag zum Rundumschlag aus, feierte seine Wirtschaftspolitik, ätzte gegen erneuerbare Energien in Europa – und stellte die Forderung auf:, „Alles, was um was ich bitte, ist diese Stück Eis“.
Die Europäer hätten die Wahl, ihm Grönland friedlich zu übergeben: „Sagt ihr Ja, werden wir sehr entgegenkommend sein, sagt ihr Nein, werden wir es nie vergessen“, drohte Trump in seiner Rede.
Überraschender Deal am Abend
Doch wenige Stunden später war es vergessen – zum Teil. Denn da verkündet Trump über seine Plattform True Social, er und Nato-Chef Mark hätten eine Vereinbarung über Grönland und die gesamte Arktisregion ausgehandelt. „Es ist ein Deal, mit dem alle sehr zufrieden sind“, schrieb Trump auf seinem Kurznachrichtendienst Truth Social. „Es ist ein Deal für die Ewigkeit.“ Zusätzliche Zölle, die Trump zum 1. Februar gegen zehn europäische Staaten einführen wollte, darunter Deutschland, seien vom Tisch.
Dow legt 588 Punkte zu
Noch ist nicht genau bekannt, was Trump und Rutte festgezurrt haben. Doch die Börsen feiern den Deal bereits. In New York, wo die Meldung die Börsianer kurz vor Handelsschluss erreichte, stieg der Dow Jones am Mittwochabend um 588 Punkte oder 1,23 Prozent.
Der Dax wird eröffnete früh 250 Punkte im Plus bei etwa 24.800 Punkten. Der Goldpreis fiel zunächst unter 4800 Dollar je Feinunze, notiert aber am Donnerstag wieder deutlich darüber. Der Dollar erholte sich gegenüber dem Euro leicht, das Barrel Öl der Sorte Brent kostet nahezu unverändert bei 65,20 Dollar.
An den deutschen Börsen haben Anleger heute vor allem die Autowerte im Blick, die am stärksten unter der Zollankündigung gelitten hatten. Im frühen Handel steht die Aktie der Porsche SE um kurz nach 8 Uhr 1,4 Prozent im Plus, Volkswagen gewinnen ein Prozent, BMW nur 0,25 Prozent. Damit sind die Verluste im Zuge der neu aufgekommenen Zollängste aber noch lange nicht wieder ausgeglichen.
Zu den Gewinnern gehören heute auch die Deutsche Börse (plus 1,44 Prozent) und Airbus (plus ein Prozent). Auf der Verliererseite führt Rheinmetall das Ranking an. Die Aussicht auf Entspannung lässt die Aktie um 1,4 Prozent fallen.
Gefragt ist dagegen erneut Droneshield: Die Aktie gewinnt mehr als fünf Prozent hinzu. Hier spielen Beichte eine Rolle, Trump wolle Grönland in seinen geplanten Abwehrschirm mit dem Namen „Golden Dome“ miteinbeziehen.
Und auch Seltene-Erden-Aktien wie Prospect Resources oder Adelayde verzeichnen - bei hohen Umsätzen - deutliche Kursgewinne.
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