Händler verwiesen auf einen Bericht des Informationsdienstes "Platow Brief", wonach der Hedgefonds Elliot ein Auge auf den Salz- und Düngemittelhersteller geworfen haben soll. Der Fonds des US-Investors Paul Singer habe beim britisch-australischen Rohstoffkonzern BHP Billiton einige strategische Entscheidungen durchgesetzt, die den Weg für einen Einstieg bei K+S ebnen könnten, hieß es in dem Bericht ohne Angaben von Quellen.

"Das belebt die Spekulationen auf eine Übernahme neu", sagte ein Händler. "Zwar sucht K+S einen Investor, wird aber von einem aktivistischen Fonds kaum begeistert sein." K+S wollte sich zu dem Bericht nicht äußern. "Marktspekulationen kommentieren wir nicht", sagte ein Sprecher des Unternehmens. Bei Elliot war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Elliott hatte zuletzt unter anderem bei der Übernahme des Arzneimittelherstellers STADA durch die Beteiligungsgesellschaft Bain Capital und Cinven mitgemischt.

Erst jüngst musste der Konzern bei den mittelfristigen Zielen zurückrudern. Der Aktienkurs war daraufhin wieder stärker unter Druck geraten. Im Frühjahr hatten die Papiere noch von der Hoffnung auf den Einstieg eines Ankeraktionärs profitiert, die sich aber nicht erfüllt hatten. Damit ist ein Großaktionär gemeint, der sich langfristig engagiert und einem Unternehmen etwa auch bei ungewollten Übernahmeversuchen durch Dritte zur Seite stehen kann.

COMMERZBANK BELÄSST K+S AUF 'BUY' - ZIEL 28 EURO



Die Commerzbank hat K+S nach den Spekulationen über ein Interesse des Hedgefonds Elliott auf "Buy" mit einem Kursziel von 28 Euro belassen. Der Dünger-und Salzhersteller sei zwar deutlich unterbewertet, doch vertraue er abseits der Spekulationen bei dem MDax-Konzern eher auf Selbsthilfemaßnahmen, schrieb Analyst Michael Schäfer in einer Studie vom Mittwoch.

dpa-AFX/rtr