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Klimafreundlich Investieren: Mit diesen Aktien retten Anleger die Umwelt

Klimafreundlich Investieren: Mit diesen Aktien retten Anleger die Umwelt

WKN: A0H52F ISIN: DE000A0H52F5 MVV Energie AG

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19.02.2019 - 16:18
23.01.2019 19:00:00

Spätestens seit dem Hitzesommer 2018 dürfte auch den letzten Zweiflern klar geworden sein, dass die Erde immer wärmer wird. Wer helfen will, den Klimawandel zu bremsen, kann dies auch über die Börse tun - mit CO2-freien Aktien. Von Notker Blechner

Der Lebensraum der Eisbären wird immer kleiner: Durch das Schmelzen der Eisberge verringert sich ihr Territorium. Mittlerweile sind sie vom Aussterben bedroht. Doch auch der Mensch bekommt den Klimawandel zu spüren. Forscher befürchten, dass durch das Ansteigen des Meeresspiegels ganze Landstriche bedroht sind. So könnten etwa die Malediven untergehen. Das Urlaubsparadies spürt die Auswirkungen des Temperaturanstiegs. "Wir haben schon jetzt mit dem steigenden Meerespegel zu kämpfen", sagt Ex-Präsident Mohamed Nasheed.



Der frühere US-Vizepräsident Al Gore ließ in seinem Vortrag vor den Delegierten gar lautstark eine virtuelle Atombombe auf der Videoleinwand explodieren, um die Politiker aufzurütteln. Der Stopp der Erderhitzung sei die wichtigste moralische Entscheidung, vor der die Menschheit je gestanden habe, mahnte Gore.


Im 2015 verabschiedeten Pariser Abkommen haben sich 196 Staaten verpflichtet, die Erderwärmung auf weit unter zwei Grad zu begrenzen. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen sie ihre Anstrengungen beschleunigen. Deutschland wird in Kürze ein erstes Klimaschutzgesetz auf den Weg bringen. "2019 wird ein entscheidendes Jahr", sagte Umweltministerin Svenja Schulze. Sie will vor allem den Kohleausstieg durchsetzen. Die Kohlekommission wird voraussichtlich am 1. Februar ein Konzept vorlegen, wie das Ende des klimaschädlichen Energieträgers organisiert werden soll.

Klimaneutrales Investieren


Immer mehr institutionelle Anleger, Banken, Pensionsfonds und Versicherer verzichten auf ein Investment in Kohle. Seit dem vergangenen Frühjahr finanziert HSBC beispielsweise keine neuen Kohlekraftwerke mehr. "Der Finanzsektor hat den größten Hebel, die Wirtschaft in die grüne Zukunft zu führen", sagte HSBC-Deutschland-Chefin Carola Gräfin von Schmettow auf einer Veranstaltung. Mehrere Experten warnen bereits vor einer "Carbon Bubble", die sich aus der Überbewertung fossiler Brennstoffreserven ergebe. Sollten die Klimaziele konsequent umgesetzt werden, drohen Aktien von Öl-, Gas- und Kohleförderern Abwertungen von bis zu 50 Prozent, befürchtet Heinz-Werner Rapp, Leiter des Feri Cognitive Finance Institute.

Für zusätzlichen Druck auf die Rendite von Kohlekraftwerkbetreibern hat zuletzt der dramatische Anstieg der CO2-Preise gesorgt. Im Emissionsrechtehandel haben sich die Preise auf über 20 Euro je Tonne nahezu verdreifacht.

Als Gewinner dieser Entwicklung gelten besonders Wind- und Solarenergiefirmen. Ab 2020 wird der Preis für grüne Energie wohl unter den Großhandelspreis für Strom sinken. "Dann brauchen wir keine Förderung mehr", glaubt Analyst Guido Hoymann vom Bankhaus Metzler. Das steigert die Wettbewerbsfähigkeit und sollte für Neuinvestitionen sorgen.

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Bildquelle: Lanaufoto/iStock, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE

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