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SQUEEZE-OUT

Kuka bald nicht mehr an der Börse - Aktie springt hoch

Kuka bald nicht mehr an der Börse - Aktie springt hoch

WKN: 620440 ISIN: DE0006204407 KUKA AG

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26.11.2021 - 12:17
25.11.2021 06:52:00

Der chinesische Hauptaktionär Midea nimmt den Maschinenhersteller Kuka von der Börse. Der endgültige Beschluss soll auf der nächsten Hauptversammlung gefasst werden, die Aktie gewinnt am Dienstag zeitweise über zehn Prozent. Von Luca Bißmaier

Er schneidet, klebt und lackiert: Der KR Iontec Robotter vom Maschinenhersteller Kuka. 1898 beginnt die Geschichte des Augsburger Unternehmens. Damals ermöglichte Kuka den kostengünstigen Betrieb etwa von Straßenbeleuchtungen. Heute gehören die Augsburger zu den weltweit führenden Anbietern von intelligenten Automatisierungslösungen. Mitte 2016 hatte die chinesische Midea Group den Roboterbauer zu rund 95 Prozent übernommen.

Der Hauptaktionär Midea kündigte am heutigen Dienstag an, Kuka von der Börse zu nehmen. Die Chinesen werden einen Squeez-out der Minderheitsaktionäre durchführen. Die Muttergesellschaft verpflichtete sich dazu Kuka’s Produktion in Augsburg zu belassen. Des weiteren soll das Forschungs- und Entwicklungsbudget bis 2025 um mindestens 15 Prozent ansteigen. Seit der Übernahme durch Midea sei für Kuka keine Börsennotierung mehr notwendig, zitiert Bloomberg das Übernahmeangebot. Die Refinanzierung am Kapitalmarkt falle weg.

Entscheidung fällt auf der nächsten Hauptversammlung


Auf der nächsten Hauptversammlung von Kuka im Mai 2022 soll der endgültige Beschluss zur Übertragung der Minderheitsanteile gefasst werden. Die Minderheitsaktionäre haben einen Anspruch einer Barabfindung auf Basis des Durchschnittskurses der vergangenen sechs Monate. Laut Pressemitteilung von Kuka sei eine angemessene Barabfindung gewährt. Die Aktie stieg nach der Squeeze-out Ankündigung am Dienstag zeitweise über zehn Prozent.

Das sind die Optionen für Anleger


Investierte Anleger haben lediglich drei Optionen: Sie könnten die Kursgewinne der vergangenen zwölf Monate realisieren. Seit November 2020 wäre dies ein Kursplus von über 100 Prozent.

Daneben besteht die Möglichkeit, den Squeeze-out mitzumachen und ein sogenanntes Spruchverfahren durchzuführen. Ein Gericht schätzt hierbei den Fairen Wert des Unternehmens und überprüft das Abfindungsangebot. Im Rahmen dieses Verfahrens können Nachbesserungen für die Aktionäre entstehen. Das Spruchverfahren kann sich aber über viele Jahre hinziehen.

Zuweilen investieren auch Fonds in Aktien, denen ein solches Spruchverfahren bevorsteht. Investierte Anleger können als dritte Option auf einen noch höheren Kurs vor dem Squeeze-out spekulieren.

Anders als bei einem Delisting ist es bei einem Squeeze-out nicht möglich weiterhin Aktionär des Unternehmens zu bleiben. Die Minderheitsaktionäre werden zwangsweise herausgedrängt.

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