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Maschmeyer-Fonds steigt bei diesem FinTec ein

Maschmeyer-Fonds steigt bei diesem FinTec ein
14.09.2021 00:00:01

Überraschung bei aifinyo. Die vom bekannten Unternehmer und Investor Carsten Maschmeyer gegründete Vermögensverwaltung Paladin hat sich mit über 5 % an dem börsennotierten B2B-FinTech aifiyno (ISIN DE000A2G8XP9) beteiligt. Analysten von SMC und Warburg empfehlen die Aktie zum Kauf. Mögliche Outsourcing-Deals mit Banken und Payment-Lizenzen sorgen für zusätzliche Phantasie. Gründer und Vorstand Stefan Kempf im Interview.

Interview mit Stefan Kempf, Gründer und Vorstand des B2B-FinTechs aifinyo AG

Herr Kempf, stellen Sie aifinyo bitte kurz vor.

Kempf: Als B2B-FinTech bieten wir kleinen und mittelständischen Unternehmen - so genannten KMUs - eine in Deutschland einzigartige Onlineplattform rund um die Themen Finanzierung, Zahlung und Abwicklung von Rechnungen. Unsere Kunden können ihren Wareneinkauf finanzieren, ihre Rechnungen erstellen, sie per Mail oder Post versenden, wenn nötig ein Mahnverfahren einleiten und sich den Betrag auch vorfinanzieren - alles in einem One-Stop-Shop. Dies unterscheidet uns von vielen Wettbewerbern. Denn diese sind in der Regel Ein-Produkt-Unternehmen.

Welchen Markt sprechen Sie konkret an?

Kempf: Smart Finance für KMUs. Damit umfasst unser Kundenuniversum allein in Deutschland rund 4 Mio. KMUs. Wenn diese im Jahr durchschnittlich rund 2.000 Euro - was ein realistisches Budget ist - für Kontoführung und Finanzierungen ausgeben, liegt unser Marktvolumen bei rund 8 Mrd. Euro. Zur Einordnung: aifinyo hat im ersten Halbjahr 2021 mit ca. 1.100 Kunden netto rund 4 Mio. Euro umgesetzt. Uns steht eine Bankenbranche gegenüber, die Filialen schließt und sich aus dem Gewerbekundenmarkt tendenziell zurückzieht. Zudem fehlt den Banken die digitale Alternative zum Bank-Berater vor Ort. Daher haben wir die große Chance, aifinyo als DIE Marke rund um digitale Finanzierung, Zahlung und Abwicklung zu etablieren.

Wer sind ihre Hauptkunden?

Kempf: Derzeit fokussieren wir uns auf Wachstumsunternehmen insbesondere aus den Bereichen Technologie, E-Commerce und Healthcare. Dazu zählen beispielsweise bekannte Startups wie Veganz und Little Lunch. Auch viele professionelle Amazon-Shops setzen auf uns. Denn gerade im E-Commerce muss die Finanzierung und Liquiditätsplanung zur operativen Geschwindigkeit passen. Vom Wachstum unserer Kunden profitieren auch wir. Im vergangenen Quartal sind wir um 72 % gewachsen und haben auf allen Ebenen ein positives Ergebnis erzielt.

Banken verdienen mit Gewerbekunden kaum Geld. Warum Sie?

Kempf: Banken fokussieren sich auf Kredite im Millionen-Euro-Bereich für die Top 2.000 Unternehmen. Das kann aber praktisch jeder Finanzdienstleister. Entsprechend liegt die Gesamtkapitalrentabilität in der Regel unter 2 %. Wir kommen auf über 20 %. Der Schlüssel ist unsere eigene Software. Wir stellen Kunden kleinere Kredite zur Verfügung - oft innerhalb eines Tages. Also genau dann, wenn sie das Kapital benötigen. Beispielsweise um schnell auf den aktuellen Trend zu reagieren und entsprechende Ware für den Online-Shop einzukaufen. Für die überschaubare Zeit bis zum Warenverkauf - unsere Laufzeiten liegen in der Regel bei 6 Monaten oder darunter -, ist ein Unternehmen auch bereit, höhere Gebühren zu bezahlen. Insbesondere weil wir eben nicht nur die Finanzierung, sondern zahlreiche Dienstleistungen anbieten.

Wenn der Markt für Banken nicht rentabel ist, sollten diese dann nicht mit aifinyo kooperieren? Bei der Baufinanzierung klappt dies mit Hypoport ja sehr gut.

Kempf: Ich bin überzeugt, dass dies kommen wird. Es gab auch schon einige Gespräche mit dem Ziel, dass Gewerbekunden auf die aifinyo-Plattform überführt werden. Die Gespräche pausieren allerdings seit Beginn der Corona-Pandemie. Dass unsere Software auch als White-Label-Lösung einen echten Mehrwert bieten kann, zeigt unsere jüngste Kooperation mit HelloFreelancer. Im Hintergrund steht dabei das XING Netzwerk mit über 500.000 aktiven Freelancern, etwa IT-Experten, Designern und Beratern.

"Mit Outsourcing für Banken und Payment-Lizenzen haben wir echte Gamechanger in der Pipeline."

Blicken wir in die Zukunft. Sie beantragen Lizenzen für Zahlungsdienste (ZAG). Was würde der Erhalt bedeuten?

Kempf: Eine neue Umsatz- und Ertragsdimension. Die Payment-Lizenzen würden unser Ökosystem nochmals entscheidend stärken. Denn mit ihnen werden wir in der Lage sein, Geschäftskunden zahlreiche Zahlungsdienstleistungen rund um Überweisungen, Girokonto und Kreditkarten anbieten zu können. Die ersten Lizenzen sollten wir noch diesen Herbst erhalten und weitere dann 2022.

Wie könnte sich aifinyo langfristig entwickeln. Was ist die Vision?

Kempf: Wir sind in der Vergangenheit mit 20 bis 50 % pro Jahr gewachsen und ich sehe keinen Grund, warum dies in Zukunft nicht der Fall sein sollte. Die erste große Investitionsphase ist abgeschlossen und wir sollten durch Skalierung in den kommenden Jahren unsere Margen steigern können. Darüber hinaus haben wir mit Outsourcing für Banken und Payment-Lizenzen echte Gamechanger in der Pipeline. Unsere Vision, Geschäftskunden über ein monatliches Abo sämtliche Leistungen rund um Zahlungen, Rechnungen und Cashmanagement schnell und unkompliziert über eine integrierte Plattform anzubieten. Zusätzlich werden ihnen durch unsere KI-basierte Software sämtliche Finanzierungen auf Knopfdruck zur Verfügung stehen.

Herr Kempf, besten Dank für das Gespräch.


Bildquelle: aifinyo

Aktien in diesem Artikel

aifinyo AG 38,40 -1,03% aifinyo AG
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