Mit der KI-Euphorie sind die Kurse einiger Tech-Schwergewichte kräftig unter die Räder geraten. Nun könnten sie aber Anlegern wieder Potential bieten.

Mit der KI-Begeisterung an den Börsen ging es bei ihnen bergab: Adobe und Salesforce zählen zu den größten Verlierern des Jahres 2026. Doch genau das macht beide Werte für Anleger interessant, die auf eine Erholung setzen.

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2026 stürzten Software-Schwergewichte Adobe und Salesforce ab

Was 2023 und 2024 die Börse beflügelte, lastet 2026 schwer auf den Kursen: die Erwartung, dass Künstliche Intelligenz Unternehmensgewinne schnell und messbar steigern würde. Als diese Versprechen nicht schnell genug eingelöst wurden, straften Anleger zahlreiche Software-Aktien ab. Dazu kam die Sorge, dass KI-Agenten klassische Software-Abonnements in vielen Unternehmensbereichen überflüssig machen könnten. Besonders hart trafen die Kursverluste Adobe und Salesforce.  

Adobe verlor im bisherigen Jahresverlauf rund 40 Prozent an Wert und notiert aktuell bei 210 Dollar. Salesforce legte eine noch dramatischere Achterbahnfahrt hin: Im Juni 2026 fiel die Aktie auf ein Jahrestief von rund 150 US-Dollar – um wenige Wochen später wieder auf fast 279 US-Dollar zu klettern und damit ein neues Allzeithoch zu markieren. Momentan liegt das Papier bei 163 Dollar. 

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Weiterführende Links

Adobe: Starke Substanz, schwaches Vertrauen

Den Kursverlusten zum Trotz lieferte Adobe im zweiten Quartal 2026 einen Rekordumsatz von 6,62 Milliarden US-Dollar und damit ein Plus von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dazu kündigte Adobe ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 25 Milliarden US-Dollar an.

Das Problem: Der Markt glaubt noch nicht, dass Adobe aus seinen KI-Tools echtes Geld macht. Firefly, Adobes generative KI-Plattform, ist bei Nutzern beliebt – doch ob daraus planbare Mehrumsätze entstehen, bleibt die entscheidende Frage. Analysten wie J.P. Morgan sehen auf Sicht von zwölf Monaten dennoch ein Kurspotenzial von bis zu 74 Prozent. Das durchschnittliche Analystenziel liegt zwischen 267 und 280 Dollar – ein deutlicher Abstand zum aktuellen Kurs.

Adobe (WKN: 871981)

Salesforce: KI in Zahlen messbar – aber hohe Volatilität

Bei Salesforce ist die KI-Story konkreter. Mit Agentforce, der KI-Agenten-Plattform des CRM-Riesen, erzielt das Unternehmen bereits nachweisbare Ergebnisse: Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026 wuchs der zugehörige wiederkehrende Jahresumsatz (ARR) um 169 Prozent auf 800 Millionen US-Dollar. Über 29.000 neue Vertragsabschlüsse zeigen, dass die Nachfrage offenbar hoch ist.

Zusätzlich vertieft Salesforce seine Datenstrategie mit einer erweiterten Partnerschaft mit Snowflake, um Kundendaten nahtloser für KI-Anwendungen nutzbar zu machen. Analysten bewerten die Aktie mehrheitlich positiv, Kursziele reichen von 228 bis 290 US-Dollar.

Die Volatilität bleibt jedoch hoch. Die Fin-Übernahme Mitte 2026 sorgte vorübergehend für Verunsicherung, und die Frage, ob Agentforce das Kerngeschäft strukturell beschleunigen kann oder nur ergänzt, ist noch offen.

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Salesforce (WKN: A0B87V)

Häufige Fragen

Was macht Adobe und warum ist die Aktie 2026 unter Druck geraten?

Adobe ist ein Softwareunternehmen, das vor allem für kreative Tools wie Photoshop, Illustrator und die generative KI-Plattform Firefly bekannt ist. Die Aktie verlor im bisherigen Jahresverlauf 2026 rund 40 Prozent an Wert und notiert aktuell bei etwa 210 US-Dollar. Trotz eines Rekordumsatzes von 6,62 Milliarden US-Dollar im zweiten Quartal 2026 – ein Plus von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr – zweifelt der Markt daran, ob Adobe aus seinen KI-Tools planbare Mehrumsätze generieren kann. Analysten wie J.P. Morgan sehen dennoch ein Kurspotenzial von bis zu 74 Prozent auf Sicht von zwölf Monaten.

Was macht Salesforce und was ist Agentforce?

Salesforce ist ein führender Anbieter von CRM-Software (Customer Relationship Management) und hat mit Agentforce eine eigene KI-Agenten-Plattform entwickelt. Diese erzielte im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026 ein Wachstum des wiederkehrenden Jahresumsatzes (ARR) von 169 Prozent auf 800 Millionen US-Dollar – mit über 29.000 neuen Vertragsabschlüssen. Zusätzlich vertieft Salesforce seine Datenstrategie durch eine erweiterte Partnerschaft mit Snowflake, um Kundendaten besser für KI-Anwendungen nutzbar zu machen.

Warum könnten Adobe und Salesforce jetzt wieder interessant für Anleger sein?

Beide Aktien zählen zu den größten Verlierern des Jahres 2026, was sie aus Sicht antizyklischer Anleger attraktiv macht. Der Kursrückgang ist weniger auf schwache Geschäftszahlen zurückzuführen als auf enttäuschte KI-Erwartungen und die Sorge, dass KI-Agenten klassische Software-Abonnements ersetzen könnten. Analysten sehen bei beiden Werten deutliches Aufholpotenzial: Die durchschnittlichen Kursziele für Adobe liegen zwischen 267 und 280 US-Dollar, für Salesforce zwischen 228 und 290 US-Dollar – jeweils deutlich über den aktuellen Kursniveaus.

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