Aufsteiger

Seit einem Jahrzehnt schlägt das Herz der globalen Wirtschaft im kalifornischen Silicon Valley, einige Kilometer südlich von San Francisco. Dort, wo Tech-Giganten wie Alphabet, Apple oder Facebook ihren Sitz haben. Und dort, wo ganz in der Nähe auch ­Jonathan Curtis arbeitet, der Manager des Franklin Technology Fund. Der US-Amerikaner hat sein Büro in San Mateo, direkt zwischen San Francisco und dem Silicon Valley.

Seine Nähe zu Amazon, Apple & Co nimmt der studierte Elektroingenieur aber nicht allzu wichtig. "Wichtiger ist für uns, wo die Unternehmen ihre Umsätze oder Gewinne erzielen", sagt er, "was im Idealfall zu über 60 Prozent außerhalb der USA stattfindet." Dennoch sei der Standort Silicon Valley hilfreich, um kleine und junge Unternehmen zu entdecken, die künftig die "digitale Disruption" anführen könnten und die er dann im Portfolio höher gewichten kann. Als Beispiel nennt er hier etwa Twilio, den im Jahr 2008 gegründeten Cloud-Anbieter aus San Francisco. €uro fondsxpress hat den Franklin Technology Fund nun auf FondsNote 1 hochgestuft. Maßgeblich dafür ist sein Rendite-Risiko-Profil in den vergangenen vier Jahren. Über fünf und zehn Jahre zählt er aber ebenfalls zu den besten Technologiefonds.

Insgesamt seien Techwerte momentan etwas höher bewertet als der breite Aktienmarkt, konstatiert Curtis. Jedoch ist dies aus seiner Sicht gerechtfertigt, da die betreffenden Unternehmen profitabel wüchsen und sehr gute Bilanzen aufwiesen. Eine Überbewertung von Technologieaktien wie in den Jahren 1999/2000 könne er daher nicht feststellen.

Absteiger

Douglas Forsyth, der Manager des Allianz Income and Growth, arbeitet ebenfalls in Kalifornien. Er hat sein Büro in San Diego, nahe der mexikanischen Grenze. Forsyth investiert beim Mischfonds von Allianz Global Investors in Aktien, High-Yield- und Wandelanleihen, die aus den USA stammen. Diese Aufteilung ist offensiver als bei vielen Mischfonds. Denn High-Yield- und Wandelanleihen vollziehen die Kursbewegungen der Aktienmärkte in abgeschwächter Form nach. Sollten die Aktienkurse auf breiter Front fallen, bilden High-Yield- und Wandelanleihen daher kein Gegengewicht zu Aktien. In den vergangenen Jahren bekam der Allianz Income and Growth jedoch starken Rückenwind, weil US-Wertpapiere und der US-Dollar jeweils zulegten. Nun hat €uro fondsxpress ihn allerdings auf FondsNote 2 runtergestuft, was aber immer noch für ein gutes Rendite-Risiko-Profil spricht.

Erstmals bewertet

Auf Anhieb mit FondsNote 1 bewertet wurde der Amundi MSCI Europe Buyback ETF. Anleger investieren damit in 78 europäische Unternehmen, die vergleichsweise viele eigene Aktien zurückkaufen. Der Buyback-ETF orientiert sich am MSCI Europe Equal Weighted Buyback Yield Index, der die jeweiligen Aktien gleichgewichtet. Zu den größten Einzelwerten des Buyback-ETF zählen derzeit ASML, Burberry, Casino, die Deutsche Börse, Ferrovial, Iberdrola und Swiss Re.