CORONA AKTUELL

Newsticker Corona: Fälle in der Schweiz nähern sich 10.000er-Marke

Newsticker Corona: Fälle in der Schweiz nähern sich 10.000er-Marke

WKN: 840400 ISIN: DE0008404005 Allianz

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03.04.2020 - 19:57
25.03.2020 17:35:00

Das Coronavirus breitet sich weiter aus. Es folgen aktuelle Entwicklungen.

17.35 Uhr - In der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein ist die Zahl der bestätigten Coronavirus-Erkrankungen nach Behördenangaben auf 9765 gestiegen von knapp unter 9000 am Vortag. 103 Personen seien an der Krankheit gestorben, 13 mehr als zuletzt.

15.25 Uhr - In den USA ist die Zahl der Virus-Toten binnen eines Tages sprunghaft auf 737 gestiegen. Am Dienstag seien es noch 544 Todesfälle gewesen, teilen die Gesundheitsbehörden CDC mit. Mittlerweile seien 54.453 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden, am Vortag seien es 44.183 gewesen. Besonders schwer betroffen ist New York City. Allein dort starben 210 Menschen, bei 25.667 wurde das Coronavirus nachgewiesen. Der Gouverneur von New York City, Andrew Cuomo, kündigt die Sperre von Straßen für den Verkehr und das Verbot von Kontaktsportarten in öffentlichen Parks an, um eine Ausbreitung des Virus einzugrenzen.

17.05 Uhr - Die sieben führenden Industriestaaten (G7) haben nach den Worten von US-Außenminister Mike Pompeo in einer Video-Konferenz über eine "internationale Desinformationskampagne" Chinas diskutiert. Pompeo wirft der Volksrepublik erneut vor, sie habe zu spät ihre Informationen über das Coronavirus mit den anderen Staaten geteilt. Alle Mitglieder der G7 - neben den USA sind dies Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien, Japan und Kanada - seien sich der Desinformationskampagne "sehr bewusst".

16.56 Uhr - In Wuhan nimmt der französische Autobauer Peugeot SA in seinem Gemeinschaftsunternehmen mit der chinesischen Dongfeng Motor Group den Betrieb wieder auf. Wuhan, die Hauptstadt der chinesischen Provinz Hubei, ist das Epizentrum der Coronavirus-Pandemie.

16.55 Uhr - Auch der zweite Test bei Bundeskanzlerin Angela Merkel auf das Coronavirus ist negativ ausgefallen. Dies teilt ein Regierungssprecher in Berlin mit. Die Kanzlerin arbeite weiter in häuslicher Quarantäne und werde sich Anfang kommender Woche erneut testen lassen.

16.47 Uhr - Der Londoner City Airport stoppt alle gewerblichen und privaten Flüge von Mittwochabend an. Dies gelte bis Ende April, teilt der Flughafen mit. Man befolge damit die Aufforderung der britischen Regierung, wonach die Menschen auf Reisen verzichten und zu Hause bleiben sollten.

16.30 Uhr - In der Lombardei sind einem Insider zufolge binnen 24 Stunden 296 Menschen am Coronavirus gestorben. Das sei ein deutlich schwächerer Anstieg als am Dienstag, als 402 Todesfälle binnen eines Tages gemeldet wurden. Insgesamt seien in der norditalienischen Region, die besonders schwer von der Epidemie betroffen ist, 4474 Menschen der vom Virus ausgelösten Lungenkrankheit erlegen. Italien hat am Dienstag 6820 Todesfälle gemeldet und ist weltweit das Land mit den meisten Virus-Toten. Spanien folgt mit 3434 Todesfällen auf dem zweiten Platz und überholt damit China. In Spanien wurde zudem bei 47.610 Menschen das Virus nachgewiesen.

16.15 Uhr - Der Bundestag lockert mit sehr großer Mehrheit die Schuldenbremse im Grundgesetz, um ein Hilfspaket von Hunderten Milliarden Euro gegen die wirtschaftlichen Folgen der Virus-Krise zu finanzieren. Für die Ausnahme von der Schuldenbremse stimmen 469 Abgeordnete, bei drei Gegenstimmen und 55 Enthaltungen, wie Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble mitteilt. Neben der Koalition aus Union und SPD hatten FDP, Linke und Grüne ihre Zustimmung angekündigt.

16.10 Uhr - Weltbank und IWF rufen Kreditgeber dazu auf, den ärmsten Ländern den Schuldendienst unverzüglich zu stunden. Damit soll diesen Staaten geholfen werden, besser mit den Folgen der Virus-Pandemie fertig zu werden. Dabei gehe es um finanzielle Entlastung für eine ganze Reihe ärmerer Länder, in denen rund ein Viertel der Weltbevölkerung lebe.

15.54 Uhr - Bundeskanzlerin Angela Merkel und Chinas Präsident Xi Jinping haben vor der G20-Videoschalte über eine Zusammenarbeit in der Corona-Krise gesprochen. "Sie sind sich einig, dass die gegenwärtige Krisensituation nur durch enge internationale Zusammenarbeit gelöst werden kann", sagt ein Regierungssprecher danach. Deutschland und China würden sich dabei weiter abstimmen.

15.49 Uhr - Jeder zweite Deutsche fürchtet einer Ipsos-Umfrage zufolge wegen der Corona-Pandemie um seinen Job. Noch größer seien die Befürchtungen in Vietnam, wo 66 Prozent der Menschen um ihren Arbeitsplatz bangten, teilt das Institut mit. Dicht darauf folge Italien mit 63 Prozent.

15.20 Uhr - Einreiseverbot für Saisonarbeitskräfte und Erntehelfer: Ihnen werde "bis auf weiteres" die Einreise nach Deutschland im Rahmen der bestehenden Grenzkontrollen ab 17.00 Uhr nicht mehr gestattet, teilt das Bundesinnenministerium mit. Dies habe Innenminister Horst Seehofer zur weiteren Eindämmung der Infektionsgefahren angeordnet. "Die Regelung gilt für Einreisen aus Drittstaaten, Großbritannien sowie EU-Staaten, die den Schengen-Besitzstand nicht voll anwenden (u. a. Bulgarien und Rumänien) und für Staaten, zu denen Binnengrenzkontrollen vorübergehend wiedereingeführt wurden." Der Bauernverband hatte gefordert, den Einreisestopp "so kurz wie möglich zu halten." In der Landwirtschaft arbeiten jedes Jahr nahezu 300.000 Saisonkräfte vor allem aus Rumänien und Polen.

15.09 Uhr - Der Bundestag hat den Nachtragshaushalt in Höhe von 156 Milliarden Euro und den Rettungsschirm WSF im Volumen von 600 Milliarden Euro beschlossen. Dafür stimmten jeweils die Koalitionsfraktionen Union und SPD sowie FDP, Linke und Grüne. Die AfD enthielt sich. Die namentliche Abstimmung über die Ausnahme von der Schuldenbremse läuft noch. Das Ergebnis soll nach 16.00 Uhr (MEZ) vorliegen.

14.48 Uhr - Die Corona-Krise trifft laut dem Internationalen Währungsfonds (IWF) auch die afrikanischen Staaten südlich der Sahara wirtschaftlich hart. Es seien bereits Anträge auf Krisen-Finanzhilfen aus mehr als 20 Staaten eingegangen und mindestens zehn weitere dürften folgen, heißt es in einem Blog auf der Website des IWF.

14.45 Uhr - Die EU-Seuchenschutzbehörde hält es für unwahrscheinlich, dass das neuartige Coronavirus im Sommer verschwinden wird. Mit dieser Warnung dämpft das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) Hoffnungen, dass steigende Temperaturen dem Virus den Garaus machen. Frühere Coronaviren waren in den Sommermonaten nicht aufgetreten.

14.40 Uhr - Die Corona-Krise trifft laut dem Internationalen Währungsfonds (IWF) auch die afrikanischen Staaten südlich der Sahara wirtschaftlich hart. Es seien bereits Anträge auf Krisen-Finanzhilfen aus mehr als 20 Staaten eingegangen und mindestens zehn weitere dürften folgen, heißt es in einem Blog auf der Website des IWF.

14.38 Uhr - Das für den 22. April geplante Referendum über eine Verfassungsänderung in Russland wird nach den Worten von Präsident Wladimir Putin wegen der Virus-Krise verschoben. Über einen neuen Termin werde nach Empfehlungen der Mediziner entscheiden, kündigt Putin in einer Fernsehansprache an. Durch das Referendum sollen weitreichende Änderungen des politischen Systems vollzogen werden, durch die Putin auch nach Ende seiner Amtszeit 2024 die Geschicke des Landes bestimmen könnte.

14.25 Uhr - CDU-Haushälter Eckhardt Rehberg verteidigt die Aufgabe der Schwarzen Null im Haushalt und die Ausnahme von der Schuldenbremse zur Finanzierung des Hilfspakets. Dieser Mechanismus sei vorgesehen für eine Notsituation, die vom Staat nicht verschuldet worden sei, sagt Rehberg vor den abschließenden Abstimmungen im Bundestag. Damit werde in den Bereichen Gesundheit, Soziales und Wirtschaft das Nötige getan, "was jetzt in einem ersten Aufschlag zu tun ist".

14.25 Uhr - Für das US-Hilfspaket zur Bewältigung der Corona-Krise erhält die Politik Beifall aus der Führungsetage der Notenbank Fed: Der Chef des Fed-Bezirks St. Louis, James Bullard, sagt im Sender CNBC, das zwei Billionen Dollar schwere Paket habe ein angemessenes Gewicht, um dem wirtschaftlichen Schaden entgegenzuwirken.

14.10 Uhr - Der polnische Innenminister kündigt die Verlängerung der Grenzschließung bis zum 13. April an. Polen hatte die Grenzen in der Nacht zum 15. März für zunächst zehn Tage geschlossen.

14.05 Uhr - In Großbritannien ist eine 21-Jährige einem Bericht zufolge an dem Coronavirus gestorben. Die junge Frau habe keine Vorkrankungen gehabt, berichtet die Zeitung "The Sun". Die Familie aus High Wycombe in Buckinghamshire habe die Bevölkerung auf ihrem Facebook-Account aufgefordert, im Haus zu bleiben, um die Ausbreitung des Virus zu stoppen. Der Tod der 21-Jährigen solle als Weckruf angesehen werden, die Pandemie ernst zu nehmen.

13.59 Uhr - Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro wirft Chefs von Regionalregierungen und Bürgermeistern vor, mit Ausgangssperren die Wirtschaft zu zerstören. "Wenn Unternehmen nicht produzieren, werden sie keine Gehälter zahlen", twittert Bolsonaro. Wenn die Wirtschaft zusammenbreche, erhielten auch die Angestellten im öffentlichen Dienst nichts. "Wir müssen Geschäfte öffnen und alles tun, um die Gesundheit der Alten zu erhalten."

13.59 Uhr - NRW will wegen Infektionsgefahr in Justizvollzugsanstalten 1000 Zellen für Quaratänefälle oder Intensivbehandlungen frei bekommen. Justizminister Peter Biesenbach kündigt an, dass einige Häftlinge daher einen Strafaufschub erhielten oder mit einer Strafunterbrechung rechnen könnten. Die Regelung betreffe aber keine Sexualstraftäter oder Gewalttäter mit mehrjährigen Haftstrafen.

13.42 Uhr - In Großbritannien dürfte der Bedarf nach Plätzen auf den Intensivstationen nach Einschätzung eines Experten in den nächsten drei Wochen den Höhepunkt erreichen. Voraussetzung sei, dass die derzeitigen Schutzmaßnahmen so funktionierten wie erwartet, sagt der Epidemiologe Neil Ferguson, der die Regierung berät. Wie viele Menschen sich in den nächsten sechs Monaten mit dem Virus infizierten, hänge stark von der Region ab. Es sei möglich, dass sich bis zu zehn Prozent der Bevölkerung im Großraum London in diesem Zeitraum anstecke.

13.18 Uhr - In Spanien ruft die Armee die Nato-Partner im Kampf gegen das Coronavirus zur Hilfe. Spanien habe dort Corona-Tests, Beatmungsgeräte und Schutzausrüstung angefordert, sagt Spaniens Generalstabschef Miguel Villarroya. In Spanien sind innerhalb der letzten 24 Stunden 738 Menschen an dem Virus gestorben, der stärkste Anstieg seit dem Ausbruch in dem Land.

13.00 Uhr - Papst Franziskus betet mit Christen weltweit gleichzeitig das "Vater Unser". In seinen einführenden Worten sagt das Oberhaupt der Katholischen Kirche, das Gebet richte sich an die Kranken und ihre Familien, Gesundheitshelfer und solche, die ihnen assistierten sowie Behörden, Polizisten und Geistliche. Franziskus hatte am Sonntag alle Christen aufgerufen, gemeinsam am Mittwoch um 12 Uhr italienischer Zeit das "Vater Unser" zu rezitieren.

12.55 Uhr - Eine Allianz aus Leasing- und Konsumfinanzierern befürchtet Belastungen in Milliardenhöhe, wenn sie ihren Kunden in der Coronakrise Leasing- oder Ratenzahlungen stunden. Daraus könne in kürzester Zeit ein potenzielles systemisches Risiko für die gesamte Finanzbranche erwachsen, warnen die Verbände für Leasing, Factoring, Freie Berufe, Franchise, Fuhrparkmanagementgesellschaften sowie des Bankenfachverbands. Daher sollten auch Kreditgeber zinslose staatlich garantierte Liquiditätshilfen in dem Umfang in Anspruch nehmen können, wie sie ihren Kunden Finanzierungsverpflichtungen stunden, fordern sie.

12.33 Uhr - Das Auswärtige Amt hat gemeinsam mit den Reiseveranstaltern inzwischen mehr als 150.000 im Ausland gestrandete deutsche Urlauber zurückgebracht, wie ein Sprecher sagt. Zum Zeitpunkt der weltweiten Reisewarnung seien etwa 200.000 Deutsche im Ausland gewesen. Die Rückholungen gingen weiter. Das Augenmerk richte sich nun auf die schwierigeren Fälle, wo das Ausfliegen nicht so leicht möglich sei.

12.32 Uhr - Russland mobilisiert nach Abgaben des Verteidigungsministeriums im Kampf gegen das Virus sein Militär. Präsident Wladimir Putin habe für die kommenden Tage Übungen der medizinischen Spezialtruppen angewiesen, teilt das Ministerium mit. Auch nukleare, biologische und chemische Spezialeinheiten stünden in den Startlöchern.

12.25 Uhr - Auch Start-ups sollen nun unter den Schutzschirm der Bundesregierung schlüpfen können und von Garantien und Krediten profitieren. Dies sieht ein Reuters vorliegender Antrag von Union und SPD für die Sitzung des Haushaltsausschusses des Bundestages vor, der zur Stunde in Berlin tagt. "Es ist gut, dass die Regierung hier erkannt hat, dass für Start-ups besondere Regeln gelten", sagt der FDP-Haushälter Otto Fricke der Nachrichtenagentur Reuters. "Start-ups sind Teil unserer Zukunft, und über die müssen wir uns jetzt eben auch Gedanken machen."

12.15 Uhr - Die Bundesregierung will aktuell nicht darüber diskutieren, wie die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie wieder heruntergefahren werden sollen. Man wolle die Lage wie geplant nach Ostern neu bewerten, sagt ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums. "Wir erleben eine leichte Abflachung der Infektionskurve." Dies sei jedoch noch kein Grund, Entwarnung zu geben. Deutschland stehe noch am Anfang der Epidemie. Derzeit sei noch nicht abzuschätzen, wie sich die Lage entwickeln werde.

12.02 Uhr - Die Länder der Europäischen Union können einem internen EU-Dokument zufolge nur zehn Prozent des aktuellen Bedarfs an persönlicher Schutzausrüstung gegen das Coronavirus und anderen medizinischen Geräten wie Beatmungsgeräten mithilfe traditioneller Lieferketten decken. Die Verfügbarkeit in ganz Europa sei "weiterhin besorgniserregend", heißt es in den Dokument. Die meisten EU-Staaten verfügten nur über begrenzte Lagerbestände und begrenzte Kapazitäten zur Steigerung der Produktion.

11.50 Uhr - Indien plant Insidern zufolge ein rund 20 Milliarden Dollar schweres Konjunkturpaket zur Bekämpfung des Abschwungs durch die Corona-Krise. Die Regierung habe das Paket noch nicht festgezurrt und es liefen noch Gespräche zwischen dem Büro von Premierminister Narendra Modi, dem Finanzministerium und der Notenbank, sagten zwei mit der Sache vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Das Paket könnte bis Ende der Woche bekannt gegeben werden und noch größer ausfallen.

11.47 Uhr - Am Montag und Dienstag sind vom Bund jeweils eine Million Schutzmasken des Typs FFP2 an die Länder und Kassenärztlichen Vereinigungen verteilt worden, wie das Bundesgesundheitsministerium mitteilt. Vergangene Woche seien in Deutschland etwa 200.000 Menschen auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet worden.

11.45 Uhr - Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) stellt in der Corona-Krise ihren Unternehmenskunden kurzfristig drei Milliarden Euro an zusätzlichen Krediten zur Verfügung, wie die größte deutsche Landesbank mitteilt. Zum Vergleich: Insgesamt finanziert die LBBW nach eigenen Angaben mittelständische und große Unternehmen mit einem Kreditvolumen von aktuell rund 50 Milliarden Euro. Seit Beginn der Woche habe die LBBW mehr als 1000 Anfragen mit Blick auf staatliche Fördermittel erhalten sowie über 300 konkrete Anfragen wegen der KfW-Kredite.

11.38 Uhr - Russlands Präsident Wladimir Putin kündigt wegen der rasanten Ausbreitung des Coronavirus eine Fernsehansprache an. Putin wolle sich im Laufe des Tages an das Volk wenden, teilt der Kreml mit. In dem Land steigen die Zahlen der positiv auf das Virus getesteten Menschen stark an. Zudem gibt es Spekulationen, dass Putin die für den 22. April landesweit geplante Abstimmung über eine Verfassungsänderung verschieben wird.

11.32 Uhr - Der britische Thronfolger Prinz Charles ist nach einem Bericht des Fernsehsenders ITV positiv auf das Coronavirus getestet worden.

11.11 Uhr - Der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees, Thomas Bach, stimmt nach der Verschiebung der Sommerspiele auf Einschnitte ein. Von allen Beteiligten seien Opfer und Kompromisse erforderlich, sagt der Deutsche. Bezüglich eines neuen Zeitpunkts für das weltgrößte Sportereignis werde das IOC am Donnerstag mit zuständigen Sportverbänden sprechen. Am Dienstag waren die Olympischen Sommerspiele in Tokio wegen der Coronavirus-Pandemie verschoben worden.

11.10 Uhr - In den deutschen Kliniken werden nach Angaben der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) derzeit rund 1000 Corona-Patienten auf Intensivstationen behandelt. Insgesamt betreuten die Häuser aktuell bis zu 4000 Corona-Patienten, sagt DKG-Präsident Gerald Gaß den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Die DKG erwartet demnach in den nächsten Tagen eine deutliche Steigerung der Infektionszahlen: "Ich gehe davon aus, dass wir bis Ende dieser Woche mit etwa 70.000 registrierten Infektionen rechnen müssen", sagt Gaß.

11.05 Uhr - Der Präsident des Digitalverbands Bitkom, Achim Berg, fordert für die Zeit nach dem Shutdown eine Strategie, um die Wirtschaft wieder hochzufahren. Dabei müsse die Digitalisierung aller Bereiche eine zentrale Rolle spielen. Kurzfristig seien weitere Maßnahmen nötig, um etwa flächendeckend digitalen Schulunterricht für alle Schüler zu ermöglichen. Telemedizinangebote müssen schnell und unbürokratisch in die Regelabrechnung aufgenommen werden. Auch Ärzte sollten Online-Sprechstunden abrechnen können.

11.02 Uhr - In den Niederlanden hat sich die Ausbreitung des Coronavirus nach Einschätzung des nationalen Gesundheitsinstitus deutlich verlangsamt. Gegenwärtig gehe man im besten Fall davon aus, dass eine infizierte Person nur eine andere Person infiziere. Das bedeute, dass "das exponentielle Wachstum des Ausbruchs aller Wahrscheinlichkeit nach zum Stillstand gekommen ist", sagte Jaap van Dissel vom Reichsinstitut für Gesundheit und Umwelt (RIVM). Die Zahl der neuen bestätigten Fälle in den Niederlanden stieg laut RIVM am Dienstag im Vergleich zum Vortag um 17 Prozent auf 5560. Diese Zahlen spiegelten wahrscheinlich Infektionen von Anfang März wider, bevor die Regierung öffentliche Versammlungen verbot und Schulen schloss, hieß es.

11.00 Uhr - Deutschlands Top-Konzerne können einer Studie zufolge in der aktuellen Krise auf erhebliche Finanzmittel zurückgreifen. Zum Ende des Jahres 2019 lagen die liquiden Mittel der 30 Unternehmen im deutsche Leitindex Dax bei 99,4 Milliarden Euro, wie eine Analyse der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY zeigt. Gleichwohl erwartet EY, dass die Konzerne ihr Geld zusammenhalten und weitere Unternehmen ihre Dividende streichen werden.

10.53 Uhr - Der Bundestag unterbricht seine Sitzung bis 14.00 Uhr. Die Hilfspakete für Unternehmen, Selbstständige, Beschäftigte, Familien und auch Krankenhäuser werden nun unter anderem im Haushaltsausschuss beraten. Am Nachmittag kommt der Bundestag dann erneut zusammen, um die Gesetze zu verabschieden. Dann muss mit der absoluten Mehrheit der Mitglieder des Bundestages, der sogenannten Kanzlermehrheit, auch eine Ausnahme von der Schuldenbremse im Grundgesetz beschlossen werden.

10.54 Uhr - Japan will zur Bekämpfung der Corona-Krise einem Zeitungsbericht zufolge hunderte Milliarden Euro in die Wirtschaft pumpen. Die Regierung bereite ein Konjunkturpaket vor in Höhe von mehr als 56 Billionen Yen (umgerechnet rund 460 Milliarden Euro) vor, schreibt die Zeitung "Nikkei" ohne konkrete Angaben von Quellen. Das entspreche etwa zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts des Landes. Im Rahmen des Programms werde auch über direkte Auszahlungen an Haushalte nachgedacht.

10.50 Uhr - "Drei Millionen Solo-Selbstständige, Handwerker und Freiberufler schaffen Arbeit für zehn Millionen Menschen", sagt Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier vor dem Bundestag. Daher sei der "Schutzschirm" mit Hilfen von 50 Milliarden Euro richtig. "Es ist unser Ehrgeiz, dass vor dem 1. April die ersten Zahlungen bei den Unternehmen ankommen." Mit Krediten und Garantien für Firmen trage die Bundesregierung dazu bei, "dass die Pandemie am Ende nicht Strukturen zerstört, die über 70 Jahre gewachsen sind".

10.45 - Der Handelsverband HDE fürchtet eine Pleitewelle im Einzelhandel, da Kreditbewilligungen zu lange dauern könnten "Unter den gegebenen Umständen halten viele Einzelhändler nicht länger als vier Wochen aus", sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Er forderte daher Nachbesserungen bei dem Entwurf der Bundesregierung. Die Förderbank KfW müsse für 100 Prozent des Ausfallrisikos bürgen, ansonsten müsse die Hausbank eine Bonitätsprüfung vornehmen. "Das dauert viel zu lange und die Hilfe kommt für viele Händler zu spät", Genth. Der Entwurf der Bundesregierung sieht vor, dass die KfW bis zu 90 Prozent des Kreditrisikos übernimmt.

10.40 Uhr - Die Krankschreibungs-Regeln in Deutschland werden wegen der Krise weiter gelockert. Ab sofort können Patienten mit leichten Erkrankungen der oberen Atemwege oder Verdacht auf Corona nach telefonischer Rücksprache eine Bescheinigung auf Arbeitsunfähigkeit für maximal bis zu 14 Tage ausgestellt bekommen. Für die Krankschreibung muss keine Arztpraxis aufgesucht werden. Die Regelung gilt vorerst bis zum 23. Juni, wie der Spitzenverband gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen in Deutschland mitteilt. Bereits seit etwa zwei Wochen durften Ärzte die Patienten für bis zu eine Woche am Telefon krankschreiben.

10.38 Uhr - Gesundheitsminister Jens Spahn verweist im Bundestag darauf, dass viele Menschen den Auflagen Folge leisteten und zuhause blieben. "Diese Disziplin und dieses Verantwortungsgefühl retten jetzt Leben", sagt er. "Die Zeit, die wir jetzt gewinnen, schützt unser Gesundheitssystem vor Überlastung und Überforderung."

10.32 Uhr - CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt beziffert das Volumen des Hilfspakets der Bundesregierung auf etwa 1400 Milliarden Euro. Das sei in etwa die Gesamtsumme an Krediten, Garantien und Hilfen, sagt Dobrindt vor dem Bundestag. "Wir können uns das leisten, weil wir in der Vergangenheit solide gewirtschaftet, solide gehaushaltet haben." Dobrindt mahnt Überlegungen an, wie man die Produktion "von kritischen Gütern" wieder nach Deutschland und Europa zurückhole.

10.30 Uhr - Zur Notwendigkeit des Tragens von Schutzmasken für Mund und Nase sagt RKI-Präsident Lothar Wieler, dass erkrankte und infizierte Menschen eine solche Maske tragen sollten. Der häufigste Übertragungsweg des Coronavirus sei über Tröpfchen, als über Niesen und Husten. Mit einer Maske werde die Streuung entsprechend erheblich reduziert.

10.28 Uhr - Erst zum dritten Mal in 160 Jahren des Bestehens setzt die Tageszeitung des Vatikans, der "Osservatore Romano", den Druck aus. Druckereien und Zusteller könnten in der Epidemie ihre Dienste nicht sicherstellen, sagt der Herausgeber Andrea Monda. Online werde die Zeitung aber weiter erscheinen. Das Blatt hat nur eine Auflage von etwa 5000 Exemplaren, sein Einfluss geht darüber aber weit hinaus, da sie die Haltung des Vatikans zur internationalen Politik und Kirchenfragen wiedergibt. Zehn Exemplare sollen aber weiter gedruckt werden: Sie werden an Papst Franziskus, seinen Vorgänger Benedikt, einige hohe Würdenträger und das Archiv gehen.

10.25 Uhr - Das Robert-Koch-Institut (RKI) befürwortet Überlegungen zum Einsatz von Anti-Körpern Genesener. "Es ist ein sinnvoller Gedanke. Wir müssen alle Konzepte ausprobieren, die wir als sinnhaft erachten", sagt RKI-Chef Lothar Wieler. Das Paul-Ehrlich-Institut arbeite daran.

10.18 Uhr - RKI-Chef Lothar Wieler sagt, es könne derzeit keine Aussage darüber getroffen werden, wann die in Deutschland bestehenden Einschränkungen wieder gelockert werden könnten. Die Epidemie werde sicher "noch einige Wochen" im Land bleiben. Er sei aber optimistisch, dass die Maßnahmen griffen. Wichtig sei, Abstand zu halten, und dass Kranke zu Hause blieben.

10.18 Uhr - Der Staat muss nach Worten von SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich notfalls eingreifen, um die Produktion etwa von Arzneimitteln und Atemschutzmasken auch in Deutschland zu sichern. "Nicht jeden Preis für die Globalisierung dürfen wir zahlen", sagt er vor dem Bundestag. Der Staat "muss dann mit dem Ordnungsrecht nacharbeiten", wenn bestimmte Bereiche nicht so gesichert werden könnten, wie es für das Überleben notwendig sei.

10.15 Uhr - Das Robert-Koch-Institut erklärt, dass grundsätzlich nur Menschen mit Symptomen getestet werden sollen. Das schone die Ressourcen der Labore, sagt RKI-Chef Lothar Wieler. Wer nur leichte Zeichen einer Krankheit habe, solle einfach zuhause bleiben.

10.10 Uhr - Der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, äußert sich zu der Tatsache, dass es in Deutschland bislang relativ wenige Tote gegeben hat. Dies liege zum Teil daran, dass von Anfang an breit getestet worden sei. Deshalb habe man den Erreger vergleichsweise früh entdecken können, und es habe viele milde Fälle gegeben. Zudem seien in Deutschland nicht so viele alte Menschen erkrankt. Wieler betont aber erneut: "Wir sind am Anfang der Epidemie." Natürlich werde die Zahl der Todesfälle steigen. "Es ist völlig offen, wie sich diese Epidemie entwickelt."

10.06 Uhr - Russland verzeichnet einen Rekordanstieg bei der Zahl der Corona-Infektionen. Gegenüber dem Vortag seien 163 neue Fälle bestätigt worden, heißt es auf der Internetseite der Regierung. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Ansteckungen liege damit bei 658.

10.04 Uhr - "In dieser Zeit steht Kooperation vor Konkurrenz", sagt Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt vor dem Bundestag. Die vergangenen Tage seien von einem "kooperativen Miteinander" von Regierung und Opposition geprägt gewesen. "Es ist Zeit, Verantwortung zu übernehmen, damit niemand allein und niemand zurückgelassen wird." Deswegen würden die Grünen "mit voller Überzeugung" dafür stimmen, die Ausnahmeregelung der Schuldenbremse zur Finanzierung der Hilfspakte am Nachmittag im Bundestag zu aktivieren.

09.53 Uhr - Linken-Fraktionschefin Amira Mohamed Ali fordert einen Zuschlag von 500 Euro im Monat als Krisenzulage für Beschäftigte in "systemrelevanten Berufen". Es könne auch nicht sein, dass Pflegerinnen und Pfleger "weiter zu Hungerlöhnen arbeiten", sagt sie. Die Ausweitung des Kurzarbeitergeldes sei richtig, es müsse aber auf 90 Prozent aufgestockt werden. Die Linke fordere eine Sonderabgabe für Multi-Millionäre und Milliardäre zur Krisenbewältigung.

09.50 Uhr - Die Zahl der in Frankreich am Coronavirus verstorbenen Menschen ist nach Angaben des Krankenhausverbandes des Landes deutlich höher als angezeigt. Grund sei, dass die offizielle tägliche Regierungsbilanz nur jene berücksichtige, die in Krankenhäusern sterben. "Die Zunahme der offiziellen Daten ist bereits erheblich, aber die absoluten Zahlen wären zweifellos viel höher, wenn wir zusammenfassen würden, was in Seniorenheimen passiert und wieviele Menschen zuhause sterben", sagte Frederic Valletoux, Präsident des französischen Krankenhausverbandes, im France Info Radio.

09.40 Uhr - "Wenn Gesundheit und Freiheit gleichermaßen gefährdet sind, dann lernt man neu ihren Wert kennen", sagt FDP-Chef Christian Lindner vor dem Bundestag. "Ich denke an meine Omas." Deshalb seien die aktuellen Freiheitsbeschränkungen verhältnismäßig. Viele Beschäftigte vom Krankenhaus bis zur Supermarktkasse erführen nun den Respekt und die Anerkennung, "die ihnen auch in gewöhnlichen Zeiten zuteil hätten werden sollen".

09.28 Uhr - Die Europäische Union muss nach Auffassung der spanischen Außenministern Arancha Gonzalez eine "umfassende und zuverlässige" gemeinsame fiskalische Antwort auf die Coronavirus-Krise geben, um die Märkte zu überzeugen und die Volatilität zu verringern. Die spanische Regierung unterstütze die Emission europäischer Coronabonds, sagte sie am Mittwoch in einem Interview mit "Bloomberg TV". Einige EU-Mitgliedstaaten seien aber anderer Meinung.

09.25 Uhr - Unions-Fraktionschef Ralph Brinkhaus lobt das Engagement der Menschen in Deutschland. Das Land stehe mit der Krise vor der größten Herausforderung seiner jüngeren Geschichte: "Sie betrifft wirklich jeden", sagt Brinkhaus. "Wir werden kämpfen."

09.24 Uhr - AfD-Fraktionschef Alexander Gauland sagt für die Oppositionsfraktion zu, sie werde den Hilfsprogrammen der Bundesregierung "weitgehend zustimmen", wenn sie temporär und auf die Corona-Notlage beschränkt blieben. Gauland eröffnet seine Rede mit dem Hinweis, dass die nationalen Grenzen derzeit strenger kontrolliert würden: "Man kann also die Grenzen schützen. Und wir werden die Bundesregierung bei Gelegenheit daran erinnern."

09.19 Uhr - Für den Nachtragshaushalt von 156 Milliarden Euro muss der Bundestag die Schuldenbremse im Grundgesetz wegen einer außergewöhnlichen Notsituation außer Kraft setzen. "Ich bitte Sie heute, im Namen der Bundesregierung, das zu tun", sagt Finanzminister Olaf Scholz. Das Geld werde benötigt, damit sich Deutschland mit aller Kraft gegen die sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Krise stemmen könne.

09.13 Uhr - Die Bundesregierung tue alles Mögliche und alles Nötige, um die wirtschaftlichen Folgen der Krise abzumildern. "Dafür gibt es kein Drehbuch", sagt Finanzminister Olaf Scholz. Es gehe um drei Dinge: gute Gesundheitsversorgung, Sicherung des Lebensunterhalts von Betroffenen, Schutz von Arbeitsplätzen und Unternehmen.

09.09 Uhr - "Wir erleben eine Krise, die in der Geschichte der Bundesrepublik ohne Vorbild ist", sagt Bundesfinanzminister Olaf Scholz zu Beginn der Bundestagsdebatte über das Hilfspaket. Sie zeige, wie verletzlich jeder sei. "Das was wir jetzt brauchen, ist Solidarität." Deutschland stehe auch an der Seite seiner europäischen Partner. "Das ist keine Sache für uns allein. Wir stehen zusammen."

08.51 Uhr - Die Sorge einer Ansteckung mit dem Coronavirus in den USA treibt chinesische Studenten aus dem Land. Eltern mit genügend Geld besorgen einen Privatjet für ihre Sprößlinge, da immer mehr Charterflüge zwischen China und den USA gestrichen werden. Ein Platz auf einem Flug etwa von Los Angeles nach Shanghai kostet nach Angaben des Unternehmens Air Charter Service 23.000 Dollar. In den USA nimmt die Zahl der Infektionen zur Zeit sprunghaft zu, während es in China laut offiziellen Daten der Regierung keine neuen Ansteckungen mehr gibt.

08.34 Uhr - Das deutsche Jobvermittlungsportal für Erntehelfer wird laut Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) "überrannt". Bis gestern Abend hätten sich 16.000 Menschen gemeldet, die in der Landwirtschaft aushelfen wollten, sagt sie dem "SWR". Die Corona-Krise zeige zudem, wie wichtig es sei, heimische Lebensmittelproduktion flächendeckend vor Ort zu haben. Es zeige sich auch, dass es sinnvoll sei, Lieferketten und Anfahrtswege bei Lebensmitteln möglichst kurz zu halten.

08.18 Uhr - Die Banken und Versicherer in Norwegen sollten der Finanzaufsicht zufolge bis auf weiteres keine Dividende ausschütten dürfen. Das sieht ein Vorschlag der Aufsicht an das Finanzministerium vor. Die Entscheidung darüber müsse aber das Ministerium treffen, hieß es. Der Aufsicht zufolge kommen auf die Banken wegen der Virus-Krise hohe Verluste zu, Versicherer müssen gegen sinkende Zinsen ankämpfen und könnten zudem vor einer sinkenden Bewertung ihrer Vermögensanlagen stehen.

07.58 Uhr - Die OECD sieht die globale Wirtschaft vor einer tiefen Rezession. "Es ist zunehmend wahrscheinlich, dass das Bruttoinlandsprodukt weltweit und in den verschiedenen Weltregionen in diesem und auch in den nächsten Quartalen 2020 schrumpfen wird", schreibt der Generalsekretär der Organisation für Wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD), Angel Gurría, im "Handelsblatt". Er mahnt eine bessere weltweite Zusammenarbeit der Staaten bei den Hilfen gegen die Krise in der Gesundheits-, Forschungs- und Wirtschaftspolitik sowie der Bankenaufsicht an.

07.13 Uhr - Die Zahl der Infektionen in Deutschland ist nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) um 4191 auf 31.554 gestiegen. Die Zahl der Toten habe um 36 auf 149 zugenommen, teilt das Institut unter Verweis auf Daten von Mittwoch, 0.00 Uhr, mit.

05.09 Uhr - Die Deutsche Stiftung Patientenschutz warnt einem Zeitungsbericht zufolge vor katastrophalen Zuständen in der Altenpflege angesichts der Corona-Krise. "Pflegebedürftige, ihre Angehörigen und die Altenpflegekräfte werden von der Politik vergessen", sagt Stiftungsvorstand Eugen Brysch dem Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland" (RND, Mittwochsausgaben). "Sie sind die Verlierer, wenn es um die Verteilung von Desinfektionsmitteln, Atemschutzmasken, Handschuhen und Schutzbrillen geht", beklagt Brysch. Zwar sei es gut, dass Bund und Länder viel täten, um Krankenhäusern und Ärzten zu helfen. Doch auch die Pflege brauche große Unterstützung. "Die Bundeskanzlerin, ihr Gesundheitsminister und die Ministerpräsidenten sollten in der Corona-Krise die Altenpflege endlich zur Chefsache machen", fordert Brysch. Der Staat habe für Verteilungsgerechtigkeit zu sorgen.

05.04 Uhr - "Alles runterfahren ist keine Option", sagt Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer den Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland" (RND, Mittwochsausgaben). "Mit Blick auf unsere Wirtschaft muss das Ziel sein, dass wir unsere Unternehmen, kleine wie große, weiter am Laufen halten." Kramer sagt, unnötige Kontakte sollten zielgerichtet vermieden werden. "Zugleich müssen wir die volkswirtschaftliche Produktion von Lebensmitteln bis hin zur Energieversorgung, von Maschinenbau bis zum Handwerk aufrechterhalten und mit Liquidität versorgen", sagt der BDA-Präsident. "So, wie es vorbereitet wird, werden wir eine Durststrecke von einigen Monaten als Volkswirtschaft durchstehen." Regierung, Parlament und Sozialpartner würden im Moment ihr Möglichstes tun, "damit wir viele Arbeitsplätze sichern".

04.41 Uhr - Die indische Regierung verbietet den Export des Arzneistoffes Hydroxychloroquin. Experten testen das Malaria-Mittel aktuell auf seine Wirksamkeit bei der Behandlung von Patienten, die mit COVID-19 infiziert sind. Anfang dieser Woche sagte der US-Pharmaverband ASHP, Hydroxychloroquin sei knapp.

03.34 Uhr - US-Präsident Trump ist mit dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae-in in Gesprächen über die dringende Lieferung medizinischer Ausrüstung, in erster Linie Testkits zur Feststellung der Infektion. Trump habe versprochen, er werde koreanischen Produzenten helfen, die Genehmigung der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) für die Produkte zu erhalten, teilt das südkoreanische Büro im Blauen Haus mit. Moon sagt Trump seine Hilfe zu und dass Südkorea die Ausrüstung in die USA schicken würde "wenn es in Korea Reserven gibt". Die Aktien des Testkit-Herstellers Seegene steigt sprunghaft um 27 Prozent und SugenTech klettert um 23 Prozent.

03.14 Uhr - Südkorea kündigt an, die Grenzkontrollen für Reisende aus den Vereinigten Staaten bis Freitag zu verschärfen. Die Regierung in Seoul hatte bereits strenge Grenzkontrollen für Besucher aus Europa, China, Italien und dem Iran eingeführt. Einreisende aus den betroffenen Ländern wurden zur Installation einer App verpflichtet, mit der verfolgt wird, ob sie Symptome wie Fieber entwickeln. Zusätzlich trat am vergangenen Donnerstag eine zweiwöchige obligatorische Quarantäne für alle Langzeitankömmlinge aus Europa in Kraft. Premierminister Chung Sye-kyun sagt, dass ähnliche Maßnahmen für Einreisende aus den Vereinigten Staaten spätestens am Freitag umgesetzt werden sollten. Die Korea Centers for Disease Control and Prevention (KCDC) melden 100 neue Coronavirus-Fälle, womit sich die Gesamtzahl der Infektionen im Land auf 9.137 erhöht. Die Zahl der Todesopfer steigt um eins auf 126. Von den neuen Fällen stammen 34 von Reisenden, wie KCDC-Daten zeigen.

02.37 Uhr - Der brasilianische Präsident Jair Bolsonari hält die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus für "Hysterie". In einer Ansprache an die Nation fordert er die Bürgermeister der abgeriegelten Städte Rio de Janeiro und Sao Paulo auf, "zur Normalität zurückzukehren". Bolsonaro wird zunehmend wegen seines Umgang mit dem Virus, den er als "Fantasie" und "kleine Grippe" bezeichnet, kritisiert. Er sagt, die schreckliche Situation in Italien werde sich in Brasilien wegen der jüngeren Bevölkerung des lateinamerikanischen Landes und des wärmeren Klimas nicht wiederholen, ihm selbst als ehemaligem Sportler würde Corona nichts ausmachen. Die Zahl der Todesfälle im Land ist am Dienstag nach Regierungsangaben von 34 auf 46 gestiegen, die Zahl der bestätigten Fälle auf 2.201 von 1.891.

01.59 Uhr - Neuseeland ruft den Notstand aus. Ab Mitternacht (Ortszeit) sei das Land mit einer vollumfassenden Ausgangssperre belegt, erklärt die Regierung. Das Land hatte Stand Mittwoch 47 neue Fälle bestätigt. Die neuseeländische Generaldirektorin für Gesundheit, Dr. Ashley Bloomfield, sagt auf einer Pressekonferenz, dass die Zahl der Fälle noch mindestens 10 Tage weiter steigen würden, bis eine Trendwende erkennbar sei.

01.47 Uhr - In China gehen den Behörden zufolge die Zahl der neuen bestätigten Coronavirus-Fälle zurück. Die Neuerkrankungen fallen von 78 am Vortag auf 48, wie das Gesundheitsamt mitteilt. Alle seien Reisende aus dem Ausland. Damit steigt die Gesamtzahl der bestätigten Fälle auf den chinesischen Festland auf 81.218, die Todesfälle summieren sich zum Ende des Dienstags plus vier auf 3281.

00.32 Uhr - US-Außenminister Mike Pompeo verschärft seine Kritik am Umgang Chinas mit dem Ausbruch des Coronavirus. Er behauptet, dass die Kommunistische Partei weiterhin der Welt Informationen vorenthalte, die benötigt würden, um den Virus aufzuhalten. In einem Interview mit der Radiosendung "Washington Watch" wiederholt Pompeo frühere Vorwürfe, dass Pekings Verzögerung beim Offenlegen von Informationen beim ersten Auftreten des Virus Risiken für die Menschen weltweit geschaffen habe. Dieses Verhalten habe "wirklich Tausende von Leben aufs Spiel gesetzt". "Meine Sorge ist, dass durch diese Vertuschung, diese Desinformation, der Welt immer noch die Informationen fehlen, die sie braucht, um weitere Fälle oder eine Wiederholung einer solchen Epidemie zu verhindern", fügt Pompeo hinzu.

00.14 Uhr - Edmund Stoiber (CSU), Aufsichtsrat des FC Bayern und Ex-Ministerpräsident, appelliert an alle Fußball-Bundesliga-Profis jetzt Normalverdiener-Kollegen zu helfen, die wegen Corona Kurzarbeit anmelden müssen. Wenn etwa ein Fanshop-Mitarbeiter nur noch "1200 Euro netto statt 2000 Euro netto bekommt, dann fehlen 800 Euro", sagt Stoiber der Zeitung "Bild" (Mittwochsausgabe). Dieses Geld müsse auch sein Verein, der FC Bayern, "durch Solidarität der Spieler und der Führung aufbringen". Rund 60.000 Mitarbeiter "normaler Gehaltsklasse" gebe es bei allen Bundesliga-Vereinen, darunter Zeugwarte und Physiotherapeuten. Diese bräuchten Unterstützung, bekräftigt Stoiber. Der CSU-Ehrenvorsitzende gehe davon aus, dass der FC Bayern ab Juni weiter "Geisterspiele" austrägt.

00.08 Uhr - Der ehemalige bayerische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende, Edmund Stoiber, ist einem Medienbericht zufolge davon überzeugt, dass Deutschland den wirtschaftlichen Einbruch infolge der Corona-Krise rasch überwinden wird. Stoiber erinnert im Interview mit der Zeitung "Bild" (Mittwochsausgabe) daran, dass Deutschland in der Finanzkrise vor zehn Jahren fünf Prozent des Bruttosozialprodukts eingebüßt habe. Das habe man ein Jahr später bereits wieder aufgeholt gehabt. Stoiber: "Das macht mich optimistisch, dass wir auch diese Krise meistern werden."

00.01 Uhr - Der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Carsten Linnemann (CDU), hat ein schnelles Ende des Wirtschaftsstillstandes wegen der Corona-Krise gefordert. "Für manche Unternehmen ist jetzt schon die Grenze erreicht", sagte Linnemann zu "Bild" (Mittwoch). "Für die gesamte Volkswirtschaft und unseren Staat wird der Schaden nachhaltig und über Jahrzehnte nicht kompensierbar sein, wenn wir nicht spätestens nach Ostern die Wirtschaft wieder schrittweise hochfahren." Die Zeit bis dahin müsse genutzt werden, um das Virus einzudämmen, und das Gesundheitssystem für die Epidemie zu präparieren.

00.00 Uhr - NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) nennt das Ende der Osterferien in seinem Bundesland (18. April) als Richtpunkt für die Corona-Maßnahmen. Bei "BILD live" sagte Laschet: "Wir haben alle Maßnahmen befristet bis zum 19. April." Wenn die Infektionszahlen runtergehen, sei "Ende der Osterferien der Entscheidungspunkt". Allerdings könne man nicht spekulieren, "weil die Maßnahmen erst einmal wirken müssen". Und: Man könne "eine naturwissenschaftliche Frage nicht politisch entscheiden". Er warnte vor auch Gefahren für die Wirtschaft. Wenn etwa die Automobilproduktion stillstehe, dann werde das "ein Land nicht lange aushalten".

rtr

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Bildquelle: Nacho Doce/Reuters

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