16.47 Uhr - Die US-Fluggesellschaft Delta Air Lines brummt ungeimpften Mitarbeitern höhere Kosten für den Krankenkassenbeitrag auf. Angestellte, die eine Immunisierung verweigerten, müssten zusätzlich 200 Dollar im Monat in das von der Airline gesponserte Programm zahlen, geht aus einer Mitteilung hervor. Der Aufschlag sei wegen des höheren finanziellen Risikos notwendig. Im Durchschnitt habe Delta Air Lines für einen Krankenhaushalt zur Behandlung einer Corona-Infektion 50.000 Dollar pro Person gezahlt.

16.19 Uhr - In den USA ordnet das Verteidigungsministerium nach der vollständigen Zulassung des Corona-Impfstoffs von Biontech und Pfizer eine Impfpflicht für alle Soldaten an. Dem Ministerium zufolge soll mit der Immunisierung sofort begonnen werden. Das geht aus einem Memorandum hervor, das Reuters einsehen konnte. Ein konkreter Zeitrahmen dafür wird nicht genannt. Gut acht Monate nach der Notfallgenehmigung erteilte zuvor die Arzneimittelbehörde FDA dem Impfstoff des Mainzer Unternehmens und seines US-Partners als erstem Vakzin in den USA die vollständige Zulassung.

14.55 Uhr - Die Schweiz hat sich weiteren Impfstoff von BioNTech und Pfizer gesichert. Mit Pfizer wurde ein Vertrag über die Lieferung von jeweils sieben Millionen Dosen im kommenden Jahr und 2023 abgeschlossen, wie Innenminister Alain Berset sagt. Zudem gebe es die Option, weiter sieben Millionen Dosen zu beziehen.

14.30 Uhr - Der Intensivmediziner Christian Karagiannidis zeigt sich besorgt über die Ausstattung auf den Intensivstationen. "Die Zahl der betreibbaren Intensivbetten mit Beatmungsmöglichkeit geht von Monat zu Monat zurück auf jetzt etwa 9000", twittert Karagiannidis. "Viele Kliniken melden uns Personalprobleme. Das Personal ist müde und wird weniger", schreibt der wissenschaftliche Leiter des sogenannte Divi-Melderegisters für Krankenhäuser.

14.07 Uhr - Eine Auffrischimpfung mit dem Covid-19-Vakzin von Johnson & Johnson erhöht die Zahl der Antikörper laut Zwischendaten aus zwei frühen klinischen Studien deutlich. Eine zweite Dosis des Vakzins führt zu einem neunmal höheren Niveau bindender Antikörper als 28 Tage nach Erhalt der ersten Dosis, wie J&J mitteilt. In den kommenden Wochen will J&J zudem noch Daten aus der lang erwarteten Studie, in der Teilnehmer zwei Impfdosen erhielten, veröffentlichen. Im Gegensatz zu anderen Covid-Impfstoffen wird das Vakzin von J&J nur einmal verimpft.

14.00 Uhr - In der Unions-Bundestagsfraktion formiert sich laut "Handelsblatt" Widerstand gegen die Absicht der Koalitionsfraktionen, die Corona-Sonderbefugnisse des Bundes noch einmal zu verlängern. In der Sitzung des Unions-Fraktionsvorstands am vergangenen Freitag hätten sich die stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Carsten Linnemann und Gitta Connemann (beide CDU) sowie Bundestagsvizepräsident Hans-Peter Friedrich (CSU) dagegen ausgesprochen, berichtet die Zeitung unter Berufung auf Teilnehmer. Demnach argumentierten die Abgeordneten, bereits mehr als die Hälfte der Menschen im Land seien geimpft, mit weiter steigender Tendenz. Nun werde immer wieder eine neue Impfquote ausgerufen oder auf Mutationen verwiesen, um weitere Grundrechtseingriffe zu rechtfertigen.

07.55 Uhr - In den USA verzeichnen die Gesundheitsbehörden mindestens 132.127 Neuinfektionen binnen eines Tages. Das ergibt eine Reuters-Zählung auf Basis offizieller Daten. Insgesamt haben sich damit mehr als 38,25 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus steigt um mindestens 1437 auf 630.541. Die USA weisen weltweit die höchsten Infektions- und Todeszahlen auf.

04.33 Uhr - Japan weitet Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie aus. Härtere Regeln gelten nun in acht weiteren Präfekturen, teilt die Regierung mit. Für 21 der 47 Präfekturen, darunter die Hauptstadt Tokio, gilt bereits der Notstand.

04.14 Uhr - Das Robert-Koch-Institut meldet 11.561 neue Positiv-Tests. Das sind 3237 mehr als am Mittwoch vor einer Woche, als 8324 Neuinfektionen gemeldet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 61,3 von 58,0 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 39 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen 24 Stunden auf 92.061. Insgesamt fielen in Deutschland bislang mehr als 3,88 Millionen Corona-Tests positiv aus.

02.00 Uhr - Bayer und RWE prüfen eine Impfpflicht für ihre US-Standorte. "In den USA führen viele Unternehmen eine Impfpflicht ein. Das wird dort im Rahmen von Good Citizenship erwartet. Wir setzen auf Freiwilligkeit, aber natürlich schauen wir uns die Standards in den verschiedenen Ländern, in denen wir Mitarbeitende haben, genau an", sagt die Sprecherin des Energiekonzerns RWE der Zeitung "Rheinische Post" (Mittwochausgabe). Aktuell bestehe auch für die Bayer-Beschäftigten in den USA keine Impfpflicht, aber "es wird auch bei uns in den USA darüber diskutiert, es gibt aber derzeit keine Entscheidung in dieser Richtung", sagte ein Sprecher des Chemiekonzerns dem Blatt.

01.28 Uhr - Mehrere Wirtschaftsverbände warnen die Politik angesichts einer drohenden vierten Corona-Welle vor einem erneuten Lockdown. "Die Hotel- und Gastronomie kann keinen weiteren Lockdown verkraften - weder finanziell, psychisch noch emotional", sagt Ingrid Hartges, Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwochausgaben). Auch der Handelsverband Deutschland (HDE) warnt davor, einen erneuten Lockdown in Erwägung zu ziehen. "Dass sie die Zeit der Ladenschließungen zuletzt hinter sich lassen konnten, war für Händlerinnen und Händler ein Lichtblick. Sie dürfen nicht zurück in die Perspektivlosigkeit geschickt werden", sagt der stellvertretende HDE-Hauptgeschäftsführer Stephan Tromp den Zeitungen. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) erteilt einem möglichen Lockdown ebenfalls eine klare Absage. "Die deutschen Unternehmen setzen auf die Zusage der Politik, einen erneuten Lockdown zu verhindern", sagte Achim Dercks, stellvertretender DIHK-Hauptgeschäftsführer, den Zeitungen. "Nur so kann sich das wirtschaftliche Leben bei steigender Impfquote schrittweise wieder einer neuen Normalität annähern."

00.22 Uhr - Die FDP und die Grünen halten eine Verlängerung der Pandemie-Notlage für verfassungswidrig und wollen am Mittwoch im Bundestag dagegen stimmen. "Die Bundesregierung hat uns auf unsere Nachfrage nicht einmal ansatzweise überzeugend darlegen können, dass eine Überlastung des Gesundheitssystems absehbar droht", sagt FDP-Parteivize Wolfgang Kubicki dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Mittwoch). Dies sei aber die zwingende rechtliche Voraussetzung für die Verlängerung dieser Notlage. Auch Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckhardt sieht durch die Impfstoffe keine Grundlage mehr für eine Verlängerung. "Wir brauchen jetzt eine Regelung, die für die neue Situation passt und der Zahl der Geimpften Rechnung trägt, kein Weiter-so". Das Grundgesetz setze Freiheitseinschränkungen einen engen Rahmen. Sie halte daher eine unveränderte Verlängerung der epidemischen Lage für falsch.

rtr