Nvidia sorgt auf der Tech-Messe CES in Las Vegas für eine Überraschung: Der neue Hochleistungs-Chip „Vera Rubin“ ist bereits in Serienproduktion. Analysten sehen darin einen weiteren Wachstumstreiber für den KI-Boom – und zusätzliches Kurspotenzial für die Aktie.
Jensen Huang macht im Jahr 2026 da weiter, wo er 2025 aufgehört hat: Der Chef des Chip-Giganten pulverisiert die Erwartungen des Marktes und treibt den Kurs seiner Aktie damit auf immer neue Höhen.
KI-Chipsystem „Vera Rubin“ bereits in Produktion
Auf der Technologie-Messe CES 2026 in Las Vegas kündigte Huang an, dass sein nächstes Hochleistungs-Chipsystem mit dem Namen „Vera Rubin“ bereits in voller Produktion sei – und damit deutlich früher auf den Markt kommt, als viele Marktbeobachter erwartet hatten. Die Markteinführung sei für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant, sagte der Nvidia-Boss, der Hochlauf solle außergewöhnlich schnell erfolgen.
Gehört der Blackwell schon zum alten Eisen?
Die Analysten der Citigroup zeigten sich überrascht von der Präsentation und sehen in der neuen Architektur einen klaren Fortschritt gegenüber der aktuellen Blackwell-Plattform. Diese gilt derzeit al das Non-plus-ultra der KI-Chiptechnik. „Vera Rubin“ setze nun auf eine deutlich komplexere Struktur mit sechs komplett neuen Chips und könne die Attraktivität von Nvidias KI-Ökosystem weiter steigern, kündigt Nvidia an. Das wichtigste Signal dabei für Anleger: Nvidia bleibt dem Rest der Branche technologisch einen Schritt voraus.
Produktionsprobleme? Nvidia hat gelernt
Besonders positiv bewerten die Analysten, dass Nvidia offenbar aus den Lieferengpässen beim Übergang von der Hopper-Architektur (H100 und H200) zum Blackwell gelernt hat. Damals musste der Konzern seine gesamte Fertigungslogik umstellen – weg von einzelnen Chips, hin zu kompletten Serversystemen.
„Vera Rubin“ bleibt nun innerhalb des bekannten NVL-Frameworks, was die Produktion deutlich stabiler machen soll. Citi erwartet deshalb, dass Nvidia mögliche Engpässe diesmal wesentlich besser im Griff haben wird. Der schnelle Ramp-up könnte dazu führen, dass Kunden aus Hyperscaler-Rechenzentren und Cloud-Anbieter schneller beliefert werden als bei früheren Generationen.
KI-Chip-Nachfrage noch größer als gedacht
Besonders spannend für die Bewertung der Aktie: Nvidia sieht nach eigenen Angaben ein Aufwärtspotenzial zu den bislang kommunizierten 500 Milliarden US-Dollar KI-Nachfrage für die Jahre 2025 und 2026. Sowohl die Blackwell- als auch die Rubin-Plattform sollen dazu beitragen, dass dieser Markt noch größer ausfällt als bislang prognostiziert.
Damit unterstreicht Nvidia erneut, dass der KI-Boom keineswegs an Dynamik verliert. Trotz immer wieder aufkommender Diskussionen über eine mögliche „KI-Blase“ bleibt die Nachfrage der großen Technologiekonzerne nach Rechenleistung offenbar extrem hoch.
Die Frage wird allerdings sein, wie sich der beschleunigte Ramp-up auf den Wert und den Return on Investment der bisherigen Chiparchitekturen von Typ Hopper und Blackwell auswirken wird. Investoren wie Michael Burry hatten zuletzt kritisiert, dass die Betreiber der KI-Rechenzentren ihre Abschreibungszyklen zu optimistisch – sprich zu lang – ansetzen würden, weil die Chips viel schneller veralten als in den Bilanzen unterstellt.
Nvidia-Aktie bleibt Kerninvestment im KI-Sektor
Citi bestätigte nach der Präsentation die Kaufempfehlung für die Nvidia-Aktie und hält an einem Kursziel von 270 US-Dollar fest. Das entspricht einem Kurspotenzial von 42 Prozent. Die frühe Produktionsreife von „Vera Rubin“ stärke das Vertrauen in die langfristige Wachstumsstory und festige Nvidias dominante Stellung im globalen KI-Markt.
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Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Nvidia.