Kurz nach der Übergabe der Leitung von Berkshire Hathaway an Greg Abel hat Warren Buffett in einem Interview mit dem US-Börsensender CNBC erklärt er, dass das Unternehmen bestens für die Zukunft gerüstet sieht. Es könne "auch in 100 Jahren noch bestehen".

Warren Buffett hat nach über sechs Jahrzehnten zum Jahreswechsel offiziell den CEO-Posten bei Berkshire Hathaway an Greg Abel übergeben. In einem TV-Interview mit dem US-Börsensender CNBC betont der 95-Jährige, dass sein Unternehmen besser aufgestellt sei als jedes andere, um die nächsten 100 Jahre zu überdauern. „Es hat eine bessere Chance, ich denke, hier in 100 Jahren noch zu existieren als jedes Unternehmen, das mir einfällt“, sagt Buffett in dem Interview, das erst am 13. Januar um 19 Uhr Ostküstenzeit ausgestrahlt werden wird (in Deutschland ist es dann der 14. Januar um 1 Uhr nachts).

Buffett erinnerte daran, dass er aus einem angeschlagenen Textilunternehmen ein weltweit diversifiziertes Konglomerat aufgebaut hat, das von Versicherungen über Eisenbahnen bis zu Industrie- und Konsumfirmen reicht und über ein riesiges Aktienportfolio sowie mehr als 300 Milliarden US-Dollar Cash verfügt. „Alles wird gleich bleiben. Ich werde zwar bei der Hauptversammlung nicht auf der Bühne stehen, aber ich sitze in der Direktorensitzung“, sagte Buffett. Anleger können also auf darauf vertrauen, dass Warren Buffett an Bord bleibt – auch ohne öffentliche Präsenz.

Vollständiges Vertrauen in Greg Abel

Buffett signalisierte in dem Gespräch erneut, dass er Greg Abel vollständig vertraut. „Greg wird der Entscheider sein. Ich kann mir nicht vorstellen, wie viel mehr er in einer Woche erreichen kann, als ich in einem Monat“, sagte Buffett. Er fügte hinzu: „Ich würde lieber Greg mein Geld anvertrauen als irgendeinem Top-Investmentberater oder einem der besten CEOs in den USA.“

Abel gilt als bodenständiger, rationaler Manager, der fernab des Rampenlichts lebt. „Er ist kein verzerrter Mensch. Er spielt Eishockey mit seinen Kindern“, erzählte Buffett CNBC. „Wenn die Nachbarn es nicht wüssten, hätten sie keine Ahnung, dass er am 1. Januar der Entscheider eines Unternehmens wird, das fast 400.000 Mitarbeiter beschäftigt und Pläne hat, 50 oder 100 Jahre zu bestehen.“


Signal an die Aktionäre: Stabilität und Solidität bleiben

In seinem TV-Interview macht der legendäre Investor noch einmal deutlich, dass Berkshire Hathaway längst kein Ein-Mann-Unternehmen mehr ist. Auch ohne Buffett als CEO werde das Management diszipliniert und die Kapitalallokation langfristig ausgerichtet bleiben.

Für Privatanleger heißt das: Berkshire Hathaway bleibt eine solide Anlage für langfristige Strategien. Mit Greg Abel an der Spitze, einer breiten Diversifikation und starken Bilanzen ist das Unternehmen darauf vorbereitet, auch in unsicheren Märkten beständig zu wachsen. Buffett verabschiedet sich zwar aus der aktiven Führung, hinterlässt aber ein Unternehmen, das nach seinen Worten die besten Chancen hat, noch in 100 Jahren erfolgreich zu sein.


Im Jahr 2026 investieren wie die Star-Anleger

Mit dem „Best of Billionaires-Index“ von BÖRSE ONLINE erhalten Sie alle Top-Picks von vier Börsenlegenden in einem Zertifikat. Wie das geht, erfahren Sie hier

Lesen Sie auch

Warren Buffetts 15 Ratschläge zum Leben, Sparen und Investieren

oder

Die Erben der Legende: Vier Unternehmen nach dem Buffett-Prinzip

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Berkshire Hathaway.