Deutschlands größtem Geldinstitut droht womöglich ein neuer Skandal. Wie der „Spiegel“ meldet, durchsuchen seit Mittwochvormittag, 10 Uhr, Beamte des Bundeskriminalamts (BKA) die Zentrale der Bank in Frankfurt am Main sowie einen weiteren Deutsche-Bank-Standort in Berlin.
Die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main teilte laut der Meldung auf Anfrage des „Spiegel“mit, dass man „gegen bislang unbekannte Verantwortliche und Mitarbeiter der Deutschen Bank“ ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Geldwäsche führe.
Es gehe um Geschäftsbeziehungen zu ausländischen Gesellschaften aus der Vergangenheit. Es bestehe der Verdacht, dass diese „zum Zwecke der Geldwäsche eingesetzt worden“ seien.
Zu weiteren Hintergründen könne die Staatsanwaltschaft derzeit keine Angaben machen, so der „Spiegel“. Die Deutsche Bank bestätigte gegenüber dem Magazin, dass in ihren Geschäftsräumen »derzeit eine Maßnahme der Staatsanwaltschaft Frankfurt durchgeführt« werde. Man arbeite vollumfänglich mit den Behörden zusammen, wird sich aber zu weiteren Details nicht äußern.
Nach Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ stehen die Ermitlungen im Zusammenhang mit dem russischen Oligarchen Roman Abramowitsch. Geschäfte mit ihm unterliegen seit März 2022 EU-Sanktionen. Die Deutsche Bank soll laut „SZ“ Geldwäche Verdachtsmeldungen verspätet abgegeben haben.
Die Bank trifft die Razzis zu einem extrem ungünstigen Zeitpunkt: Am Donnerstag meldet Deutschlands größtes Geldhaus seien Zhaken für 2025 und lädt zur Bilanzpressekonferenz. Die Fragen der Journalisten dürften sich dort nun zuerst um das heutige Thema drehen, statt um die geschäftlichen Erfolge im abgelaufenen Jahr.
Aktie bricht ein
Die Aktie der Deutschen Bank hatten schon am Vormittag gegen den Trend stetig abgegeben. Nach Bekanntwerden der Meldung fiel der Kurs weiter und notierte zuletzt fast drei Prozent im Minus bei 32,51 Euro (Stand 13.39 Uhr).
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