Wie zuvor schon bei Passat, CC und Eos habe das KBA auch bei diesen Modellen bestätigt, dass sich weder Verbrauch noch Leistung und Geräuschemission durch die Umrüstung verändern, teilte Volkswagen am Mittwoch mit.

Auch bei der Tochter Audi sei der Rückruf angelaufen. Dort habe das KBA die Freigabe für die Modelle A4, A5, A6 sowie für den Geländewagen Q5 mit Zwei-Liter-Motor erteilt. Die Umrüstung des Exeo von Seat mit dem gleichen Motortyp (EA 189) laufe bereits. Damit habe das Kraftfahrt-Bundesamt bisher die Reparatur von insgesamt mehr als 2,5 Millionen Fahrzeugen verschiedener Marken des Konzerns genehmigt. Der Rückruf hatte im Februar mit dem Geländewagen Amarok begonnen, war danach aber ins Stocken geraten, weil das KBA Nachbesserungen beim Passat forderte.

VW hatte vergangene Woche mitgeteilt, dass sich der für das zweite Quartal geplante Rückruf der Modelle mit 1,2-Liter-Motor verzögere. Bis Jahresende wollen die Wolfsburger auch die 1,6-Liter-Wagen umrüsten. Bei diesen muss neben einer neuen Software auch ein Teil eingebaut werden.

Die Besitzer der Dieselautos, deren Umrüstung jetzt freigegeben wurde, werden sukzessive angeschrieben und erhalten einen Termin von ihrer Werkstatt. Die Reparatur wird von der Flensburger Behörde nach Typen zugelassen, weil je nach Bauart eine andere Software nötig ist. Sie soll die illegale Abschalteinrichtung ersetzen, die dafür sorgt, dass die Wagen Abgasgrenzwerte nur auf dem Prüfstand einhalten, nicht aber auf der Straße. Aufgeflogen war der Dieselskandal in den USA, wo noch über eine Lösung für insgesamt fast 600.000 Fahrzeuge verhandelt wird. Weltweit muss Volkswagen rund elf Millionen Dieselfahrzeuge in die Werkstätten rufen oder zurücknehmen. Der größte Teil entfällt mit 8,5 Millionen auf Europa.

Reuters