Die Waffenruhe im Krieg mit dem Iran wurde kurz vor Auslaufen der Frist verlängert. Das steckt konkret dahinter, und so reagieren jetzt die Kurse auf die Nachrichten.
Um 2 Uhr nachts wäre die bisherige Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran ausgelaufen. Dementsprechend waren im Vorfeld die Aktienkurse gefallen und Ölpreise gestiegen, da sich zunächst keine Einigung abzeichnete. Nun gab es quasi in letzter Minute Nachrichten.
Waffenruhe verlängert
So will US-Präsident Donald Trump die Waffenruhe im Krieg mit dem Iran verlängern. Auf Bitten Pakistans werde er von Angriffen absehen, bis die Führung im Iran einen geeigneten Vorschlag unterbreite, teilte er auf seiner Plattform Truth Social mit.
Kurz zuvor hatte Teheran Washington erneut Verletzungen der Feuerpause vorgeworfen. "Iranische Häfen zu blockieren, ist ein kriegerischer Akt und somit ein Verstoß gegen die Waffenruhe", schrieb der iranische Außenminister Abbas Araghtschi auf X. Der Angriff auf ein Handelsschiff und die "Geiselnahme" seiner Besatzung sei ein noch schwerwiegenderer Verstoß.
US-Streitkräfte hatten in der Nacht zu Dienstag einen Öltanker geentert, der zuvor von den USA wegen Zusammenarbeit mit dem Iran mit Sanktionen belegt worden war.
So reagieren die Börsen
Die zuvor gefallenen Börsenkurse konnten sich im Anschluss an die Nachricht etwas erholen, dennoch verbleiben die Futures im nachbörslichen US-Handel im leicht roten Bereich. Der Ölpreis zeigte leichte Abschläge, befindet sich auf Tagesbasis aber weiter 2 Prozent vorn. Gold und Silber zeigten derweil deutliche Verluste. Bitcoin bleibt unbewegt bei 75.000 US-Dollar.
Es scheint, als würde an den Märkten trotz einer Verlängerung der Waffenruhe weiter die Unsicherheit dominieren. Gerade die Rhetorik beider Seiten hatte in den vergangenen Tagen dafür gesorgt, dass die Sorgen um eine erneute Eskalation des Konfliktes wieder hochgekocht waren. Folglich ist die aktuelle Meldung keine Verbesserung, sondern lediglich eine Verzögerung.
Laut Polymarket liegen die Chancen für ein permanentes Friedensabkommen bis Ende Mai aber immerhin bei 56 Prozent.
Enthält Material von dpa-AFX