Die Redaktion hat zehn Persönlichkeiten ausgewählt, die sich in den vergangenen zwölf Monaten durch wertschaffende Entscheidungen und strategische Weitsicht ausgezeichnet haben. Ihren Aktionären haben die Manager der Unternehmen, die in den Auswahlindizes der Deutschen Börse (DAX, MDAX, SDAX) gelistet sind, kräftige Kursgewinne beschert. Die Leser von €uro am Sonntag, BÖRSE ONLINE sowie des Monatsmagazins €uro wählen daraus ihren Top-Favoriten. Aus der Riege der fünf Meistgewählten kürt eine verlagsinterne Jury den Gewinner des Goldenen Bullen.

Frank Appel, Deutsche Post

Seit die Deutsche Post im November 2000 an die Börse ging, ist auch Frank Appel bei den Bonnern an Bord. Seit 13 Jahren steht der promovierte Neurobiologe an der Spitze des Konzerns. Gleich zu Beginn seiner Amtszeit musste Appel das Unternehmen durch die Finanzkrise führen, in der auch die Deutsche Post unter dem weltweiten wirtschaftlichen Einbruch zu leiden hatte. In der Corona-Krise dagegen blüht der Onlinehandel, Post- und Paketdienste sind mehr als je zuvor gefragt. Das hat den Börsenwert der Post seit Jahresanfang um 33 Prozent* steigen lassen.

Andreas Eckert, Eckert & Ziegler

Der Unternehmer gründete den Medizintechniker 1997, seine Idee: Die Berliner verkauften den ersten pharmazeutisch zugelassenen Strahlengenerator, der Krebstherapien auch bei kleineren Patientenzahlen wirtschaftlich werden ließ. Heute läuft das Kerngeschäft mit isotopentechnischen Komponenten für Nuklearmedizin und Strahlentherapie rund, soeben wurde ein Rekordergebnis gemeldet. Trotz Konsolidierung brachte die Aktie seit Jahresanfang rund 117 Prozent Gewinn. Wer das SDAX-Papier seit drei Jahren besitzt, hat seinen Einsatz mehr als versechsfacht.

Joachim Kreuzburg, Sartorius

Der Wirtschaftswissenschaftler baute aus dem Wägespezialisten einen führenden Ausrüster der biotechnischen Pharmaindustrie. Kreuzburg, seit 2005 an der Spitze, stärkte die Stellung im wachstumsträchtigen Segment auch durch Übernahmen wie die der Biopharma-Aktivitäten des US-Konzerns Danaher. Große Impfstoffhersteller nutzen die Bioreaktoren zur Zellzüchtung, die hohe Nachfrage lässt Sartorius rasant wachsen. Der DAX-Aufstieg krönte eine der nachhaltigsten Erfolgsgeschichten der Börse, die Anlegern seit Januar weitere 69 Prozent Gewinn brachte.

Werner Lanthaler, Evotec

Unter Werner Lanthaler schrieb der aufstrebende Wirkstoffforscher aus Hamburg früh Gewinne - eine Ausnahme in der Biotechbranche. Lanthaler setzte zunächst den Fokus auf Dienste wie Auftragsforschung und Entwicklung für die Biopharmaindustrie. Inzwischen wird auch die aufgebaute Pipeline eigener Wirkstoffe gestärkt, etwa durch Mittel aus dem jüngsten Listing an der US-Technologiebörse Nasdaq. Beim Umsatz peilt Lanthaler mittelfristig die Milliarde an - eine Verdoppelung gegenüber 2020. Anleger freuen sich über 34 Prozent Wertzuwachs seit Januar.

Felix Grawert, Aixtron

Der promovierte Elektroingenieur, seit August 2017 an der Spitze, hat aus einer einstigen Schwäche der Firma eine Stärke gemacht und die Technologie der Aachener erfolgreicher auf Anlagen zur Chipherstellung ausgerichtet. Aixtrons Maschinen tragen auf die Scheiben zur Herstellung von Halbleitern hauchdünne Schichten von Atomen auf, neuerdings auch aus den Materialien Galliumnitrid oder Siliziumkarbid. Diese Substrate sind etwa in elektrischen Antrieben oder im 5G-Mobilfunk besser als Silizium - die Kunden danken es Aixtron. Seit Januar legte die Aktie um 28 Prozent zu.

T. Griesel / D. Richter, Hellofresh

Vor zehn Jahren gründeten die beiden Co-Chefs Hellofresh, den Lieferservice für Kochboxen. Der Gedanke, eine Kochidee, das Rezept und die Zutaten für eine komplette Mahlzeit nach Hause zu liefern, online bestellt und als Aboservice, hat sich durchgesetzt. Von Berlin ist das Duo in 15 Länder expandiert, zuletzt nach Norwegen und Italien. Weltweit arbeiten über 15.000 Mitarbeiter für fast sieben Millionen Kunden des DAX-Aufsteigers. Seit Jahresstart legte die Aktie, die im vergangenen Jahr bereits um 150 Prozent gestiegen war, um weitere gut 34 Prozent zu.

Rainer Hüttenberger, Sto

Erfolgreich und in der Öffentlichkeit geräuschlos führt Rainer Hüttenberger seit 2015 den stark auf Europa fokussierten Entwickler von Dämm- und Isolierstoffen für Gebäude. Hüttenberger setzte gemeinsam mit der Inhaberfamilie Stotmeister früh auf Wärmedämm-Verbundsysteme, hier bewegt sich der Mittelständler aus Stühlingen weltweit in der Spitze. Dank Hüttenbergers Riecher für den energetischen Wachstumstrend bestehen die Schwarzwälder auch gegen Riesen wie die französische Saint-Gobain. Die Vorzugsaktie brachte schöne 68 Prozent Plus seit Januar.

Bernd Montag, S. Healthineers

Seit 2015 führt der Physiker die Medizintechniktochter von Siemens. Die weltweite Spitzenposition bei bildgebenden Diagnosegeräten wie Computertomografen (CT) baut Montag durch bahnbrechende Erfindungen wie den soeben vorgestellten ersten Photonen-zählenden CT aus, der bei geringerer Strahlenbelastung schärfere Bilder liefert. Auch die Übernahme des US-Krebstherapiespezialisten Varian wird laut Montag dazu beitragen, dass Wachstum und Rendite des hochprofitablen DAX-Neulings weiter steigen. Die Aktie machte 2021 über 56 Prozent Plus.

Ludwin Monz, Carl Zeiss Meditec

Ludwin Monz kennt seinen Konzern wie kaum ein anderer. 1994 trat der promovierte Physiker als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Forschung bei Zeiss ein. Seitdem hat Monz etliche Hierarchiestufen durchlaufen, vom Entwicklungsleiter bis zum Mitglied des Vorstands. Seit 2010 leitet er die Carl Zeiss Meditec AG. Damals stand die Aktie bei rund zwölf Euro, heute zählt das Unternehmen zu den weltweit führenden Medizintechnikkonzernen und die Aktie notiert über 170 Euro. Allein seit Anfang 2021 ging es mit dem Kurs um fast 58 Prozent nach oben.

Reinhard Ploss, Infineon

Mit zwei milliardenschweren Zukäufen im Silicon Valley baute Reinhard Ploss die Position des Münchner Chipkonzerns in den wachstumsträchtigen Märkten für Automobilchips und Leistungshalbleiter für die Industrie stark aus. Unter dem promovierten Verfahrensingenieur hat sich Infineon zu einem Marktführer bei Chips für die boomende E-Mobilität entwickelt. Innovation bleibt im Fokus, soeben präsentierte Infineon ein Chipmodul für Elektroautos, das dank Bausteinen aus Siliziumkarbid doppelt so viel leistet wie bisherige Modelle. Seit Januar legte die Aktie um 31 Prozent zu.

 


Mitmachen und gewinnen

Als Dankeschön verlosen wir unter allen Teilnehmern ein Samsung-Tablet Galaxy Tab S6 Lite im Wert von rund 390 Euro. Die Gewinnerin oder der Gewinner wird nach Ende der Auszählung per Los bestimmt und anschließend schriftlich benachrichtigt.

So stimmen Sie bis 7. Januar 2022 ab:

Postkarte an: Finanzen Verlag GmbH

"Unternehmer des Jahres"

Bayerstraße 71-73, 80335 München

oder schicken Sie ein Fax an:

089/272 64-189

oder eine E-Mail an:

unternehmer@finanzenverlag.de

Teilnahmebedingungen:

Die Teilnahme am Gewinnspiel ist kostenlos und freiwillig. Teilnahmeberechtigt sind alle Personen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben. Nicht teilnahmeberechtigt sind Mitarbeiter der Finanzen Verlag GmbH und Personen, die mit der Durchführung des Gewinnspiels betraut sind, sowie deren jeweilige Angehörige. Die Teilnahme am Gewinnspiel ist möglich bis zum 7. Januar 2022. Zur Fristwahrung ist der Zugang der E-Mail, des Faxes oder der Postsendung maßgebend. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Eine Barauszahlung, Änderung oder ein Umtausch der Gewinne ist nicht möglich. Gewinnansprüche sind nicht übertragbar. Der Gewinner wird per E-Mail oder Brief benachrichtigt.