EURO AM SONNTAG

Defensive ETFs: So sichern Anleger ihr Depot ab

Defensive ETFs: So sichern Anleger ihr Depot ab

WKN: A0M6U7 ISIN: BMG491BT1088 Invesco Ltd

16,73 EUR
EUR %
21.02.2019 - 08:02
29.01.2019 07:10:00

Das vergangene Jahr hat vielen Anlegern Verluste beschert. Wie sich das Depot mithilfe von Indexfonds absichern lässt, welche Papiere dabei empfehlenswert sind.

von Christoph Platt, Euro am Sonntag

Ohne Schutzausrüstung wäre Eishockey kaum spielbar. Der Puck erreicht Geschwindigkeiten von bis zu 175 Kilometern pro Stunde, das Spiel ist körperbetont und oft kommt es zu ruppigen Szenen. Feldspieler und ganz besonders Torhüter tragen deshalb Helme, Körperpanzer und Polsterungen.



Brutal geht es manchmal auch an den Finanzmärkten zu. Gerade das vierte Quartal 2018 war für die meisten Anleger äußerst schmerzhaft. Weltweit brachen die Kurse an den Börsen ein, der DAX verlor fast 14 Prozent. Nicht erst seit diesen Turbulenzen warnen Experten vor unruhigen Zeiten. Viele Krisenherde sorgen für Unsicherheit, Politik und Zentralbanken werden kritisch beäugt.


Anleger tun gut daran, ihrem Depot Stabilität zu verleihen - das gilt grundsätzlich jederzeit, doch ganz besonders momentan. Die Instrumente dazu sind vorhanden: Wie die Sportler auf dem Eis können sich Anleger gegen die unschönen Seiten des Spiels an den Börsen schützen.

Etliche aktiv gelenkte Fonds, die Halt fürs Depot verheißen, buhlen um die Anlegergunst. Deren Manager versprechen, in volatilen Zeiten für Sicherheit zu sorgen - durch einen Austausch der Titel im Portfolio, durch ein Absenken der Investitionsquo­te, durch den Fokus auf konservative Wertpapiere.

Doch Anleger müssen nicht zu vergleichsweise teuren, aktiven Fonds greifen, um ihre Defensive zu stärken. Auch mit ETFs - passiven Fonds, die einem Börsenindex folgen - lässt sich das Depot stabilisieren. €uro am Sonntag zeigt, welche Möglichkeiten es beim Aufbau einer Kapitalverteidigung gibt und aus welchen Elementen sich die Schutzausrüstung zusammensetzen kann.

Der klassische Schutz vor den Wirren des Aktienmarkts ist der Kauf von Anleihen. Die Wert­papiere werfen feste Zinsen ab und werden, sofern das Unternehmen nicht pleitegeht, am Ende ihrer Laufzeit zum Nennwert zurückgezahlt. Zurzeit sind Anleihen mit eher kurzer Laufzeit zu bevorzugen, da zu erwarten ist, dass die Zinsen in den nächsten Jahren steigen. In einem solchen Szenario fallen normalerweise die Kurse der Anleihen am Markt, weil die neuen Papiere attraktiver sind als die alten. Und je länger die Laufzeit einer Anleihe ist, desto stärker gibt sie nach.

Weil die Zinsen derzeit niedrig sind, ist das Rendite-Risiko- Verhältnis von Anleihen aber längst nicht mehr so gut wie ­früher. Die Erträge sind niedriger, das Kursrisiko ist höher. Dennoch nehmen Anleihen in einem klassisch diversifizierten Portfolio noch immer die Rolle eines Stabilisators ein. Sie sind weniger volatil als Aktien, das Verlustrisiko ist geringer, die Einnahmen sind verlässlicher. In einer Baisse flüchten viele Anleger daher in festverzinsliche Papiere.

Auf Seite 2: Top-Schuldner auswählen



Seite: 1 | 2 | 3

Bildquelle: 123RF

ETF-Finder

Fondsname:
Fondsgesellschaft:
Fondsart:
Jahresperformance:
Währung:
Gesamtkostenquote:
Benchmark:
Volumen:
Mindestalter:
Sortieren nach:

Nachrichten

  • Nachrichten zu ETFs
  • Alle Nachrichten
pagehit