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Fonds vs. ETFs: Wer gewinnt das Rendite-Duell?

Fonds vs. ETFs: Wer gewinnt das Rendite-Duell?

WKN: 885836 ISIN: US6174464486 Morgan Stanley

39,73 EUR
0,52 EUR 1,33 %
15.07.2019 - 08:20
20.06.2019 04:00:00

40 Anlageklassen! Zwei harte Gegner! Wer wird Champion im Rendite-Fight? Von Andreas Hohenadl und Christoph Platt, Euro am Sonntag

Der Wettstreit elektrisiert die Finanzwelt seit Jahren. Unermüdlich kämpfen die Gegner für den Erfolg, für die Ehre und um die Gunst der Anleger: in der roten Ecke die aktiv gemanagten Fonds, in der blauen die passiven Indexfonds. Kämpfer 1 bringt ein beträchtliches Gewicht auf die Waage: Knapp 41 Billionen Euro verwalten Fondsmanager weltweit. Dagegen stecken in ETFs und ähnlichen Produkten ohne aktive Führung nur etwas mehr als vier Billionen Euro.

Doch das Kampfgewicht ist in diesem Fall nicht entscheidend. Der vermeintliche Underdog, der Newcomer, agiert ohne Bürde, während der Gegner eine schwere Last mit sich herumträgt: hohe Gebühren. Die behindern ihn mächtig beim Kampf um die stärkste Rendite.

In €uro am Sonntag geht der Fight in die nächste Runde. Die Redaktion hat ihre Fondsdatenbank ausgewertet und ETFs den aktiv gemanagten Produkten gegenübergestellt - Fondskategorie für Fondskategorie. In 40 Anlagesegmenten war die Zahl an ETFs und aktiven Fonds groß genug, um einen Vergleich sinnvoll durchzuführen. Als Bedingung galt, dass mindestens fünf ETFs und fünf aktive Fonds mit einer Fünfjahreshistorie verfügbar sein müssen. War das der Fall, wurde für beide Fondsarten die durchschnittliche Rendite in diesem Zeitraum berechnet. Anschließend wurde die Leistung der ETFs mit der Leistung der aktiven Fonds verglichen und die Renditedifferenz bestimmt.

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Punktsieg für die passiven Kämpfer


Auf den folgenden Seiten beschreibt die Redaktion, wie der Wettstreit in den wichtigsten Anlagesegmenten ausgegangen ist - und wo es die deutlichsten Unterschiede zwischen den passiven und den aktiven Portfolios gab.

Insgesamt sieht es nicht gut aus für die Gruppe der aktiv gemanagten Fonds. Im Bereich Aktien kann sie zwölf Kategorien für sich entscheiden, indem sie eine höhere Durchschnittsperformance über fünf Jahre zeigt als ETFs. Dagegen haben ETFs in 18 Kategorien die Nase vorn. Der Punktsieg wiegt umso schwerer, weil die ETFs alle bedeutenden Anlagesegmente wie deutsche, europäische, globale und US-Aktien für sich entscheiden können.

In den zehn Rentenfonds-Kategorien können die aktiv gemanagten Fonds mit fünf zu fünf Punkten immerhin ein Unentschieden erringen. Doch ihre Siege fallen knapp aus, wohingegen sie in den Kategorien, in denen die ETFs vorne liegen, teils deutliche Niederlagen einstecken müssen.

Wichtig ist bei dieser Auseinandersetzung, dass es weniger um den Streit geht, wer die bessere Anlagestrategie hat. Beide Arten von Fonds haben ihre Berechtigung. Bei aktiven Fonds entscheidet sich ein Manager bewusst für oder gegen bestimmte Titel. Durch diese Selektion will er in puncto Rendite oder Volatilität besser abschneiden als die Masse der Anleger. ETFs dagegen kommen ohne Führung aus. Sie bilden einen Börsenindex wie den DAX exakt ab und folgen so stoisch der Entwicklung des breiten Markts.

Auf Seite 2: Kosten bremsen den Erfolg


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