Über Jahre hinweg galten Gold-ETFs als schwächelndes Segment. Nach erheblichen Abflüssen, vor allem in den Jahren 2021 bis 2023, schienen viele Investoren diese Produkte aus den Augen zu verlieren. Nun scheint sich ein Trendwechsel abzuzeichnen.

Bereits im vergangenen Jahr „schmolzen“ die globalen Goldabflüsse innerhalb dieses Marktsegments auf weniger als sieben Tonnen dahin. Und in diesem Jahr hat sich der Abwärtstrend ins völlige Gegenteil verkehrt: Physisch hinterlegte Gold-ETFs verzeichnen wieder massive Zuflüsse und verzeichnen dadurch ein eindrucksvolles Comeback.

ETF-Goldbestände erhöhen sich um über 400 Tonnen

Bis zum 22. August 2025 summierten sich die globalen Nettozuflüsse in Gold-ETFs auf 419,8 Tonnen. Mit 219,2 Tonnen erwies sich die Region Nordamerika als besonders „goldhungrig“ gefolgt von Asien (105,1 Tonnen) und Europa (89,8 Tonnen). Aktuell verwalten Gold-ETFs weltweit 3.657 Tonnen Gold, was dem höchsten Wert seit drei Jahren entspricht. Dank des stark gestiegenen Goldpreises bewegt sich der Wert dieser Goldmenge mit knapp 393 Milliarden US-Dollar nahe am Allzeithoch. Angesichts der Tatsache, dass das teuerste Unternehmen der Welt (Nvidia) aktuell eine Marktkapitalisierung von 3.555 Mrd. Dollar aufweist, lässt sich erahnen, dass hinsichtlich des Interesses an Gold-ETFs noch ziemlich viel Luft nach oben existiert.

Erhebliches Nachholpotenzial in Asien

Außerdem eröffnet die Region Asien in puncto Akzeptanz physisch hinterlegter Gold-ETFs ein markantes Nachholpotenzial. Von den insgesamt 3.657 Tonnen ETF-Gold sind lediglich 317 Tonnen, also weniger als neun Prozent der Region Asien zuzuordnen. Mit großem Abstand befinden sich in Nordamerika (1.882,0 Tonnen) und Europa (1.388,4 Tonnen) die höchsten ETF-Goldbestände. Doch am dynamischsten entwickelten sich in den vergangenen 15 Jahren die asiatischen Goldbestände (+2.600 Prozent). Im selben Zeitraum verzeichnete die Region Nordamerika und Europa ein Wachstum von „lediglich“ 28,4 bzw. 114 Prozent.

Keine Abkehr von Gold-ETFs zu erwarten

Derzeit spricht viel für anhaltende Goldzuflüsse bei ETFs, schließlich setzt US-Präsident Trump alles daran, das Vertrauen in den Dollar, in die Geldpolitik und die Wirtschaft zu unterminieren. Während sich der Goldappetit der Notenbanken auf Barren konzentriert, favorisieren viele Privatanleger und institutionelle Investoren börsennotierte Gold-ETFs. Diese lassen sich vor allem kostengünstiger handeln und verwahren.

Allerdings sollte man bei der Auswahl eines konkreten Wertpapiers unbedingt darauf achten, dass dieses einen Lieferanspruch bietet. Dies ist u.a. bei EUWAX-Gold II (ISIN: DE000EWG2LD7) der Fall. Ab einer Stückelung von 100 g oder einem Vielfachen ist die Erstlieferung innerhalb Deutschlands sogar kostenfrei. Außerdem weist das Papier eine Gesamtkostenquote (TER) von 0,00 Prozent p.a. auf. Es fallen also keine laufenden Verwaltungs- oder Lagergebühren an, was sich insbesondere bei einer langfristigen Anlagestrategie auszahlt. Der Spread zwischen An- und Verkauf liegt aktuell bei 1,4 Prozent. Damit fällt er zwar geringer als bei Goldbarren und -münzen zugleich aber auch höher als beim Konkurrenzprodukt XETRA-Gold (ISIN: DE000A0S9GB0) aus, wo die Kennzahl bei lediglich 0,4 Prozent liegt. Trading-orientierte Investoren mit kurzfristigem Anlagehorizont, die höhere Verwahrgebühren und Lieferkosten als vernachlässigbar ansehen, könnten somit auch auf XETRA-Gold ausweichen.

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