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Greif Special Situations: Gewinne mit Spezialsituationen

Greif Special Situations: Gewinne mit Spezialsituationen
04.09.2015 10:00:00

Beim Greif Special Situations setzen die Macher erfolgreich auf Spezialsituationen. Daher soll der derzeit 135 Millionen Euro schwere Fonds bei 150 Millionen geschlossen werden.

Fondsmanager



Dirk Sammüller ist zusammen mit Thomas Einzmann für den Greiff special situations OP zuständig. Seit 2006 ist er bei Greiff Capital Management für Aktien- und Dachfonds zuständig. Mit der Übernahme des Greiff special situations OP als gemeinsamer Investmentmanager wurde die Zusammenarbeit zwischen TBF Global Asset Management und Greiff Capital Management intensiviert. Seit April 2012 ist er für TBF als Senior Portfoliomanager für die defensiven Mandate sowie den Greiff special situations Fund OP verantwortlich.

Anlagestrategie



Der Fondsname "Special Situations" signalisiert schon, dass dieser Fonds ganz und gar nicht ins das normale Raster passt. Denn Fondsmanager Dirk Sammüller legt in der Tat unkonventionell an. Das Fondsportfolio setzt sich aus vier Bausteinen zusammen: Unternehmen mit Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträgen sowie in Squeeze-out Situationen. Zudem setzt Sammüller auf Merger-Arbitrage-Strategien und Aktien in Spezialsituationen. Zu guter Letzt kommen für ihn auch noch Firmen mit nicht bilanzierten Nachbesserungsrechten in Betracht in Betracht, bei denen die angebotenen Abfindungsbeträge in gerichtlichen Spruchverfahren überprüft werden. Titel aus diesen Bereichen sucht der Experte vor allem im deutschsprachigen Raum. "Die Titelselektion von Übernahmeaktien erfolgt mithilfe eines internen, selbst entwickelten Bewertungssystems. Die Gewichtung der einzelnen Bausteine innerhalb des Portfolios variiert dabei im Zeitablauf und hängt vom Zustand des M&A-Marktes ab", sagt Sammüller.

Um stetige, absolut positive Erträge zu erzielen, konzentriert sich der Experte auf Titel, bei denen eine Übernahmeofferte fix ist oder sich der Übernahmeprozess bereits in einem fortgeschrittenen Stadium befindet. "Auf diese Weise können wir die Volatilität des Fonds gering halten", sagt er. Denn der Kurs eines Titels, bei dem eine Übernahme weit vorangeschritten ist, schwankt meist nur noch sehr wenig. Grund: Den überwiegenden Teil der Aktien besitzt der Großaktionär bereits, der Rest ist in den Händen von Spezialisten. Die Großaktionäre sind nun häufig bereit, dem verbleibenden Streubesitz eine "Lästigkeitsprämie" zu zahlen.

Fundamentale Daten berücksichtigt Sammüller bei der Auswahl der Titel nur am Rande. "Die Branche, die Marktkapitalisierung oder die Bilanzen spielen bei einer Übernahme kaum einen Rolle", sagt er. Er fokussiert sich auf die Übernahmesituation per se und untersucht, ob sich im Rahmen des Übernahmeprozesses ein attraktives Chance-Risiko-Verhältnis bietet. Um dieses zu ermitteln, arbeitet der Fondsberater mit selbst entwickelten, übernahmespezifischen Bewertungsmodellen. Deren Ergebnisse dienen ihm als Leitlinie für Investitionen.

Portfolio



Knapp 43 Prozent des Portfolios machen Aktien mit Beherrschungs- & Gewinnabführungsverträgen sowie in Squeeze-out-Situationen aus. Spezialsituationen sind mit knapp 30 und Events mit 14 Prozent gewichtet, der Rest ist Kasse. Unter den Top Ten sind etwa Celesio, Deutsche Postbank, Euwax, Kabel Deutschland, MAN oder Sky Deutschland.

Fazit



Der von TBF Global A.M. gemanagte Greiff special situations ist zwar ein Aktienfonds, doch durch seine spezielle Strategie ist die Volatilität mit nicht einmal vier Prozent sehr gering. Dennoch stimmt die Performance.

Jk



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