Der Goldpreis ist aktuell sehr stark unter Druck geraten und es stellt sich die Frage, wie es jetzt weitergeht. Einige Experten sprechen von einer historischen Kaufchance. Eine Investmentbank liefert eine klare Antwort.
In dieser Woche ist der Goldpreis unter die Marke von 4.000 US-Dollar gefallen. Für einige Experten ist dies eine geniale Einstiegschance, für andere ein Warnsignal. Die DZ Bank hat in dieser Situation nun eine starke These zur weiteren Entwicklung des Edelmetalls veröffentlicht.
Bietet Gold eine historische Kaufchance?
So sieht die DZ Bank den Goldpreis in einem intakten Aufwärtstrend und ist weiter optimistisch. Laut einer veröffentlichten Studie erwartet Analyst Thomas Kulp, dass Gold auf Sicht von zwölf Monaten die Marke von 5.000 US-Dollar wieder erreicht.
Er sieht die Hauptursache für den Kursrutsch in den zinsseitigen Impulsen aus den USA, die allerdings die "kurzfristige Bewertungsebene" beträfen, "nicht aber das langfristige Fundament". So habe erst der US-Arbeitsmarktbericht für Mai die Erwartungen deutlich übertroffen, was die Renditen von US-Staatsanleihen sprunghaft steigen ließ und den Goldpreis belastet habe. Dann sei der Druck durch die erste Zinssitzung unter dem neuen US-Notenbankchef Kevin Warsh weiter gestiegen. Denn dessen Ton habe die Marktteilnehmer veranlasst, ihre Leitzinserwartungen nach oben zu revidieren.
Doch Kulp zufolge trägt die strukturelle Zentralbanknachfrage den Markt unabhängig vom Zinszyklus. Zudem erwartet er 2026 keinerlei Zinsanhebung durch die Fed und rechnet 2027 sogar mit einer Senkung um 0,25 Prozentpunkte in der ersten Jahreshälfte.
Wie geht es mit dem Goldpreis weiter?
Geht es also nach der DZ Bank, so könnte sich aktuell eine spannende Einstiegschance beim Goldpreis ergeben. Doch nicht alle Experten sind so optimistisch. Beispielsweise hat die Deutsche Bank ihre Preisvorhersage kürzlich deutlich reduziert (mehr dazu hier).
Auch charttechnisch ist die Lage beim Goldpreis prekär, nachdem sich in dieser Woche ein sogenanntes Todeskreuz bei dem Edelmetall gebildet hat (mehr dazu hier).
Für alle, die im aktuellen Umfeld klare Prognosen und die besten Tipps rund um Minenaktien wollen, lohnt sich ein Blick in den Börsendienst Goldfolio unseres Experten Markus Bußler.
Häufig gestellte Fragen
Was belastet den Goldpreis?
Der Goldpreis fiel zuletzt aufgrund eines stärkeren US-Dollars, höherer Zinserwartungen und Liquidationen im Bereich spekulativer Anlagen, die möglicherweise Margin-Calls ausgelöst haben.
Was sagen die Analysten zur weiteren Entwicklung des Goldpreises?
Bei den Einschätzungen der Experten zum Goldpreis zeigt sich ein gemischtes Bild. Während die Deutsche Bank ihr Kursziel gesenkt hat, hielt die DZ Bank kürzlich an ihrer sehr optimistischen Einschätzung fest.
Warum steigen die Zinserwartungen und der US-Dollar?
US-Notenbankchef Kevin Warsh hatte bei seinem ersten Auftritt als Vorsitzender der Fed die Bedeutung der Preisstabilität besonders hervorgehoben. An den Finanzmärkten wurde dies als Hinweis für eine mögliche Zinserhöhung im weiteren Verlauf des Jahres gedeutet, was dem Dollar Auftrieb gab.