Können sich Krypto-Fans schon bald auf einen massiven Anstieg des Bitcoins freuen? Ein Top-Experte sieht unter bestimmten Umständen einen Anstieg von 70 Prozent voraus

Der Bitcoin konnte im Jahr 2023 schon viele Krypto-Fans erfreuen. Seit Jahresanfang ist der Preis für die Kryptowährung fast 70 Prozent im Plus bei über 28.600 Dollar. Das liegt unter anderem an der Bankenkrise, die viele Menschen eher hin zu dezentralisierten Währungen treibt. Das ist vom Allzeithoch im November 2021 – der Bitcoin erreichte rund 69.000 Dollar – zwar noch weit entfernt. Doch sagt ein Analyst der Kryptowährung bereits kräftigen Aufwind voraus.

So sagte Geoff Kendrick, Head of FX Research bei Standard Chartered, gegenüber “Insider”, dass der Bitcoin um bis zu 20.000 Dollar steigen könnte. Das entspräche aktuell einem Plus von fast 70 Prozent. Allerdings würde dies nur passieren, wenn es zu einer Zahlungsunfähigkeit der USA kommen würde. Denn Bitcoin ist dafür bekannt, sich in schwierigen Zeiten des allgemeinen Marktes besser zu entwickeln, da sich viele Anleger dann lieber in dezentrale Vermögenswerte flüchten.

Unter diesen Umständen könnte der Bitcoin um fast 70 Prozent steigen

Dass der USA jedoch tatsächlich ein Zahlungsausfall bevorstehen könnte, bezeichnete Kendrick gegenüber Insider als ein "Ereignis mit geringer Wahrscheinlichkeit und großen Auswirkungen“. Im Falle eines Zahlungsausfalls würde der Bitcoin aber auch nicht einfach in die Höhe schießen. "Wahrscheinlich wird er am ersten oder zweiten Tag oder in der ersten Woche etwas niedriger sein." Laut Kendrick würde der Bitcoin zunächst um rund 5.000 Dollar fallen und dann um 25.000 Dollar ansteigen. Und: Nicht bei allen Kryptowährungen würde es sich dann ähnlich verhalten wie beim Bitcoin, denn Währungen wie beispielsweise Ethereum werden eher wie Aktien gehandelt. Diese würden bei einem tatsächlichen Zahlungsaufall der USA also eher fallen.

"Der optimale Handel wäre also wahrscheinlich Long Bitcoin, Short Ethereum. Diese Art von Mischung wäre wahrscheinlich ein guter Ausdruck dafür", so Kendrick gegenüber Insider. Laut dem Medium könnte es schon im Sommer zu einem gravierenden Zahlungsausfall kommen, wenn es dem US-Kongress nicht gelingt, das 31,4 Billionen Dollar schwere Schuldenlimit anzuheben. Es hätte massive Auswirkungen auf der ganzen Welt. Jüngst warnte zudem die Finanzministerin Janet Yellen, dass ein Zahlungsausfall für die US-Wirtschaft zu Massenarbeitslosigkeit, Zahlungsausfällen und höheren Zinsen „bis in alle Ewigkeit“ führen könnte.

Bitcoin – 100.000 Dollar bis nächstes Jahr?

Kendrick ist so oder so optimistisch, was den Bitcoin anbelangt. So gab er erst kürzlich in einer Notiz bekannt, dass die Kryptowährung bis Ende nächsten Jahres auf 100.000 Dollar steigen könnte. Grund dafür seien unter anderem die Bankenturbulenzen und ein erwartetes Ende der strengen Zinspolitik der Fed. "Obwohl es weiterhin Unsicherheitsfaktoren gibt, glauben wir, dass der Weg zur 100.000-USD-Marke immer klarer wird", so Kendrick.

Nach wie vor gibt es jedoch auch Bitcoin-Skeptiker – allen voran das Orakel von Omaha, Warren Buffett persönlich. Der verriet erst kürzlich gegenüber Squawk Box von CNBC: „Etwas wie Bitcoin ist ein Glücksspiel-Token und hat keinen inneren Wert“, so Buffett. "Aber das hält die Leute nicht davon ab, Roulette spielen zu wollen."

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Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bitcoin.