Wer wissen will, wie sich große institutionelle Investoren beim weltgrößten Gold-ETF SPDR Gold Shares positionieren, kommt an den sogenannten 13F-Meldungen nicht vorbei. In Q4 2025 gab es hochinteressante Bewegungen zu beobachten.

Diese Berichte müssen in den USA von institutionellen Finanzinvestoren mit mehr als 100 Millionen Dollar verwaltetem Vermögen quartalsweise bei der Börsenaufsicht U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) eingereicht werden. Sie legen offen, welche Aktien und börsengehandelten Fonds im Depot liegen. Für Anleger sind diese Daten hochinteressant, weil sie zeigen, wo das sogenannte „Smart Money“ investiert ist.

„Smart Money“-Transaktionen unbedingt beobachten

Mit „Smart Money“ sind große, professionell agierende Marktteilnehmer gemeint – etwa Investmentbanken, Hedgefonds oder Vermögensverwalter. Sie verfügen über umfangreiche Research-Teams, Zugang zu Managementebenen und ausgefeilte Risikomodelle. Wenn dieses Kapital in eine bestimmte Anlageklasse fließt, lohnt sich ein genauer Blick. Ein besonders spannendes Beispiel liefern die aktuellen 13F-Daten zum weltweit größten Gold-ETF, dem SPDR Gold Shares (Ticker: GLD). Im vierten Quartal 2025 ist zum Beispiel die Zahl der meldepflichtigen Investoren von 2.938 auf 3.130 gestiegen. Das ist ein deutlicher Zuwachs binnen nur eines Quartals – und ein klares Signal für wachsendes institutionelles Interesse an Gold.

Signifikante Zuwächse gab es beim gemeldeten Exposure dieser Investoren zu vermelden. Dieses stieg nämlich von 49,0 Milliarden auf 53,9 Milliarden Dollar. Binnen drei Monaten flossen also fast fünf Milliarden Dollar zusätzlich in den Gold-ETF. Das zeigt, dass nicht nur mehr Investoren engagiert sind, sondern auch größere Summen darin investiert sind. Besonders interessant: Mittlerweile halten 20 institutionelle Investoren jeweils mehr als eine Million Anteile am SPDR Gold Shares. Morgan Stanley und Bank of America verfügen sogar jeweils über zehn Millionen Anteile. Damit zählen sie zu den beiden größten institutionellen Gold-ETF-Investoren weltweit.

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Gold (ISIN: XC0009655157)

Wer war besonders „goldhungrig“?

Darüber hinaus haben mehrere prominente Marktteilnehmer ihre Positionen im vierten Quartal aufgestockt. Dazu gehören neben Morgan Stanley (+22 Prozent) auch Corient Private Wealth (+571 Prozent), Goldman Sachs (+12 Prozent), Citadel Advisors (+157 Prozent), BNP Paribas (+72 Prozent), Jane Street (+31 Prozent) sowie Marina Management (von 0 auf 1,1 Millionen Anteile aufgestockt). Diese breite Front an Käufen unterstreicht, dass das institutionelle Interesse an Gold nicht nur punktuell, sondern breit abgestützt ist. Warum ist das relevant? Gold gilt seit Jahrhunderten als Krisenwährung und Absicherung gegen Inflation, geopolitische Spannungen und Finanzmarktrisiken. Wenn professionelle Investoren ihre Goldquote erhöhen, deutet das häufig auf eine strategische Absicherung gegen Unsicherheiten hin – etwa im Hinblick auf negative Entwicklungen hinsichtlich Geopolitik, Konjunktur, Staatsverschuldung oder Währungsrisiken.

Hinzu kommt ein zweiter, langfristiger Trend: Auch Notenbanken treten seit Jahren als Nettokäufer von Gold auf. Wenn sowohl Zentralbanken als auch das „Smart Money“ ihre Bestände ausbauen, entsteht ein starkes strukturelles Nachfragefundament. Für ganz normale Privatanleger bedeutet dies: Es kann sinnvoll sein, die eigene Vermögensstruktur zu überprüfen. Niemand muss sein gesamtes Portfolio umschichten. Doch eine sukzessive Aufstockung der privaten Goldreserven – sei es physisch oder über geeignete Anlageinstrumente – kann helfen, das Portfolio robuster gegenüber Krisen zu machen.

Fazit: Die aktuellen 13F-Daten zum SPDR Gold Shares liefern auf jeden Fall ein klares Kaufargument. Das professionelle Kapital setzt verstärkt auf Gold und wenn das „Smart Money“ in großem Stil kauft, sollten Anleger hellhörig werden und Goldinvestments gegenüber zumindest aufgeschlossen sein.

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