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Uran: Mehr Nachfrage, weniger Angebot - steht die Trendwende bevor?

Uran: Mehr Nachfrage, weniger Angebot - steht die Trendwende bevor?

WKN: ISIN: US65340W1018 NexGen Holdings Corp

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20.03.2019 - 09:30
17.12.2017 04:30:00

Der Uranpreis ist seit Fukushima stark gefallen. Jetzt könnte es zur Trendwende kommen. Die Nummer 1 der Branche, Cameco, will das Angebot drastisch verknappen. Von Sven Heckle

Die Meldung kam einem Paukenschlag gleich: Der kanadische Branchenriese Cameco wird die Uranproduktion seiner McArthur-River-Mine vorübergehend einstellen. Weil die Produktion vor dem Hintergrund der am Boden liegenden Uranpreise derzeit aus betriebswirtschaftlicher Sicht schlichtweg sinnlos ist, werden die Förderbänder ab Januar 2018 für zunächst zehn Monate ruhen. Zusammen mit der drastischen Dividendenkürzung um 80 Prozent spart Cameco im kommenden Jahr geschätzte 225 Millionen kanadische Dollar ein.



Die gegenwärtig größten Uranförderländer sind Kasachstan, Kanada und Australien. Sie erzeugen einen Großteil der weltweiten Produktion. Bereits vor rund einem Jahr hatte Kasachstan, der weltweit größte Produzent, eine Produktionskürzung um zehn Prozent beschlossen. Allerdings hatte die staatseigene Kazatomprom in den Monaten zuvor den Uranmarkt mit Material auch förmlich überschwemmt - um Marktanteile um jeden Preis zu gewinnen. Mit Erfolg: Kazatomprom ist vor Cameco die Nummer 1, was Marktanteile angeht.


Camecos Schritt besitzt indes eine ganz andere Sprengkraft. Brancheninsider sprechen vom größten positiven Katalysator für den Sektor, seit der Uranpreis mit der Fukushima-Katastrophe 2011 seine Talfahrt begann. Denn McArthur River ist nicht irgendeine Produktionsstätte, sondern die größte in Betrieb befindliche Uranmine der Welt, die für mehr als zehn Prozent des globalen Angebots steht.

Der weltweite Bedarf steigt



Der Angebotsüberhang auf dem Weltmarkt hat in den vergangenen Jahren jeden Erholungsversuch des Uranpreises im Keim erstickt, die erwartete Unterversorgung auf der Zeitachse immer wieder nach hinten verschoben. Über die Marktentwicklung der kommenden Jahre lässt sich streiten. Dass der Bedarf an Uran angesichts des konsequenten Ausbaus der Uranenergie in vielen Teilen der Welt in den kommenden Jahren zunehmen wird, steht außer Frage. Die vergangenen beiden Jahre brachten das größte Wachstum nuklearer Kapazitäten in den vergangenen 25 Jahren. Allein China will bis zum Jahr 2030 weitere 99 Meiler bauen, auch Länder wie Indien, Russland oder Saudi-Arabien bauen ihre Kapazitäten in den kommenden Jahren massiv aus. Auf der anderen Seite ist die Pipeline neuer Uranprojekte gut gefüllt.

Das kanadische Researchhaus Cantor Fitzgerald rechnet ab dem Jahr 2020 erstmals mit einer Angebotslücke, während die Kollegen von BMO Capital bereits ab dem kommenden Jahr eine Unterversorgung des Uranmarkts ausmachten, der sich in den Folgejahren kontinuierlich ausweiten werde.

Dagegen sehen die Experten von TD Securities noch auf Jahre hinaus ausreichend Material auf dem Markt, was allerdings nicht gegen eine Erholung des Uranpreises spricht. Denn nur bei einem deutlich höheren Preisniveau würden die in der Entwicklung befindlichen Projekte überhaupt bis zur Produktionsreife gebracht, viele der Uranprojekte in Afrika mit vergleichsweise großen Vorkommen, aber niedrigen Mineralisierungsgraden benötigen laut Branchenkennern einen Uranpreis von 80 Dollar je Pfund.

"Keine Mine auf diesem Planeten kann bei einem Uranpreis von 20 Dollar Geld verdienen", bringt es Scott Melbye auf den Punkt. Der 55-Jährige war über 20 Jahre für Cameco tätig und gehört zu den bekanntesten Uranexperten der Welt. Seit September 2014 ist er Executive Vice President von Uranium Energy.

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Bildquelle: Heikki Saukkomaa/Lehtikuva/Reuters, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE

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