Schafft es der DAX diese Woche, neue Höchststände zu erreichen? Worauf es jetzt ankommt und warum unter anderem die Aktien von Siemens Energy und Rheinmetall im Fokus stehen

So richtig bewegt sich der deutsche Leitindex nicht von der Stelle. Fast unverändert steht der DAX derzeit bei 17.923 Punkten. Ähnlich sieht es beim europäischen Pendant, dem Euro Stoxx 50 aus, der bei 4.982 Punkten steht. Der DAX hat es zu Wochenbeginn nicht geschafft, sich dauerhaft über der Marke von 18 000 Punkten zu halten.

Die kommenden Tage stehen die Zinsentscheide der Zentralbanken in den USA, Großbritannien, Japan und der Schweiz auf der Agenda. Die Aufmerksamkeit gilt vor allem der amerikanischen Federal Reserve am Mittwochabend. Eine Beibehaltung des aktuellen Leitzinses gilt als ausgemachte Sache. Wichtiger für die Anleger sollten Hinweise auf den Zeitpunkt der seit langem erhofften Wende in der Geldpolitik sein.

Die jüngsten Inflationsdaten aus den USA hatten Spekulationen auf eine mögliche erste Zinssenkung bereits vor der Juni-Sitzung abgekühlt. Die Aussagen der Fed am Mittwoch dürften „die Richtung der Aktienmärkte in New York und auch in Frankfurt in den kommenden drei Monaten bestimmen", schrieb Analyst Jochen Stanzl vom Broker CMC Markets. Inzwischen rechne nur noch eine hauchdünne Mehrheit mit einer US-Zinssenkung zur Jahresmitte. Die Experten der Dekabank verweisen darauf, dass „die jüngsten (US-)Preisdaten für Januar und Februar unerwünscht hoch waren und im Widerspruch zu der bislang avisierten Leitzinswende im Juni stehen".

DAX (WKN: 846900)

Aktien von Siemens Energy, Rheinmetall und Vonovia an DAX-Spitze

An die Spitze des DAX schaffen es von der Performance derzeit die Aktien von Siemens Energy, Rheinmetall und Vonovia, die alle über drei Prozent im Plus liegen. Siemens Energy erklimmt damit ein Hoch seit August 2023 und kann sich über der 21-Tage-Linie festigen. Die Papiere des Rüstungskonzerns und Autozulieferers Rheinmetall setzten ihre Rekordjagd fort. Mit der Investmentbank Stifel rief ein weiteres Analysehaus ein Kursziel deutlich jenseits der 500-Euro-Marke aus. Vonovia konnte sich nach dem prozentual zweistelligen Kursrutsch am Freitag stabilisieren. Vor dem Wochenende hatte der Immobilienkonzern die Anleger mit einer neuen Dividendenpolitik und veränderten Schlüsselkennziffern verschreckt.

Die beiden Schlusslichter bilden mit einem Minus von über zwei Prozent hingegen DHL und Adidas.

Mit Material von dpa-afx

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