Ein seltenes Bild: Gute Nachrichten für die Aktionäre von Bayer. Doch worum genau geht es hier und was bedeutet das für die angeschlagene Aktie des DAX-Konzerns?

Bayer steht an der Börse massiv unter Druck, was nicht zuletzt am Kursverlauf des Unternehmens deutlich wird. So hat die Aktie seit Jahresbeginn 23 Prozent an Wert verloren. Auf Sicht eines Jahres sind es sogar mehr als 50 Prozent.

Trotzdem kann das Papier am Donnerstag zumindest etwas auf 26,50 Euro anziehen. Ursache sind diese positiven Nachrichten:

Das sorgt für etwas Luft zum Atmen bei Bayer

Denn Bayer hat eine Partnerschaft mit dem US-Riesen Thermo Fisher Scientific geschlossen. Ziel ist die Entwicklung von diagnostischen Tests, um maßgeschneiderte Behandlungsmethoden zu ermöglichen. Von Bayer hieß es dazu:

„Die Zusammenarbeit mit Thermo Fisher Scientific ist eine optimale Ergänzung der Strategie von Bayer im Bereich der Präzisionsmedizin. Es ist unser Ziel, das Angebot der genomischen Tests und der personalisierten Therapien in der Onkologie weiter auszubauen, um den richtigen Patienten zur richtigen Zeit die richtige Behandlung zukommen zu lassen."

Dies ist nicht die einzige positive Nachricht für Bayer. Bereits unter der Woche machte eine Meldung rund um die Beantragung einer Zulassung für ein Medikament gegen Wechseljahresbeschwerden die Runde. Besonders wegen der angeschlagenen Pipeline des Unternehmens und der auslaufenden Patente ist diese Entwicklung wichtig.

Wie geht es mit der Bayer-Aktie weiter?

Trotz dieser positiven Entwicklungen: der darauffolgende leichte Kurssprung sorgt bei Bayer lediglich für ein Aufatmen, keinesfalls aber für einen Befreiungsschlag. Die Aktie befindet sich weiterhin in einem steilen Abwärtstrend und bemüht sich nach den letzten Abverkäufen einen Boden auszubilden.

Grundsätzlich ist das Papier darum eine risikoreiche Turnaround-Wette, die zumindest kurzfristig kaum Aussichten auf Gewinne für Aktionäre bietet.

Bayer (WKN: BAY001)

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Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bayer.