Während der deutsche Leitindex DAX zuletzt ein neues Allzeithoch markierte und den MDAX dabei um 20 Prozentpunkte hinter sich ließ, gibt es eine Versicherungsaktie aus dem MDAX, die sich wesentlich besser entwickelte als Münchener Rück und Co.   

Bei dem Konzern handelt es sich um den in Hannover ansässigen Konzern Talanx, einen Anbieter von Versicherungs- und Rückversicherungsprodukten. 

Der Performancevergleich zeigt, dass Talanx sich keineswegs hinter den großen Versicherungsaktien verstecken muss – ganz im Gegenteil – auf Sicht von einem Jahr lässt die Talanx-Aktie die großen Versicherungskonzerne Münchener Rück, Hannover Rück und Allianz durchschnittlich 40 Prozentpunkte hinter sich. 

Talanx
Talanx versus Münchener Rück, Hannover Rück und Allianz

Rekordgewinn und positiver Ausblick

Die zuletzt vorgelegten Unternehmenszahlen überzeugten auf ganzer Linie. Die Hannoveraner erzielten einen Nettogewinn von 1,58 Milliarden Euro und lag damit nicht nur über den eigenen Erwartungen, sondern auch über den Prognosen der Analysten. Ebenso erfreulich – der Versicherungsumsatz stieg um knapp neun Prozent auf 43,2 Milliarden Euro. Der Vorstand ist für die Zukunft positiv gestimmt und rechnet im laufenden Jahr mit weiterem Gewinnwachstum von etwas mehr als 1,7 Milliarden Euro. Es wird angestrebt, die Dividende zu erhöhen, wobei das Ziel über dem Wert von zwei Euro pro Aktie des Vorjahres liegt. Analysten prognostizieren im Durchschnitt 2,40 Euro pro Aktie. Die genauen Zahlen sollen am 21. März bekannt gegeben werden.     

Berenberg bleibt optimistisch

Die Hamburger Privatbank hat jüngst die Aktie unverändert mit „Kaufen“ und Ziel 76,20 Euro eingestuft. Analyst Michael Huttner überzeugt das qualitativ gute Gewinnwachstum. Mit einer deutlichen Aufstockung bei den Reserven verfügt Talanx über reichlich Puffer im Fall von Großschäden, so der Analyst.   

Talanx

Fazit

Die Aktie markierte jüngst ein neues Allzeithoch und scheint aktuell etwas überhitzt zu sein. Anleger sollten vor dem Einstieg eine Konsolidierung abwarten. Der Anteilsschein ist langfristig aussichtsreich und mit einem KGV 10 fair bewertet.     

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Hinweis auf Interessenkonflikte

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Munich Re.