SAN FRANCISCO/BERLIN (dpa-AFX) - Das Onlinelexikon Wikipedia hat Millionendeals mit den großen Techkonzernen wie Microsoft , Meta und Amazon abgeschlossen. Wie die Wikimedia Stiftung in San Francisco zum 25-jährigen Jubiläum der Wikipedia mitteilte, gehören zu den Kunden des Angebots Wikimedia Enterprise nun auch die Suchmaschine Ecosia sowie die kleineren KI-Anbieter, Mistral AI und Perplexity sowie Pleias und ProRata. Bislang war nur der Google -Konzern Alphabet als Großkunde von Wikimedia Enterprise bekannt.

Nach den Lizenzbedingungen von Wikipedia und Schwesterprojekten wie Wikidata sind die Inhalte weiterhin frei zugänglich und müssen nicht bezahlt werden. Das kostenpflichtige Angebot Wikipedia Enterprise umfasst aber ein Entgelt für die Nutzung der technischen Infrastruktur. Außerdem erhalten die Vertragspartner einen bevorzugten technischen Zugang zu dem großen Content-Pool und den dazugehörigen Metadaten.

Kein Geld von OpenAI

In der Kundenliste fehlt weiterhin der führende KI-Anbieter OpenAI, der beim Training seiner Sprachmodelle intensiv die Inhalte von Wikipedia verwendet hat.

Franziska Heine, geschäftsführende Vorständin von Wikimedia Deutschland, begrüßte die Vertragsabschlüsse. "Dass Meta, Amazon und Co. nun erstmals Wikimedia

Enterprise nutzen - und dies auch öffentlich bekanntgeben - ist ein gutes Signal", sagte sie. Bisher hätten die Unternehmen die freien Inhalte der Wikipedia kostenlos genutzt und die Infrastruktur der Wikimedia-Projekte belastet, ohne dafür immerhin finanziell Verantwortung zu übernehmen.

Wikimedia

Deutschland erwartet, dass weitere Unternehmen, deren Geschäftsmodelle ebenfalls auf dem freien Wissen der Wikipedia basieren, ebenfalls Wikimedia Enterprise nutzen./chd/DP/jha

Quelle: dpa-Afx