HAMBURG (dpa-AFX) - Der Pharmawirkstoffforscher und -entwickler Evotec
Der Umsatz ging im Jahresvergleich um mehr als ein Fünftel auf knapp 157 Millionen Euro zurück, auch hier hatten die Analysten deutlich mehr auf dem Zettel. Konzernchef Christian Wojczewski sprach laut Mitteilung von einem "erwartungsgemäßen Jahresauftakt" und verwies auf einen erheblichen Einmaleffekt im Vorjahr, als Evotec von zusätzlichen Lizenzerlösen profitierte. Obendrein belasteten nun Währungseffekte und eine verhaltene Entwicklung in Teilen des Geschäfts.
Im zweiten Halbjahr erwartet Wojczewski aber eine bessere Entwicklung, unterstützt durch eine Erholung des Marktumfelds. Das Sparprogramm "Horizon" laufe nach Plan und soll positive Effekte im Jahresverlauf beisteuern.
2026 soll der Umsatz so weiterhin zwischen 700 und 780 Millionen Euro erreichen. Im Vorjahr standen noch gut 788 Millionen Euro zu Buche. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) erwartet Evotec zwischen 0 und 40 Millionen Euro nach rund 41 Millionen Euro 2025. Analysten trauen dem Unternehmen derzeit etwa die Mitte dieser Prognosespannen zu.
Bereits Anfang April sprach Evotec von einem "Übergangsjahr" mit umfassenden Sparmaßnahmen. So soll die Zahl der Standorte auf zehn schrumpfen, außerdem sollen nochmals bis zu 800 Stellen wegfallen. Das Programm soll bis Ende 2027 weitgehend umgesetzt werden und bis dahin nochmals nachhaltige Einsparungen von rund 75 Millionen Euro bringen. Parallel dazu würden derzeit "strategische Optionen" geprüft, teilte Evotec aktuell weiter mit, ohne konkreter zu werden./niw/tav/he
Quelle: dpa-Afx