Aktienanleger brauchen starke Nerven
· Börse Online Redaktion
Seit Mitte September ist der Dax im freien Fall - allein in der alten Woche verlor er in der Spitze knapp fünf Prozent. Auch der Dow-Jones-Index in den USA geriet unter die Räder und stürzte seit Montag zeitweise um fast 700 Punkte ab. Für Unruhe sorgten vor allem enttäuschende US-Konjunkturdaten, die die Furcht vor einer deutlichen Abkühlung der Weltkonjunktur verschärften.
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HIOBSBOTSCHAFTEN AUS CHINA?
Für neue Hiobsbotschaften könnte in den kommenden Tagen China sorgen. Am Dienstag stehen die Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) und zur Industrieproduktion an. Analysten gehen davon aus, dass sich das Wirtschaftswachstum der Volksrepublik im dritten Quartal auf 7,2 Prozent von 7,5 Prozent abgeschwächt hat. Das wäre das kleinste Plus seit mehr als fünf Jahren. Etwas optimistischer sind die Experten für die Industrieproduktion gestimmt. Diese dürfte im September etwas stärker zugelegt haben als im August.
Chinas Wirtschaft hat in diesem Jahr einen holperigen Kurs zurückgelegt. Schwankende Exporte, eine Abkühlung der heimischen Nachfrage und ein schwächelnder Immobiliensektor haben die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt zuletzt belastet. Wie es um Deutschland und die Euro-Zone bestellt ist dürften vor allem die Einkaufmanagerindizes für Industrie und Dienstleistungen zeigen, die am Donnerstag auf der Agenda stehen .
Neben den Konjunkturdaten behalten Anleger jedoch auch die die Berichtssaison im Blick. In den USA lassen sich unter anderem Apple (Montag), der Baumaschinen-Hersteller Caterpillar (Donnerstag) und der weltgrößte Paketdienst UPS (Freitag) in die Bücher schauen.
In Deutschland läutet SAP zu Wochenbeginn die heiße Phase des Bilanzreigens ein. Nach Einschätzung von Analysten hat das Unternehmen im dritten Quartal den Konzernumsatz um gut vier Prozent gesteigert und ist vor allem im Geschäft mit Mietsoftware aus dem Internet stark gewachsen. Beim Handelskonzern Metro rechnen Experten im vierten Quartal dagegen mit einem Umsatzrückgang. Ebenfalls auf der Agenda stehen die endgültigen Daimler -Zahlen (Donnerstag) wie auch der Bericht von BASF (Freitag).
Auf Seite 3: VERÖFFENTLICHUNG DER STRESSTEST-ERGEBNISSE RÜCKT NÄHER
VERÖFFENTLICHUNG DER STRESSTEST-ERGEBNISSE RÜCKT NÄHER
Im Fokus dürften in der neuen Woche auch die Bankwerte stehen. Händlern zufolge dürfte die Nervosität vor der Veröffentlichung des EZB-Stresstests zulegen. Schon in den vergangenen Tagen mussten die europäischen Finanztitel zum Teil deutliche Verluste hinnehmen. Die Europäische Zentralbank und die Londoner EU-Bankenaufsicht EBA prüfen in dem zweistufigen Test, ob die großen europäischen Geldhäuser vor der Übernahme der direkten Aufsicht durch die EZB stabil genug sind. Offizielle Ergebnisse für alle rund 130 Teilnehmer an der Belastungsprobe sollen am 26. Oktober vorgestellt werden.
Reuters
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