Aktie des Chemieriesen ist ein solider Dividendenwert – mehr aber leider auch nicht. Doch jetzt nimmt das Papier plötzlich Anlauf auf eine uralte – und damit sehr interessante – Widerstandszone. Was dann passieren kann.

Die Aktie der BASF gehörte jahrzehntelang zu den verlässlichsten Dividendenzahlern im DAX. Doch dann wurde die Ausschüttung im Jahr 2025 für das vorangegangene Geschäftsjahr deutlich gesenkt: von zuvor 3,40 auf 2,25 Euro. So hoch war sie auch in diesem Jahr, und auch für 2027 rechnen Analysten mit keinem Anstieg. Aktuell ergibt sich daraus eine Dividendenrendite von 4,4 Prozent. Nicht schlecht – aber auch kein Grund für Freudensprünge.

Dasselbe lässt sich über den Kurs der BASF-Aktie sagen: Der bewegt sich seit Mai 2022, kurz nach dem Ausbruch des Ukraine-Kriegs, ziemlich regelmäßig in einer Range zwischen 40 Euro und 54,50 Euro. Seitdem stieg sie jedes Jahr vor dem Dividendenstichtag an, um kurz darauf wieder in Richtung 45 und dann 40 Euro abzufallen. So war es auch in diesem Jahr: Im April erreichte der Kurs bei 54,69 Euro sein bisheriges Jahreshoch, seit dem 4. Mai, als die Aktie ex Dividende gehandelt wurde, fiel er.

Kurszielanhebung löst Chartsignal aus

Doch etwas scheint diesmal anders zu sein: Schon am Freitag begann der Kurs wieder zu steigen. Mittlerweile (Montag, 11.05.26) hat er den Dividendenabschlag schon fast wieder aufgeholt. Auslöser dafür war zuletzt eine Kurszielanhebung durch die US-Investmentbank Goldman Sachs. Analystin Georgina Fraser hält auf Sicht von zwölf Monaten jetzt 65 Euro für möglich, statt bisher 63 Euro. Grund für sie sind die jüngsten Quartalszahlen.

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Das sagt die Charttechnik

Damit wird die Aktie jetzt auch charttechnisch interessant: Die Widerstandszone bei 54/55 Euro war bisher unüberwindbar. Doch diesmal eilt der Kurs mit einem enormen Momentum darauf zu. Das zeigt auch der Stochastik-Indikator, der sowohl in der Fast- als auch in der Slow-Variante ein Kaufsignal sendet. Nur der MACD hängt noch hinterher.

Doch Vorsicht, nichts überstürzen: Die BASF-Aktie hat schon sehr oft ein Fehlsignal gesendet. Sollte der BASF-Kurs nun aber in den kommenden Tagen wirklich über 55 Euro schließen und diesen Trend idealerweise noch zweimal bestätigen, wäre das auch für Skeptiker ein ernstzunehmendes Signal zum Einstieg. Denn dann könnten Anleger als Nächstes wieder Kurse bei 62,50 Euro ins Visier nehmen – oder auch die 65 Euro von Goldman Sachs. Vom aktuellen Kurs aus gesehen sind das 21 Prozent Kurspotenzial.

BASF (WKN: BASF11)

Das Worst-Case-Szenario

Wohlgemerkt: Sicher ist das noch nicht, die Bestätigung, dass der Widerstand fällt, steht noch aus.

Umgekehrt gilt: Prallt die Aktie wieder in der Widerstandszone ab und bewegt sich nach Süden, müssten Anleger wieder auf die 40-Marke achten, die immerhin 25 Prozent tiefer liegt. Dann wäre ein baldiger Ausstieg ratsam – und ein Wiedereinstieg erst am unteren Ende des Korridors.

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Häufige Fragen zum Thema

Ist BASF ein sogenannter Dividendenaristokrat?

Nein, dazu müsste BASF die Dividende stetig erhöht und nie gesenkt haben. 2025 wurde die Dividende jedoch gekürzt: von zuvor 3,40 Euro auf nur noch 2,25 Euro.

Welche Dividende zahlt BASF im Jahr 2026?

Die Dividende in 2026 in Höhe von 2,25 Euro wurde bereits ausgeschüttet. Seit dem 4. Mai notiert die BSASF-Aktie ex-Dividende. Analysten rechnen auch im nächsten Jahr mit einer unveränderten Ausschüttung von 2,25 Euro. 

Wo befindet sich die Widerstandszone für den Kurs der BASF-Aktie?

Die BASF-Aktie bewegt sich seit Jahren in einem Korridor zwischen 40 Euro (unten) und 54,50 Euro (oben). Letztere wirken nach oben bisher als Widerstand, währen der Kurs bei 40 Euro regelmäßig eine Unterstützung erfährt und danach wieder nach oben abprallt.

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: BASF.