Die Dividendenrenditen sind im Zuge stark steigender Kurse und sinkender Dividendenzahlungen gefallen. Der DAX versprach zum Monatsbeginn nur noch eine Rendite von 2,9 Prozent, was 13 Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt liegtlag. Im relativen Vergleich bieten Aktien gegenüber Bonds aber weiterhin einen attraktiven Renditeaufschlag, schreibt die DZ Bank in einer aktuellen Studie zur Dividenden-Landschaft.

Wie es in der Publikation weiter heißt, sei generell die Welle von Dividendenstreichungen und -kürzungen abgeebbt, bei den meisten Banken seien die Dividenden bereits ausgesetzt gewesen. Während das Verhältnis von Kürzungen und Anhebungen der Dividendenschätzungen in den USA sogar wieder ein positives Bild zeige, sei in Europa eine ausgeglichene Situation zu beobachten. In beiden Regionen habe sich die Situation damit verbessert.

Seit Jahresanfang seien aber die Dividendenschätzungen deutlich reduziert worden. Während die Kürzungen in Europa mit 25-30 Prozent sehr deutlich ausfielen, zeige sich der DAX mit knapp unter 20 Prozent stabiler. In den USA seien die Ausschüttungen sogar nur um sechs Prozent gekürzt worden. Daher lägen die US-Dividenden nahe an den Höchstständen, die Ausschüttungen in Europa seien hingegen deutlich vom Hoch entfernt. Im Euro Stoxx 50 lägen die Ausschüttungen gar auf dem Niveau von 2005. Dies sei auch auf den hohen Anteil von Finanzwerten zurückzuführen, welche die Dividenden aufgrund einer entsprechenden EZB-Empfehlung hätten aussetzen müssen.

Im Assetklassenvergleich schneiden die Dividendenrenditen in Europa laut DZ Bank aber attraktiv ab. Die Notenbanken seien so expansiv ausgerichtet wie nie zuvor und sollten diesen Kurs beibehalten. Der Aufschlag der DAX-Dividendenrendite gegenüber zehnjährigen deutschen Bundesanleihen liege bei 3,2-Prozentpunkten. Vom Hochpunkt im März bei 4,6 Prozent habe sich der Wert jedoch reduziert, da die Dividendenrenditen gefallen seien und sich die Bondrenditen seitwärts entwickelt hätten.

Der Aufschlag gegenüber den Renditen der risikoreicheren Unternehmensanleihen (EUR Corp. BBB 5 Jahre) betrage 2,2-Prozentpunkte und liege auf dem durchschnittlichen Niveau der vergangenen vier Jahre. Beide Werte lägen jedoch über den historischen Werten. Dividendenpapiere bieten somit attraktive Renditeaufschläge, so die DZ Bank.

Die Studien-Autoren haben auch nach aussichtsreichen Dividendenpapieren im Anlageuniversum gescreent. Zusätzlich zur Dividendenrendite haben die Analysten dabei sowohl die Nachhaltigkeit der Dividenden als auch weitere Fundamentaldaten und Bewertungskennzahlen berücksichtigt. Wie es erläuternd heißt, kann dadurch der Erfolg gesteigert, sowie das Risiko reduziert werden. Wir empfehlen defensiv orientierten Investoren, auf unsere "Dividendenaristokraten" zu setzen. Für Investoren mit höherer Risikobereitschaft empfehlen wir Aktien mit attraktiver Dividendenrendite und Kurspotenzial. Details zum Screening

BÖRSE ONLINE hat sich das Screening zu den von der DZ Bank als deutsche Dividenden-Aristokraten bezeichneten Aktien angesehen und dabei fünf Titel aus dem DAX herausgepickt, denen die Analysten nicht nur gute Qualitäten als zuverlässige Zahler zubilligen, sondern bei denen man für die Aktien dieser Unternehmen auch noch eine Kaufempfehlung abgegeben hat. Nachfolgend stellen wir dieses Quintett näher vor.


Allianz-Aktie



Zu den verlässlichen Ausschüttern mit DZ Bank-Kaufempfehlung zählt die Allianz. Nach Angaben der Analysten hat der deutsche Versicherungskonzern in den vergangenen 20 Jahren stets eine Zahlung geleistet. In 19 von 20 Fällen ist die Ausschüttung zumindest stabil geblieben und in 15 Fällen hat man die Dividende sogar erhöht.

In den vergangenen zehn Jahren gab es sogar nie eine Senkung, aber dafür acht Erhöhungen. Die durchschnittliche Steigerungsragte bei der Dividende belief sich im vergangenen Jahrzehnt auf acht Prozent p.a. Die Ausschüttungsquote betrug in den vergangenen drei Jahren im Schnitt 54 Prozent.

Die DZ Bank rät hier mit einem Kursziel von 210,00 Euro zum Kauf. Das heißt, gemessen an einer aktuellen Notiz von 183,90 Euro ergibt sich theoretisch ein Aufwärtspotenzial von 14,2 Prozent.

Hinzu kommt eine für das Geschäftsjahr 2020 geschätzte unveränderte Dividende von 9,60 Euro je Aktie, so dass auch noch die Chance auf eine Dividendenrendite von 5,22 Prozent hinzukommt. Die Schätzungen für die Geschäftsjahre 2021 und 2022 sehen außerdem Zahlungen von erneut 9,60 Euro bzw. von 10,65 Euro je Anteilsschein vor. Die Schätzung für den Gewinn je Aktie im kommenden Jahr bewegt sich übrigens bei 19,25 Euro, so dass sich basierend darauf ein einstelliges KGV ergibt.

Laut dem zuständigen Analysten Thorsten Wenzel hat das Zweitquartalsergebnis insgesamt signalisiert, dass die Allianz in dem krisenhaften Umfeld robust aufgestellt ist. Die Solvabilitätsquote sei zwar Ende Juni 2020 auf 187 Prozent (erstes Quartal: 191 Prozent, Ziel: 180 Prozent) weiter gefallen und etwas schlechter als erwartet aufgefallen, aber noch auf einem soliden Niveau.

Die Ergebnisbelastungen im Zuge der Coronavirus-Krise verhinderten zwar, dass die ursprünglichen Gewinnziele erreicht werden, seien aber verkraftbar. Sofern es nicht zu einer 2. Welle der Pandemie bzw. zu erneuten "Lockdowns" komme, stünden die Chancen für ein verbessertes 2. Halbjahr 2020 gut.

Charttechnik


Der Aktienkurs der Allianz hatte es seit Ende 2008 unter einigen Schwankungen geschafft, sich letztlich kontinuierlich nach oben zu schrauben. Konkret stieg die Notiz von November 2008 bis Februar 2020 von 46,07 Euro auf 232,05 Euro. Die Covid-19-Pandemie hat diesem Aufwärtstrend dann aber ein jähes Ende bereitet. Im März hatte sich der Kurs mit einer da erreichten Schlussnotiz von 117,00 Euro gegenüber dem Rekordhoch fast halbiert. Das Zwischentief hat der Titel zwar wieder hinter sich gelassen, seit Anfang Juni hat sich aber ein Seitwärtstrend mit einer oberen Begrenzung bei 192,24 Euro entfaltet und erst ein Ausbruch daraus nach oben würde charttechnisch gesehen neuen Schwung versprechen.


Profil


Die Allianz ist einer der weltweit größten Versicherungskonzerne. In Deutschland ist die Allianz Marktführer. Das Geschäft gliedert sich in drei Kerngeschäftsfelder: Schaden- und Unfallversicherung, Lebens- und Krankenversicherung sowie Asset Management.

Siemens-Aktie



Als einen weiteren Vertreter aus dem DAX hat die DZ Bank auch Siemens als Dividenden-Aristokraten eingestuft. Wie man konstatiert, hat der Mischkonzern mit den Schwerpunkten Technologie und Elektrotechnik in den vergangenen Jahren stets gezahlt, nie eine Senkung vorgenommen, aber dafür immerhin 15 Mal die Ausschüttung erhöht.

Im vergangenen Jahrzehnt gab es folglich auch stets eine Zahlung, nie eine Kürzung, sondern acht Erhöhungen. Die durchschnittliche Wachstumsrate in den vergangenen zehn Jahren betrug dabei den Angaben zufolge vier Prozent p.a. Die Ausschüttungsquote bewegte sich in den vergangenen fünf Jahren im Schnitt bei 56 Prozent.

Das Anlageurteil lautet auf Kaufen und das damit verbundene Kursziel beträgt 140,00 Euro. Das ist eine Vorgabe, die sich um 18,5 Prozent über der aktuellen Notiz von 118,14 Euro bewegt. Der Wert ist im Übrigen auch ein Mitglied in der globalen Aktienideen-Liste der DZ Bank.

Die Dividendenschätzung für das Geschäftsjahr 2019/2020 (Geschäftsjahresende 30. September) bewegt sich bei 2,50 Euro, nachdem für 2018/19 noch 3,90 Euro je Anteilsschein flossen. Die Prognosen für die beiden Folgejahre betragen 3,50 Euro bzw. 4,50 Euro je Aktie. Für das noch laufende Geschäftsjahr errechnet sich damit eine Dividendenrendite von Prozent.

Die Vorhersage zum Gewinn je Aktie in 2019/20 geht für das noch laufende Geschäftsjahr von einem Rückgang von 8,29 Euro auf 6,71 Euro aus. Für die beiden nächsten Jahre kalkuliert man mit 7,57 Euro bzw. mit 9,01 Euro. Auf letztgenannter Basis ergibt sich damit ein geschätztes KGV von 13,1.

Zur Begründung des positiven Anlageurteils heißt es ansonsten allgemein noch wie folgt: Siemens durchläuft gerade einen wesentlichen Transformationsprozess (Vision 2020+: Portfolioumbau, Reorganisation teils in gelistete Einheiten sowie Restrukturierung & Optimierung). Nach der aktuellen Corona Krise sollte die Erreichung der Mitte der avisierten Ziel-Margen-Korridore die Gewinndynamik mittelfristig erhöhen.

Verlustbringer würden über die Zeit hinweg profitabel gemacht. Durch die (Teil-)Abspaltung von Gas & Strom (inkl. der Siemends-Gamesa-Anteile) könnte sich der Konglomeratsabschlag reduzieren. Erhöhter Cash Flow Fokus und das globale Setup unterstützten ebenfalls.

Charttechnik


Bei Siemens war das Kursgeschehen in den vergangenen Jahrzehnten von zahlreichen Schwankungen bewegt. Starken Aufwärtsbewegungen folgten immer wieder auch spürbare Abwärtsbewegungen. Den letzten herben Rückschlag gab es im Zuge der generellen Covid-19-Baisse, aber diesen Einbruch hat die Notiz sogar schon wieder wettgemacht. Das Maß aller Dinge ist das im April 2017 bei 133,20 Euro aufgestellte Schlussrekordhoch. Denn ein Sprung darüber wäre ein wirklich bedeutsames prozyklisches charttechnisches Kaufsignal.


Profil


Siemens fokussiert sich auf Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung für Industrie- und Infrastrukturlösungen sowie Schienenfahrzeug- und Medizintechnik & Diagnose ("Siemens Healthineers"). Nach der Abspaltung ihrer Energiesparte bleibt Siemens mit 35 Prozent an "Siemens Energy" (konventionelle Kraftwerke & Energieübertragung) bzw. 67 Prozent an "Siemens Gamesa" (Windkraft) beteiligt

FMC-Aktie



Unter den Dividenden-Aristokraten führt die DZ Bank auch Fresenius Medical Care (FMC). Das ist auch nicht anderes zu erwarten, schließlich kann der Anbieter von Dialyseprodukten und -dienstleistungen mit einer blütenweisen Weste in Sachen Ausschüttungen aufwarten. Würde in den vergangenen 20 Jahren doch stets eine Zahlung geleistet und nie eine Kürzung vorgenommen. Vielmehr kam es Jahr für Jahr zu einer Anhebung der Zahlung.

Auch für das laufende Geschäftsjahr rechnet der zuständige Analyst Sven Kürten mit einer Anhebung der Dividende. Und zwar kalkuliert er mit einer Zahlung von 1,28 Euro je Aktie nach 1,20 Euro für das Vorjahr. Den Vorhersagen zufolge sollen den Aktionären für die beiden kommenden Geschäftsjahre dann 1,41 Euro bzw. 1,55 Euro je Anteilsschein zukommen.

Wie die DZ Bank vorrechnet, bewegte sich die Ausschüttungsquote in den vergangenen fünf Jahren im Schnitt bei 26 Prozent. Die Zahlungen kann man sich also so gesehen leisten. Zudem stieg die Ausschüttung im vergangenen Jahrzehnt um durchschnittlich sechs Prozent p.a.

Auch dieser DAX-Vertreter ist mit einem Kauf-Votum versehen. Das Kursziel ist auf 98,50 Euro festgezurrt. Das ist eine Vorgabe, die um rund 37 Prozent über der aktuellen Notiz von 71,90 Euro liegt. Zudem winkt laut der DZ Bank-Schätzung für 2020 eine Dividendenrendite von 1,78 Prozent.

Zur Begründung des vorteilhaften Anlageurteils führt man folgendes aus: "Die Dialyse ist eine lebenswichtige, selbst in der Coronavirus-Krise nicht aufschiebbare Behandlung. Deswegen sehen wir Fresenius Medical im Vergleich zu vielen anderen Wirtschaftsunternehmen als einen relativ sicheren Hafen für Investoren an."

Das Unternehmen habe sehr gute Zahlen für das zweite Quartal 2020 berichtet. Dabei sei das Basisgeschäft hervorragend gelaufen und unterlege die hohe Resilienz der Gesellschaft gegenüber der Covid-19-Pandemie. Auch der positive Jahresausblick sei trotz der nun berücksichtigten Covid-19-Effekte bestätigt worden.

Die DZ Bank hat in Reaktion auf das Zahlenwerk zum Halbjahr die Gewinnschätzungen für 2020 und die Folgejahre etwas erhöht. Die Prognosereihe je Aktie von 2020 bis 2022 gestaltet sich folgendermaßen: 4,35 Euro, 4,78 Euro und 5,29 Euro. Auf letztgenannte Basis ergibt sich damit ein geschätztes KGV von 13,6.

Charttechnik


Was die Aktien von FMC von September 2002 bis Januar 2018 zustande brachten, war aller Ehren wert. Stieg die Notiz doch damals von 6,87 Euro auf 93,00 Euro. Insgesamt hat sich in den vergangenen Jahren aber ein Seitwärtstrend breit gemacht. Dessen untere Begrenzung beträgt 55,58 Euro, so dass man sich aktuell grob gesprochen in der Mitte der zuletzt gültigen Range bewegt. Hilfreich wäre es charttechnisch gesehen, wenn es gelingen sollte, das bisherige Jahreshoch von 79,00 Euro zu toppen.


Profil


Im Falle von Fresenius Medical Care ist der weltweit führende Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für Menschen mit chronischem Nierenversagen. FMC versorgt in seinem weltweiten Netz von rund 4.000 Dialysekliniken mehr als 345.000 Patienten. Gleichzeitig hat FMC 45 Produktionsstätten, um Dialyseprodukte wie Dialysemaschinen, Dialysatoren und zugehörige Einwegartikel anzubieten.

Bayer-Aktie



Als einen weiteren Dividenden-Aristokraten aus dem DAX bezeichnet die DZ Bank die Bayer-Aktien. Das ist auch völlig nachvollziehbar, da die Ausschüttung in den vergangenen 20 Jahren stets geflossen und 18 Mal mindestens stabil geblieben ist. Genau genommen kam es in dieser Zeitspanne sogar zu 15 Erhöhungen.

In den vergangenen zehn Jahren gab es überhaupt keine Senkung und in neun von zehn Fällen stieg die Dividende. Eine Tradition, die nach Einschätzung der DZ Bank jetzt erst einmal unterbrochen werden dürfte. Zumindest sehen die Prognosen für die Geschäftsjahre 2020 und 2021 nur eine unveränderte Dividende von 2,80 Euro je Aktie vor. 2022 sollen dann laut Vorhersage aber wieder etwas höhere 2,90 Euro je Aktie fließen.

In den vergangenen zehn Jahren war die Dividende im Schnitt um sieben Prozent p.a. gestiegen. Die Ausschüttungsquote bewegte sich in den letzten fünf Jahren bei 41 Prozent. Nimmt man die Dividendenschätzung für das übernächste Jahr als Basis, dann errechnet sich derzeit eine Rendite von immerhin 5,2 Prozent.

Die DZ Bank hat den Titel als Kauf eingestuft. Das vom zuständigen Analysten Peter Spengler vergebene Kursziel beträgt 75,00 Euro. Das heißt, verglichen mit der aktuellen Notiz von Euro hat dieser Wert fast 35 Prozent Luft nach oben.

Wie es allgemein heißt, gehe das Management beim Ausblick für 2020 trotz der COVID-19-Belastungen von einer Margenexpansion und organischem Wachstum aus. Es sei ein Vergleich zur Beendigung des Glyphosat-Rechtsstreits in den USA in Höhe von 9,5 Milliarden Euro vorgestellt worden. Im Umgang mit zukünftigen Glyphosat-Klagen gebe es aber noch keine Einigung mit dem zuständigen Richter. Bayer habe dafür ursprünglich rund eine Milliarde Euro eingeplant gehabt. Der Ausgang ist offen.

Die Unsicherheit über die Behandlung künftiger Glyphosat-Klagen bestehe folglich fort und laste auf der Bayer-Aktie. Man trage dieser Situation mit einem hohen Risikoabschlag in Höhe von fünf Milliarden Euro Rechnung. Gleichzeitig erwarten die DZ Bank, dass es bis Ende des Jahres zu einer Einigung kommt, da die beteiligten Gruppen (Kläger, Bayer, Justiz) großes Interesse an einem Vergleich hätten.

Charttechnik


Wer bei Bayer von März 2003 bis April 2015 als Aktionär mit an Bord war, der dürfte sich freuen. Schließlich kletterte der Kurs des Unternehmens da von 9,63 Euro auf 143,88 Euro. Aus einem Abwärtstrend ist aber längst ein Abwärtstrend geworden. Im März kostete der Titel sogar im Zwischentief nur noch 47,50 Euro. Ein Versuch, sich davon nachhaltig nach oben abzusetzen ist versandet und aktuell spricht das Chartbild eher für einen erneuten Test des genannten Jahrestiefs als für einen Sprung über den derzeit noch völlig intakten Abwärtstrend.


Profil


Bayer ist ein global agierendes Life Science-Unternehmen mit den Segmenten Pharma (verschreibungspflichtige Medikamente), Consumer Health (verschreibungsfreie Medikamente) und Crop Science (Pflanzenschutz und Saatgut).

Deutsche Post-Aktie



Als letzten Wert in diesem Beitrag stellen wir als Dividendenaristokrat aus dem DAX basierend auf einem Screening der DZ Bank die Valoren der Deutschen Post vor. Hier bringen 20 Zahlungen in 20 Jahren einen Status als zuverlässiger Ausschütter. In 19 von 20 Fällen blieb die Dividende mindestens stabil und 14 Mal gab es sogar Erhöhungen.

Für die vergangenen zehn Jahre verweist die DZ Bank auf zehn Zahlungen, zehn Mal mindestens stabile Ausschüttungen und sechs Anhebungen. Die Ausschüttungsquote der vergangenen fünf Jahre bewegt sich bei 57 Prozent und im Schnitt stieg die Dividende in den vergangenen zehn Jahren um sechs Prozent.

Bei der Kaufempfehlung zugunsten des Logistik- und Postunternehmens ist diese mit einem Kursziel von 42,00 Euro garniert. Das heißt, wenn man das mit der aktuellen Notiz von 38,97 Euro vergleich, winkt im Falle einer Zielerreichung noch ein Kursplus von 7,75 Prozent.

Hinzu käme auch noch eine Dividendenrendite von 3,21 Prozent, die sich aus der erwarteten Ausschüttung von 1,25 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2020 ergeben würde. Das wiederum wäre gleichbedeutend mit einer Erhöhung von 0,05 Euro gegenüber 2019. Auch für die beiden Folgejahre kalkuliert man jeweils mit einer weiteren Anhebung von 0,05 Euro auf 1,30 Euro bzw. auf 1,35 Euro.

Generell lässt der zuständige Analyst Dirk Schlamp zu diesem Wert noch folgendes wissen: "Wegen der Corona-Pandemie hat der Online-Handel stark an Bedeutung gewonnen. Hiervon kann insbesondere das Paketgeschäft der Deutschen Post profitieren, das im 2. Quartal 2020 sehr hohe Volumenzuwächse verbuchen konnte. Aber auch das für den Gewinn sehr wichtige Expressgeschäft zeigt sich in der Krise recht robust. Die Deutsche Post ist teilweise Profiteur der aktuellen Krise und die Perspektiven bleiben unseres Erachtens günstig mit Blick auf die zentralen Treiber."

Schlamp sieht den Gewinn je Aktie nach einer Delle im laufenden Jahr von 2020 bis 2024 von 1,98 Euro auf 3,03 Euro steigen. Auf letztgenannte Basis ergibt sich damit ein geschätztes KGV von unter 13.

Charttechnik


Während mit den Aktien der Deutschen Post von 2000 bis Anfang 2009 kein Staat zu machen war, sah es in den Jahren danach bis Dezember 2017 sehr viel besser aus. Kletterte die Notiz da doch von 6,65 Euro auf 40,99 Euro. Anschließend kam es dann aber zu einem Rückschlag, der im Zuge der allgemeinen Coronavirus-Baisse bei 19,11 Euro seinen Tiefpunkt gesehen hat. Seitdem hat sich der Kurs verdoppelt und richtig stark würde das ohnehin wieder deutlich verbesserte Chartbild dann aussehen, wenn es auch noch gelingen sollte, die zuvor erwähnte Bestmarke zu toppen.


Profil


Die Deutsche Post DHL ist ein weltweit führender Post- und Logistikdienstleister. Die Gruppe bietet ihren Kunden sowohl einfach zu handhabende Standardprodukte als auch maßgeschneiderte Lösungen - vom Dialogmarketing über die eCommerce-bezogene Logistik bis zur industriellen Versorgungskette. Die Gruppe ist in über 220 Ländern und Territorien tätig und beschäftigt rund 550.000 Mitarbeiter.