Daimler-Aktie: Autobauer will Beschäftigung bei Verbrennungsmotoren verringern
· Börse Online Redaktion
Die Pkw-Sparte Mercedes-Benz werde auch bei steigendem Produktionsvolumen keine neuen Mitarbeiter einstellen.
Zudem erteilte der Daimler-Chef der Forderung des Betriebsrates eine Absage, zur Sicherung von Arbeitsplätzen in Zukunft mehr Komponenten von Elektroautos selbst zu fertigen statt bei Zulieferern einzukaufen. "Wir werden nicht die vertikale Integration erhöhen, was die Arbeitnehmervertreter präferieren - wir tun das Gegenteil", sagte Zetsche. Ein Vorteil sei, dass die Umstellung sich über längere Zeit hinziehe.
Daimler will ebenso wie Volkswagen wegen schärferer Umweltvorschriften bis Mitte des nächsten Jahrzehnts ein Viertel bis ein Drittel seines Absatzes mit batteriebetriebenen Autos erzielen. Zehn neue Modelle sind geplant. Für die Produktion ist damit ein radikaler Umbau verbunden, denn Elektromotoren erfordern viel weniger Arbeitseinsatz als die komplizierten Benzin- und Dieselmotoren. Volkswagen hat auch wegen dieses Umschwungs beschlossen, bei seiner Hauptmarke VW bis 2020 weltweit 30.000 Stellen - in Deutschland mit 23.000 jeden fünften Arbeitsplatz - zu streichen. Das soll ohne Kündigungen über altersbedingtes Ausscheiden umgesetzt werden. Zugleich sollen 9000 neue Stellen in der Elektromobilität entstehen.
Daimler hatte in dieser Woche angekündigt, neue Elektroautos in den deutschen Werken Sindelfingen, Bremen und Rastatt zu produzieren. Vom Umbau am stärksten betroffen ist aber das Aggregatewerk Stuttgart-Untertürkheim. Im weltweiten Leitwerk für Motoren, Getriebe und Achsen arbeiten rund 19.000 Beschäftigte.
rtr
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