Im Zuge der Berichtssaison jagt derzeit ein Quartalsbericht den nächsten. Der Berichtsreigen erreicht dabei in Europa in dieser Woche seinen Höhepunkt. Denn gleich 115 Stoxx-600-Unternehmen legen ihre Geschäftszahlen für die Monate April bis Mai vor.

In Deutschland war es leider so, dass in den vergangenen drei Monaten laut Commerzbank für 16 der 30 DAX-Unternehmen die Gewinnerwartungen für 2018 nach unten angepasst werden mussten. Auch für 29 der 50 MDAX-Unternehmen, für 18 der 30 TecDAX-Unternehmen und für 33 der 50 SDAX-Unternehmen kam es zu Abwärtskorrekturen. Das dürfte mit eine Erklärung dafür sein, warum die deutschen Aktienindizes beim mittelfristigen Rückblick nicht allzu gut aussehen.

Auch die bis jetzt vorgelegten effektiven Quartalsergebnissen brachten sowohl Licht als auch Schatten. Im Anlageuniversum der UBS befinden sich aber einige deutsche Aktien, die auch nach der Präsentation ihrer neuesten Zahlen als Kauf eingestuft sind. Wir haben uns fünf dieser Titel herausgepickt. Diese Werte, die wir auf den nächsten Seiten näher vorstellen, bergen laut den Analyten der Schweizer Großbank Kurspotenziale von 18 Prozent bis 55 Prozent.

Auf Seite 2: Puma





Puma-Aktie



Nach den Quartalszahlen von Puma hat die UBS zwar das Kursziel für den deutschen Sportartikel-Hersteller von 550,00 Euro auf 540,00 Euro gesenkt. Weil der Titel auf die Ergebnisse mit deutlichen Kursrückschlägen reagierte, ergibt sich aber auch auf der tieferen Basis gemessen an der aktuellen Notiz von 419,50 Euro noch immer ein Aufwärtspotenzial von 31,1 Prozent.

Nach Einschätzung des zuständigen Analysten Fred Speirs hat der Markt auf die ausgebliebene Anhebung der Jahresziele durch das Management überreagiert. Auch wenn er seine Ergebnisschätzung je Aktie für 2018 wegen der negativen Wechselkurseinflüsse und der Marketingausgaben gesenkt habe, habe es auch zahlreiche positive Signale im ersten Halbjahr gegeben.

Die Schweizer Großbank hatte die Abdeckung der Puma-Aktien im Mai mit einer Kaufempfehlung aufgenommen. Damals hieß es zur Begründung, die Anleger unterschätzten das Gewinnpotenzial des Unternehmens. Speirs verwies unter anderem auf die erreichten Restrukturierungserfolge sowie auf die breite und innovative Produktpalette. Die mittelfristige Wachstumsstory ist hier aus seiner Sicht jedenfalls weiterhin intakt. Dafür spreche auch der Auftragsbestand sowie die Markendynamik und die Geschäftsaussichten, die sich aus dem von Management gemachten Aussagen ableiten lassen.

Aus einer Telefonkonferenz von Puma habe man folgendes mitgenommen: Das Unternehmen sei dabei, der Wachstumsstory neue Facetten zu verleihen. Dazu zählte etwa der Aufbau von neuen Marketing-Assets im Bereich Fußball & Basketball oder sich als guter, aktiver Partner für wichtige Einzelhändler zu positionieren, indem man schnell auf sich ändernde Trends reagiert.

Die Bruttomarge unter Ausklammerung der Wechselkurse habe sich im zweiten Quartal um mehr als 100 Basispunkte gegenüber dem Vorjahr verbessert. Das Management habe die Endnachfrage in China als extrem gut bezeichnet. Puma registriere auch eine gute Nachfrage der Einzelhändler nach Produkterweiterungen, was mit Blick auf die Marke als positives Zeichen anzusehen sei. Zudem gebe es auch vorteilhafte Entwicklung bei den Verkäufen auf vergleichbarer Fläche.

Beim um drei Prozent gesenkten Gewinn je Aktie geht UBS jetzt für 2018 von 13,14 Euro nach 9,09 Euro im Vorjahr aus. In den vier Folgejahren sollen daraus dann17,40 Euro, 21,73 Euro, 25,70 und 29,19 Euro werden, Auf letztgenannter Basis ergibt sich somit ein geschätztes KGV von 14,4.

Charttechnik



Nach einer zuvor sehr langen Seitwärtsbewegung zeigte sich der Kurs der Puma-Aktie am Juni 2015 in einer deutlich verbesserten Form. Die Notiz stieg damals ausgehend von einem Zwischentief von 141,85 Euro bis zum Juni 2018 auf 525,00 Euro. Vom letztgenannten Rekordhoch musste sich der Wert zuletzt verabschieden, aber sofern der Kurs nicht noch weiter abrutscht, ist das Chartbild noch immer einigermaßen konstruktiv.



Profil



Die Puma SE Rudolf Dassler Sport (Puma) ist ein international tätiger Sportartikelhersteller. Das Unternehmen entstand durch die Aufteilung der 1948 gegründeten Gebrüder Dassler Schuhfabrik zwischen den Brüdern Rudi und Adi Dassler in Adidas und Puma. Das Unternehmen entwickelt und produziert Schuhe, Textilien und Accessoires. Die Produktpalette von Puma umfasst zahlreiche Produkte für den In- und Outdoor-Bereich. Im Bereich Sport Fashion kooperiert Puma mit namhaften Designer-Labels wie Alexander McQueen, Mihara Yasuhiro und Sergio Rossi. Darüber hinaus bestehen auch Kooperationen im Bereich Lifestyle-Kleidung mit BMW oder dem BVB.

Auf Seite 3: Covestro





Covestro-Aktie



Die UBS hat beim DAX-Vertreter Covestro nach der Vorlage der Quartalszahlen die Anlageempfehlung mit Kaufen bestätigt und auch das Kursziel von 110,00 Euro bekräftigt. Damit errechnet sich für den Spezialchemiekonzern gemessen am aktuellen Kurs von 82,32 Euro theoretisch ein Aufwärtspotenzial von 33,6 Prozent.

Nach dem Urteil des zuständigen Analysten Geoff Haire hat Covestro die Erwartungen mit den präsentierten Ergebnissen übertroffen. Das Geschäft mit Weichschaum-Vorprodukten habe die Gewinne wie erwartet gesteigert, das Geschäft mit harten Kunststoffen (Polycarbonaten) sowie das Segment mit Rohstoffen für Klebe- und Dichtstoffe hätten besser abgeschnitten als gedacht.

Konkret habe die Gesellschaft im zweiten Quartal ein EBITDA von 985 Millionen Euro erzielt. Das waren 16 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Konsenserwartung habe bei 970 Millionen Euro gelegen. Zu verdanken gewesen sei das auch einem um zehn Prozent auf 3.863 Millionen Euro verbesserten Umsatz, der die Prognosen um vier Prozent übertroffen habe.

Das Management habe die EBITDA-Prognose für 2018 auf "über" dem Vorjahresniveau von 3.435 Millionen Euro angehoben, während bisher von einem EBITDA in etwa auf dem Vorjahresniveau die Rede war. Der Analystenkonsens sei aber schon bislang von 3,5 Milliarden Euro ausgegangen, wobei die Erwartungshaltung von Haire selbst schon bisher bei 3,6 Milliarden Euro lag.

Wie von Haire erwartet, reagierte der Kurs positiv auf die neuen Nachrichten. Nach seiner Ansicht ist der Titel aber weiterhin einer der preiswertesten in seinem Sektor. Das Verhältnis von Unternehmenswert zum EBITDA bewege sich für 2018 bei 5,0x, beim KGV bei 7,6 und das bei einer durchschnittlichen Rendite auf den freien Cash Flow von über zehn Prozent in den nächsten drei Jahren.

Bei der Dividende sieht die Schätzreihe nach zuletzt gezahlten 2,20 Euro bis 2022 übrigens wie folgt aus: 2,50 Euro, 2,82 Euro, 3,11 Euro, 3,26 Euro und 3,31 Euro je Aktie.

Charttechnik



Bei Covestro ist der Aktie von Oktober 2015 bis Januar 2018 eine starke Entwicklung zu konstatieren. Schließlich kletterte die Notiz in diesem relativ kurzen Zeitraum gleich von 24,50 Euro auf 95,00 Euro. Daran schloss sich eine Korrektur an, die den Kurs bis auf 71,88 Euro zurückwarf, aber inzwischen arbeitet der Wert wieder daran, diese Delle auszubügeln. Die Hauptaufgabe dabei lautet zunächst erst einmal, das erwähnte Rekordhoch zurückzuerobern.



Profil



Covestro zählt zu den weltweit führenden Herstellern von Hightech-Polymerwerkstoffen. Die Produkte und Anwendungslösungen des Unternehmens stecken in nahezu allen Produkten des modernen Lebens. Zu den Kunden gehören Unternehmen aus den Sektoren Automobil, Bauen und Elektronik sowie aus der Möbel-, Sport- und Textilindustrie. Covestro bietet über 2.000 Werkstoffe und Lösungen; dazu gehören beispielsweise der Hochleistungskunststoff Polycarbonat sowie verschiedene Klebstoffe, Lacke oder Bindemittel. Das Unternehmen betreibt etwa 30 Standorte in Europa, Asien und Amerika. Covestro entstand 2015 durch die Abspaltung des Geschäftsbereichs Bayer MaterialScience aus der Bayer AG.

Auf Seite 4: Wacker Chemie





Wacker Chemie-Aktie



Auch beim MDAX-Mitglied Wacker Chemie hat die UBS nach den Quartalszahlen die positive Einschätzung bestätigt. Das heißt, wir sprechen hier über eine Kaufempfehlung und über ein Kursziel von 170,00 Euro. Letzteres verspricht gemessen am aktuellen Kurs von 121,70 Euro einen Anstieg von knapp 40 Prozent für den Fall, dass die Rechnung aufgeht.

Laut der Schweizer Großbank hat die beeindruckende Entwicklung beim Silizium-Geschäft im zweiten Quartal die Schwäche der anderen Segmente zwar nicht vollständig ausgeglichen. Dadurch ist der bereinigte operative Gewinn (EBITDA) etwas unter den Konsensschätzungen geblieben, so der zuständige Analyst Patrick Rafaisz.

Konkret belief sich das EBITDA mit plus drei Prozent auf 261 Millionen Euro und verfehlte damit die UBS-Prognose von 268 Millionen Euro. Der Konzernumsatz sei mit plus neun Prozent auf 1,33 Milliarden Euro im zweiten Quartal aber besser als erwartet ausgefallen. Die UBS hatte hier mit 1,20 Milliarden Euro gerechnet. Und auch der Nettogewinn lag mit 83,5 Millionen Euro etwas über der UBS-Prognose von 82,1 Millionen Euro.

Was den Geschäftsausblick angehe, so sei dieser vom Management auf Konzernebene nur bestätigt worden. Das heißt, Wacker Chemie rechne unverändert mit einem Umsatzwachstum im unteren einstelligen Prozentbereich, einem EBITDA-Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich und einer deutlichen Steigerung des Reingewinns.

Den Gewinn je Aktie sieht Rafaisz in diesem Jahr von 4,67 Euro auf 7,46 Euro steigen. Für die vier Geschäftsjahre danach geht er von folgenden Ergebnissen aus: 9,14 Euro, 8,85 Euro, 8,43 Euro und 8,45 Euro. Für 2019 bewegt sich damit das geschätzte KGV bei 13,3.

Charttechnik



Die Kursentwicklung bei Wacker Chemie verläuft traditionell sehr volatil. Das zeigt sich daran, dass sich seit 2006 Auf- und Abwärtsbewegungen immer wieder abgewechselt haben. Seit Januar 2018 steckt der Titel wieder in einer übergeordneten Abwärtsbewegung. Sollte diese letztlich ähnlich ausgeprägt ausfallen wie in früheren Jahren, bestünde noch deutliches Abwärtspotenzial. Seit Ende Juni hat sich aber eine Erholungsbewegung breit gemacht, die das Chartbild aber noch nicht entscheidend verbessert hat.



Profil



Die Wacker Chemie AG ist ein global tätiges Chemieunternehmen. Das Leistungsportfolio konzentriert sich schwerpunktmäßig auf Silikonchemie, Polymerchemie, Feinchemikalien und Biotech-Produkte, Polysilicium sowie Wafer und Einkristalle aus Reinstsilicium. Die Produktpalette reicht von Ölen und Dichtstoffen über Lackharze, Dispersionspulver und Kieselsäure hin zu Siliciumwafern und Pharmaproteinen. Den Großteil seines Umsatzes erzielt Wacker mit Produkten auf Siliciumbasis.

Zu den Abnehmern gehören unter anderem die Konsumgüter-, Nahrungsmittel-, Pharma-, Textil-, Solar-, Elektronik- und chemische Grundstoffindustrie sowie die Medizintechnik, die Biotechnologie und der Maschinenbau. Als Hersteller von Silicon- und Polymerprodukten kommen die Kunden von Wacker besonders aus der Automobil- und Bauindustrie. Mit der Produktion von Siliciumwafern gehört das Unternehmen zu den wichtigsten Zulieferern der Halbleiterindustrie.

Auf Seite 5: Daimler





Daimler-Aktie



Bei DAX-Vertreter Daimler sah die UBS in Reaktion auf die neuesten Quartalszahlen keine Veranlassung, etwas an der Einschätzung zu ändern. Die Kaufempfehlung wurde folglich ebenso bekräftigt wie das Kursziel von 92,00 Euro. Bei einem aktuellen Kurs von 59,35 Euro errechnet sich aus dieser Vorgabe die Chance auf einen Anstieg von 55 Prozent.

Die Zahlen des deutschen Autokonzerns sind im zweiten Quartal laut dem zuständigen Analysten Patrick Hummel zwar etwas schwächer als erwartet ausgefallen. Aber das Verhältnis von Auftragseingängen zum Umsatz im Nutzfahrzeugbereich bewege sich auf einem weiterhin hohen Niveau.

Die Kursreaktion dürfte sich auch deshalb in Grenzen halten, weil die Notiz bereits in den Wochen zuvor deutliche Schwäche gezeigt habe, so Hummels Einschätzung nach der Ergebnispräsentation. Dieses Urteil wiederum hatte auch mit einer im Juni vom Unternehmen abgegebenen Gewinnwarnung zu tun, nach der Hummels von im Schnitt um fünf bis sieben Prozent nach unten korrigierten Ergebnisschätzungen ausgegangen war.

Auch damals sah Hummels übrigens keine Veranlassung, um an seinem Kursziel zu rütteln. Das hat nicht zuletzt auch damit zu tun, dass er auf der Summe der Einzelteile den Wert des Konzerns eben auf dem Niveau von 92 Euro als fair ansiedelt. Damit das auch der Markt demnächst so sehe, könnte ein Listung des Lkw-Geschäfts beitragen, das im kommenden Jahr denkbar sei.

Auf Gewinnebene rechnet er allerdings auch in den kommenden Quartalen nicht mit mehr Dynamik. Wobei das beim Blick auf die geschätzte Gewinnreihe sogar für die nächste Jahre gilt. Für 2018 geht er von einem Ergebnisrückgang von 8,89 Euro auf 8,50 Euro aus, was aber 2019 bei einer Prognose von 9,23 Euro wieder mehr als wettgemacht würde. 2020 rechnet er dann sogar mit 10,26 Euro, doch die Vorhersagen für 2021 und 2022 sehen derzeit wieder tiefere Werte von 9,86 Euro und 9,96 Euro vor.

Zu beachten ist dabei, dass sich das geschätzte KGV selbst auf der relativ tiefen Basis in 2018 nur bei rund sieben bewegt. Hinzu kommt bei einer von der UBS erwarteten Dividendenzahlung für das laufende Geschäftsjahr von 3,80 Euro eine geschätzte Dividendenrendite von 6,4 Prozent.

Charttechnik



Insgesamt stellt die Kursentwicklung bei Daimler in den vergangenen Jahren ein ziemliches Trauerspiel da. Der Titel kostet nicht mehr als im Jahr 2007, das Rekordhoch von 95,79 aus dem Jahr 2015 ist außer Reichweite und letztlich hat sich auch seit Ende 2013 eine Seitwärtstrend entfaltet. Aus dem Blickwinkel der Schaffung von Shareholder-Value muss dem Vorstand somit eine schlechte Note gegeben werden. Und zumindest charttechnisch gesehen ist auch keine schnelle Verbesserung in Sicht.



Profil



Die Daimler AG ist ein global operierender Automobilhersteller. Personenkraftwagen und Nutzfahrzeuge sowie Finanzdienstleistungen bilden das Kerngeschäft des zu den international führenden Autoproduzenten zählenden Konzerns. Daimler vertreibt seine Fahrzeuge und Dienstleistungen in nahezu allen Ländern der Welt und hat Produktionsstätten auf fünf Kontinenten. Zum heutigen Markenportfolio zählen neben Mercedes-Benz, der wertvollsten Premium-Automobilmarke der Welt, die Marken smart, Freightliner, Western Star, BharatBenz, Fuso, Setra und Thomas Built Buses.

Auf Seite 6: Hella





Hella-Aktie



Bei dem im MDAX enthaltenen Autozulieferer Hella rät die UBS zum Kauf. Daran hat sich auch durch die zuletzt vorgelegten Halbjahreszahlen nichts geändert. Unverändert geblieben ist im Anschluss daran mit 60,00 Euro auf das Kursziel. Eine Vorgabe, die bei einem aktuellen Kurs von 50,75 Euro einen Anstieg von 18,2 Prozent verspricht.

Der Umsatz habe sich im abgelaufenen Quartal mit 1.930 Millionen Euro leicht um ein Prozent über den Schätzungen bewegt. Das gelte auch für das angepasste EBIT mit 171 Millionen Euro. Die erzielte Gewinnmarge habe sich außerdem mit den Erwartungen der UBS gedeckt.

Am Geschäftsausblick hat das Unternehmen laut dem zuständigen Analysten Julian Radlinger nichts geändert. Für weitere Informationen gelte es nun auf den 10. August zu erwarten, dem Tag, an dem Informationen zum Geschäftsjahr 2018/19 abgegeben werden sollen sowie Details zu den Zahlen für das Geschäftsjahr 2017/18.

Die starke Umsetzung der organischen Umsatzziele könnte nach Einschätzung von Radlinger helfen, einige Investoren zu beruhigen, die nach den jüngst zu registrierenden Kursverlusten vielleicht bereits etwas nervös geworden seien.

Die UBS sieht den Umsatz von 2017/18 bis 2021/22 von 7,034 Milliarden relativ kontinuierlich auf 9,112 Milliarden Euro steigen. Der Gewinn je Aktie soll sich gleichzeitig von 3,61 Euro auf 5,50 Euro verbessern. Bei den für 2018/19 vorhergesagten 4,21 Euro je Anteilsschein ergibt sich ein geschätztes KGV von gut zwölf.

In Sachen Dividendenpolitik geht man übrigens ebenfalls von stetig steigenden Ausschüttungen aus. Die Schätzreihe für die Zahlungen von 2017/18 bis 2021/2022 sieht nach zuletzt ausgeschütteten 0,92 Euro je Aktie wie folgt aus: 1,07 Euro, 1,26 Euro, 1,40 Euro, 1,52 Euro und 1,65 Euro.

Charttechnik



Die Aktie von Hella legte nach dem Börsengang im November 2014 zunächst einen guten Start hin, fiel dann aber bis Mitte 2016 bei da markierten 27,11 Euro wieder fast bis auf den Ausgabepreis zurück. Anschließend lief es dann mit einem bis Januar 2019 verbuchten Anstieg auf 58,75 Euro richtig gut, bevor der Titel dann anschließend in den Konsolidierungsmodus schaltete, der auch momentan noch vorherrscht.



Profil



Hella GmbH & Co. KGaA (ehemals Hella KGaA Hueck & Co) ist ein weltweit führender Automobilzulieferer. Der Konzern ist auf Lichtsysteme und Fahrzeugelektronik spezialisiert. Das Unternehmen agiert in den Bereichen Automotive, Aftermarket und Special Applications. Im Bereich Automotive entwickelt, produziert und vertreibt Hella verschiedene Artikel für die Lichttechnik und Elektronik für Fahrzeughersteller oder weitere Zulieferbetriebe.

Zum Angebot zählen dabei Batteriesensoren, radarbasierte Fahrerassistenz-Systeme oder adaptive Licht-Systeme. Außerdem bietet der Konzern im Bereich Aftermarket weitere Artikel für den unabhängigen Teilehandel und Werkstätten an. Special Applications hingegen konzentriert sich auf die Bedürfnisse von Baumaschinen- und Bootsherstellern sowie Kommunen und Energieversorgern.