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Daimler-Chef Zetsche sieht keine Gefahr bei US-Zinswende - Warum die Aktie wieder ein Kauf ist

Daimler-Chef Zetsche sieht keine Gefahr bei US-Zinswende - Warum die Aktie wieder ein Kauf ist
17.09.2015 07:52:00

Bei BMW und Audi wächst angesichts der Rückschläge in China die Vorsicht. Daimler-Chef Dieter Zetsche bleibt dagegen tiefenentspannt. Ungeachtet der wachsenden Sorge der deutschen Wettbewerber rechnet Zetsche mit einer Fortsetzung der Rekordjagd. Die Gründe, was wir von der Aktie halten. Von Thomas Schmidtutz, Frankfurt

Daimler-Chef Dieter Zetsche erwartet auch im Falle einer Zinswende in den USA keine Rückschläge auf dem wichtigen US-Automarkt. "Selbst wenn der US-Leitzins auf zwei Prozent steigen sollte, wären die Vereinigten Staaten kein anderer Markt für uns", sagte Zetsche am Dienstag in einem Gespräch mit Journalisten am Rande der IAA gegenüber BÖRSE ONLINE.

Nach Jahren mit harten Rückschlägen geht es auf dem US-Automarkt derzeit wieder steil bergauf. Alleine von Januar bis August legte der Pkw-Absatz zwischen New York und San Francisco um vier Prozent auf 10,76 Millionen Fahrzeuge zu. Im Gesamtjahr dürften die Verkäufe gegenüber dem Vorjahr Analysten zufolge um rund acht Prozent auf 17,8 Millionen Autos steigen. Damit steht die Branche vor dem besten Jahr seit 2001.

Mögliche Leitzins-Erhöhung drückt auf die Stimmung



In den vergangenen Wochen ist die Euphorie jedoch wieder abgeflaut. Grund waren erneute Spekulationen über eine mögliche Zinsanhebung. Der Offenmarkt-Ausschuss der US-Notenbank kommt am Mittwoch und Donnerstag zu seiner nächsten turnusgemäßen Sitzung zusammen. Dann könnten die Notenbanker die erste Zinsanhebung seit fast zehn Jahren beschließen, erwarten zahlreiche Beobachter.

Vor diesem Hintergrund zeigten sich erste Analysten besorgt. Sollte die Fed die Zinswende einleiten, könnte die Pkw-Nachfrage in den USA einen empfindlichen Dämpfer erhalten, warnten mehrere Experten. Diese Sorge teilt Zetsche jedoch nicht. Seit drei Jahren werde in den USA über eine Zinswende spekuliert, erinnerte er. Sollten die Notenbanker Fed tatsächlich an der Zinsschraube drehen, würde dies wohl vor allem Schwellenländer treffen. In den USA hätte eine entsprechende Fed-Entscheidung dagegen "allenfalls eine psychologische Wirkung", sagte der Daimler-Chef. An einen "Riesenknalleffekt" glaube er daher nicht.

Auf Seite 2: Keine Eintrübung in China



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