Der DAX-Konzern startet ein Aktienrückkaufprogramm und setzt auf Wachstum. Nach einem schwierigen Börsenjahr könnte nun die Trendwende eingeleitet sein.
Das Timing könnte genau richtig sein: Nachdem der Aktienkurs von Symrise tief gefallen war und nun zur Erholung ansetzt, greift das Unternehmen zu: Der Spezialist für Duft- und Geschmackstoffe kündigte vergangene Woche einen Rückkauf eigener Aktien in Höhe von bis zu 400 Millionen Euro an. Dies sei ein wichtiger Schritt, um Unternehmenswerte freizusetzen, erklärt der Vorstandsvorsitzende Jean-Yves Parisot. Das Programm läuft bis zum 31. Oktober 2026. Für Symrise ist es das erste in der Unternehmensgeschichte. Ziel ist die Rückführung überschüssigen Kapitals an die Aktionäre.
Der gefallene Aktienkurs, eine starke Bilanz, ein hoher Cashflow und letztlich eine Bereinigung des Portfolios gaben den Ausschlag für den Rückkauf. Dazu kommt, dass mit dem Verkauf des Geschäfts mit Terpenen — die Herstellung von Inhaltsstoffen, die auf natürlichen, erneuerbaren Rohstoffen basieren — ein kapitalintensiver Geschäftsbereich aus dem Portfolio entfernt wird.
„Wir sind zuversichtlich, nachhaltige, hohe Gewinne zu erzielen und langfristig Wert für alle Stakeholder zu schaffen“, so der Vorstandschef. Jetzt gilt es erst mal, das vergangene Jahr vergessen zu machen. Gleich dreimal musste Symrise die Prognose zurücknehmen. Das letzte Mal erst vor wenigen Wochen. Abschreibungen in Höhe von 295 Millionen Euro belasten das Ergebnis. Ein Teil geht auf das Konto vorliegender Angebote für das Terpenen-Geschäft. Für mehr als die Hälfte — nämlich 150 Millionen Euro — ist die börsennotierte schwedische Beteiligung Swedencare AB verantwortlich. Am Spezialisten für Gesundheitsprodukte für Haustiere hält Symrise mehr als 40 Prozent. Zuletzt liefen die Geschäfte nicht rund, die Papiere verloren deutlich an Wert.
Trotz dieser negativen Meldung zog die Notiz von Symrise an. Dies ist ein Indiz dafür, dass der Aktienkurs sein vorläufiges Tief erreicht haben könnte. Zumal die Marge vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen im dritten Quartal auf 21,5 Prozent zulegte — trotz eines schwachen Umsatzanstiegs. Vor allem die bereits eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen haben hier erste Wirkung entfaltet.
Anleger bauen Positionen auf
Einige Analysten gehen davon aus, dass die großen Herausforderungen nun bewältigt sind. Symrise überzeugt durch eine starke Marktstellung bei Duft- und Geschmacksstoffen und baut seine Präsenz in Wachstumsregionen aus. Kapazitätserweiterungen, Innovationen bei alternativen Proteinen, Kosmetik und Tiernahrung sowie neue Technologien sorgen für attraktive Perspektiven. Das Aktienrückkaufprogramm und die solide Bilanz stärken zusätzlich das Vertrauen. Charttechnisch deutet sich die Erholung des Aktienkurses bereits an. Mutige Anleger folgen dem Unternehmen und kaufen Bestände dazu. Mittel- bis langfristig sollte sich das Investment auszahlen.
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