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Diese vier Öl-Aktien aus Europa sollten Anleger im Blick haben

Diese vier Öl-Aktien aus Europa sollten Anleger im Blick haben

WKN: 897791 ISIN: IT0003132476 Eni S.p.A.

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24.06.2019 - 12:15
02.06.2019 03:00:00

Öl-Aktien rissen in den vergangenen Jahren an der Börse keine Bäume aus. Die Branchenvertreter sind aber moderat bewertet und werfen attraktive Dividendenrenditen ab. Auch basierend auf dieser Erkenntnis rät die Berenberg Bank bei vier Öl-Konzernen aus Europa zum Kauf. Von Jürgen Büttner

Im ersten Quartal lieferten die integrierten Öl-Konzerne im Vergleich zu den Vorjahren ein schwächeres Ergebnis sowie einen schwächeren Cashflow ab. Laut der Berenberg Bank war das auf ein herausforderndes Makroumfeld zurückzuführen. Die Dynamik der Upstream-Produktion sei zwar stark gewesen, aber die Ergebnisse seien durch den Ölpreis negativ beeinflusst worden, der im Jahresvergleich um drei Dollar pro Barrel gesunken ist. Im Downstream-Bereich seien die Resultate unter anderem durch schwache Raffinerie- und Petrochemie-Margen sowie hohe Wartungskosten negativ beeinflusst worden.



Insgesamt sei die Generierung von freiem Cashflow aber positiv gewesen, was die Auswirkungen der anhaltenden Kapitaldisziplin und der branchenweiten Kostenkontrollmaßnahmen wider spiegele. Der erwirtschaftete freie Cashflow decke die Dividenden im fünften Quartal in Folge komfortabel ab. Die konzernweiten organischen Investitionen seien um 14 Prozent gestiegen und hätten damit den Aufwärtstrend bei den Investitionen seit dem vierten Quartal 2017 fortgesetzt. Dank einer starken operativen Kostenkontrolle und steigender Volumina habe der freie Cashflow jedoch weiter zulegen können, wobei die Reinvestitionsquote trotz steigender Investitionsausgaben nahe am Tiefpunkt geblieben sei.


Der Ausblick für das zweite Quartal sei positiver geworden, getrieben von der Erholung des Rohölpreises. Im Downstream-Bereich habe sich das Umfeld erneut verbessert. Das zweite Quartal weise aber typischerweise höhere Wartungsniveaus in den nachgelagerten Bereichen auf, die in diesem Jahr noch höher sein können als normal, da sich die Unternehmen auf die Umsetzung der 2020 in Kraft tretenden Schwefelgrenzwerte der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) vorbereiten.

In Sachen Angebot und Nachfrage heißt es in einer Branchenstudie der Berenberg Bank, durch die Kürzungen der OPEC sei das Gesamtangebot seit November gesunken, gleichzeitig sei aber auch die Nachfrage im vierten Quartal 2018 und im ersten Quartal 2019 schwächer ausgefallen, so dass die Internationale Energieagentur ihre Prognose für 2019 gesenkt habe. Das Risiko einer Versorgungsunterbrechung sei aber nach wie vor hoch, da die Produktion in Venezuela zurückgegangen sei und die Käufe von iranischem Öl weiter eingeschränkt worden seien. Es gebe jedoch auch noch genügend freie Kapazitäten, um die Nachfrage zu decken, und man erwartet, dass die OPEC-Tagung im Juni die Kürzungen bis zum Jahresende verlängert.

Am Aktienmarkt habe sich der Sektor in diesem Jahr bisher unterdurchschnittlich entwickelt. Attraktive und steigende Dividendenrenditen in Verbindung mit einem starken Cashflow und verbesserten Ertragsaussichten könnten jedoch in den kommenden Quartalen Kapital in die Branche zurückholen, so das Urteil.

Von den neun beobachten Öl-Konzernen sind vier mit einer Kaufempfehlung durch die Berenberg Bank verstehen. Deren Sitz befindet sich jeweils in Europa. Die vergebenen Kursziele bewegen sich um 11 Prozent bis 27 Prozent über den aktuellen Notierungen und die erwarteten Dividendenrenditen für 2019 bewegen sich bei 5,93 Prozent bis 6,48 Prozent. Mehr zu diesem Quartett auf den nachfolgenden Seiten.

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