Bei dieser Aktie geht ein massiver Bilanzskandal in die nächste Runde und lässt die Papiere auch am Donnerstag massiv einbrechen. Das steckt dahinter.

Bei Gerresheimer nehmen die Kursverwerfungen wegen untersuchter Bilanzierungsfehler kein Ende. Am Donnerstag ging der Kursrutsch mit einem erneuten Einbruch um bis zu 19 Prozent in die nächste Runde. Dabei rückt das Rekordtief der Aktien aus dem Jahr 2009 näher, nachdem der Verpackungshersteller am Vorabend bekannt gab, dass er sich ausgedehnten Prüfungen durch die Finanzaufsicht Bafin stellen muss.

Bilanzskandal lässt diese Aktie massiv einbrechen

Laut neuesten Informationen steht auch das Jahr 2024 im Visier der Aufseher. Erst vor wenigen Tagen musste der Konzernabschluss 2025 verschoben werden.

BÖRSE ONLINE hatte bereits in diesem Artikel über die Probleme berichtet.

Analysten verlieren in dieser Sache die Geduld: Am Vortag hatte schon die Schweizer Großbank UBS die Titel abgestuft, mit einem Kursziel, das knapp unter das bisherige Rekordtief von gut 13 Euro gekappt wurde. Am Dienstag folgte dem das Analysehaus MWB mit einer Abstufung auf "Sell" und einem Ziel von nur noch 12,50 Euro. "Die Vertrauenskrise eskaliert", schrieb der MWB-Analyst Harald Hof am Donnerstag in seinem Kommentar. Das Unternehmen habe offenbar strukturelle Schwächen im Rechnungswesen und im internen Kontrollsystem. Er geht nun davon aus, dass sich die Prüfung noch über Monate erstrecken wird.

Was sollten Anleger jetzt tun?

Die Aktie von Gerresheimer befindet sich also aktuell im freien Fall und ein Ende der aktuellen Abwärtsbewegung scheint nicht in Sicht. Wie stark die aktuelle Situation noch eskaliert, ist nicht absehbar, weshalb jetzt Vorsicht geboten ist.

Eine aktuelle Einschätzung zum Fall Gerresheimer und der Aktie von unseren BÖRSE ONLINE Experten gibt es in der Ausgabe 09/26. Hier geht es zur digitalen Version.

Gerresheimer (WKN: A0LD6E)

Enthält Material von dpa-AFX

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