Die Evotec-Aktie steht seit Monaten hoch im Kurs und baut ihre Gewinne noch kräftig aus. Die Biotechfirma ist eine strategische Wirkstoffforschungs- und Entwicklungskooperation mit dem US-Pharmaunternehmen Celgene eingegangen. Im Blickpunkt der Vereinbarung stehen zunächst Krankheiten wie Parkinson und ALS (Amyotrophe Lateralsklerose), aber auch weitere neurodegenerative Erkrankungen.

Evotec erhält zunächst eine Vorabzahlung in Höhe von 45 Millionen Dollar. Zudem winken dem TecDAX-Unternehmen Meilensteinzahlungen von bis zu 250 Millionen Dollar sowie Umsatzbeteiligungen im unteren zweistelligen Prozentbereich aus den jeweiligen einlizenzierten Programmen. Die Zusammenarbeit ist zunächst auf fünf Jahre angelegt.

"Wir freuen uns sehr über die Möglichkeit, mit Celgene, einem Innovationsführer in der Branche, in diesem Bereich tätig zu werden. Celgene ergänzt und beschleunigt unser Geschäftsmodell sowie unsere Vision ideal, first-in-class Therapeutika für Patienten mit neurodegenerativen Erkrankungen zu erforschen, da in diesem Bereich die Belastung für die Gesellschaft stark zunimmt", sagt Evotec-Chef Werner Lanthaler.

Auf Seite 2: Einschätzung der Redaktion





Einschätzung der Redaktion:



Die Evotec-Aktie läuft seit Anfang Februar steil nach oben. Die jüngste Vereinbarung mit Celgene treibt den Kurs weiter an. Die Bewertung erscheint auf den ersten Blick sehr ambitioniert. Mit klassischen Bewertungskennzahlen, etwa dem Kurs-Gewinn-Verhältnis, ist die Aktie allerdings nicht zu beurteilen. Die Celgene-Vereinbarung zeigt das Potenzial des Unternehmens. Die Aktie ist weiterhin kaufenswert. Wir erhöhen das Kursziel auf acht Euro und ziehen den Stopp auf 4,90 Euro nach.

Kursziel: 8,00 Euro
Stopp: 4,90 Euro