17.45 Uhr - Der Impfstoff von Moderna zeigt nach Angaben des US-Pharmakonzerns eine vielversprechende Wirkung gegen Varianten des Coronavirus. Eine Laborstudie ergebe, dass neutralisierende Antikörper gegen Mutanten gebildet würden - auch gegen die erstmals in Indien festgestellte Delta-Variante und die zuerst in Südafrika nachgewiesene Beta-Variante. Die neuen Daten seien ermutigend und bestärkten die Überzeugung, dass der Impfstoff weiterhin vor neu entdeckten Varianten schütze, sagt Moderna-Chef Stephane Bancel.

17.02 Uhr - Malta verwehrt Menschen aus Großbritannien, die nicht vollständig geimpft sind, ab Mittwoch die Einreise. So soll verhindert werden, dass die dort grassierende Delta-Variante sich auch in Malta ausbreitet. Auf Malta ist bislang nur ein Fall einer solchen Ansteckung bekannt. Ungeimpfte Kinder unter zwölf Jahren dürfen zwar in Begleitung eines oder einer Erwachsenen einreisen. Tatsächlich wird die Beschränkung aber viele nicht vollständig geimpfte Familien mit Jugendlichen von einem Urlaub auf Malta abhalten. Großbritannien bietet noch keine Impfungen für unter 18-Jährige an. Malta ist vom Tourismus und insbesondere von britischen Reisenden abhängig.

16.45 Uhr - In Finnland werden Pläne zur Lockerung der Beschränkungen durch infizierte EM-Besucher gefährdet. Mindestens 300 Finnen, die im Ausland Fußball-Spiele gesehen hätten, hätten sich mit dem Coronavirus angesteckt, teilen die Gesundheitsbehörden mit. Die Infektionszahl von rund 50 pro Tag sei vergangene Woche auf über 200 gestiegen und werde wohl weiter zulegen. Es sei offensichtlich, dass dies auf zurückgekehrte Fußballfans zurückzuführen sei, sagt der Chef der Gesundheitsbehörde, Mika Salminen. Viele von ihnen hätten noch keine zweite Impfung erhalten. 4500 bis 6000 Fußballfans waren nach St. Petersburg gereist, um dort Spiele zu sehen. In Russland grassiert die Delta-Variante und führt zu steigenden Infektionszahlen.

15.45 Uhr - Die Impfkampagne in Deutschland kommt nach Angaben aus dem Gesundheitsministerium in eine neue Phase: Erstmals übersteige derzeit das Angebot in einigen Regionen die Nachfrage. Man rechne in der zweiten Juli-Hälfte mit einer europäischen Zulassung für den Impfstoff von Moderna für über Zwölfjährige, heißt es im Ministerium.

15.13 Uhr - Der russische Corona-Impfstoff Sputnik V weist nach Hersteller-Angaben eine Wirksamkeit von rund 90 Prozent gegen die hochansteckende Delta-Variante auf. Diese Zahl basiere auf medizinischen Daten und Impf-Daten, sagt Denis Logunow, stellvertretender Direktor des Moskauer Gamaleya-Instituts, das das Vakzin entwickelt hat, laut der Nachrichtenagentur RIA. Gegen den ursprünglichen Virusstamm hatten Forscher bei Sputnik V eine Wirksamkeit von 92 Prozent festgestellt.

14.56 Uhr - Zur Eindämmung der Delta-Variante des Coronavirus verschiebt Irland die für Montag geplante Öffnung der Innengastronomie. Eine Bewirtung sei in Innenräumen erst wieder möglich, wenn es ein Impfpass-System gebe, erklärt Ministerpräsident Micheal Martin. Dann dürften aus Sicherheitsgründen zunächst nur vollständig Geimpfte und Genesene wieder in Restaurants und Bars essen und trinken. Bars, Restaurants und Cafés sind in Irland seit rund 16 Monaten größtenteils geschlossen. Der jüngste Lockdown ist seit Ende Dezember in Kraft. Die Außengastronomie durfte allerdings am 7. Juni wieder öffnen.

15.13 Uhr - Der russische Corona-Impfstoff Sputnik V weist nach Hersteller-Angaben eine Wirksamkeit von rund 90 Prozent gegen die hochansteckende Delta-Variante auf. Diese Zahl basiere auf medizinischen Daten und Impf-Daten, sagt Denis Logunow, stellvertretender Direktor des Moskauer Gamaleya-Instituts, das das Vakzin entwickelt hat, laut der Nachrichtenagentur RIA. Gegen den ursprünglichen Virusstamm hatten Forscher bei Sputnik V eine Wirksamkeit von 92 Prozent festgestellt.

14.56 Uhr - Zur Eindämmung der Delta-Variante des Coronavirus verschiebt Irland die für Montag geplante Öffnung der Innengastronomie. Eine Bewirtung sei in Innenräumen erst wieder möglich, wenn es ein Impfpass-System gebe, erklärt Ministerpräsident Micheal Martin. Dann dürften aus Sicherheitsgründen zunächst nur vollständig Geimpfte und Genesene wieder in Restaurants und Bars essen und trinken. Bars, Restaurants und Cafés sind in Irland seit rund 16 Monaten größtenteils geschlossen. Der jüngste Lockdown ist seit Ende Dezember in Kraft. Die Außengastronomie durfte allerdings am 7. Juni wieder öffnen. 13.50 Uhr - Griechenland will vollständig Geimpften wieder den Besuch in einem Restaurant ohne Maske erlauben. Dies kündigt die Regierung als Teil ihrer Maßnahmen an, um die Impfbereitschaft zu steigern. Restaurant- und Cafe-Betreiber können demnach entscheiden, ob sie nur vollständig geimpfte Gäste bei einer Auslastung von 85 Prozent oder auch ungeimpfte Gäste bei einer Auslastung von nur 50 Prozent empfangen. Ab dem 15. Juli werden zudem geimpfte Zuschauer erstmals wieder bei Sportveranstaltungen zugelassen, sie müssen allerdings eine Maske tragen. Auch in Theatern und Kinos soll weiter eine Masken-Pflicht gelten.

12.24 Uhr - Russland wird es nach Angaben des Kreml nicht schaffen, wie bislang geplant bis zum Herbst 60 Prozent der Bevölkerung gegen Corona zu impfen. Grund sei eine niedrige Inanspruchnahme von Impfungen. Die Impf-Ziele müssten daher nach hinten verschoben werden, sagt Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow in einer Telefonschalte mit Journalisten.

10.25 Uhr - Die Corona-Risikoeinstufung von Ländern wird nach Angaben von Außenminister Heiko Maas individuell bleiben. "Wir wollen weg von diesen pauschalen Entscheidungen", sagt Maas vor dem G20-Außenministertreffen in Süditalien. "Dort, wo es positive Entwicklungen gibt, gibt es keinen Grund, Restriktionen aufrecht zu erhalten." Maas verteidigt zugleich die Einstufung Portugals und Russlands als Virusvariantegebiete mit weitreichenden Quarantäne-Auflagen für Reiserückkehrer. Eine solche Entscheidung werde auf Grundlage von Daten getroffen, die zeigten, dass dies unbedingt notwendig sei.

09.20 Uhr - Die besonders ansteckende Delta-Variante des Coronavirus breitet sich auch in Frankreich immer stärker aus. Sie mache inzwischen etwa 20 Prozent der Fälle aus und werde allmählich dominant, sagt der französische Gesundheitsminister Olivier Veran dem Radiosender France Info. In der vergangenen Woche machte die Mutante nach Schätzungen der Behörden noch neun bis zehn Prozent aus. Insgesamt sinken die Infektionszahlen aber ähnlich wie in Deutschland auch. Am Montag wurden 509 Neuinfektionen registriert.

08.20 Uhr - In Indonesien warnt das Rote Kreuz wegen der Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante des Coronavirus vor einem Kollaps des Gesundheitssystems. "Jeden Tag sehen wir, wie diese Delta-Variante Indonesien näher an den Rand einer Covid-19-Katastrophe treibt", sagte Jan Gelfand, Leiter der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften (IFRC) in dem südostasiatischen Land. Daher müsse der Zugang zu Impfstoffen verbessert werden. Krankenhäuser in mehreren besonders betroffenen Regionen melden bereits eine Überlastung, auch in der Hauptstadt Jakarta ist die Lage kritisch. In den vergangenen Tagen verzeichneten die Behörden tägliche Rekordzahlen von mehr als 20.000 Neuinfektionen.

07.35 Uhr - Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek fordert angesichts der sich ausbreitenden Corona-Delta-Variante eine Einhaltung der Maskenpflicht bei den Spielen der Fußball-Europameisterschaft. "Die Maske ist wichtig", sagt der CSU-Politiker im Deutschlandfunk. Daher würden der DFB und die UEFA aufgefordert, die Maskenpflicht durchzusetzen. Er sei vor besorgt, dass etwa im Wembley-Stadion in London beim Spiel England gegen Deutschland 45.000 Zuschauer zugelassen seien. Für Reiserückkehrer fordert Holetschek zudem "konsequente" Kontrollen von Testergebnissen und Quarantänen ein. Um die Ausbreitung der sich rasch ausbreitenden Corona-Variante einzudämmen, sei aber der vollständige Impfschutz das geeigneteste Mittel.

05.24 Uhr - Der Lockdown in Australien wird wegen mehrerer Cluster der hochansteckenden Delta-Variante ausgeweitet. Ab heute Abend gelten auch im Südosten des Bundesstaates Queensland rund um die Hauptstadt Brisbane zunächst für drei Tage die strengeren Vorschriften, teilt Queenslands Premierministerin Annastacia Palaszczuk mit. Betroffen seien auch die beliebten Urlaubsgebiete Sunshine Coast und Gold Coast. Von den Lockdowns in den Regionen um Sydney, Perth, Darwin und nun Brisbane sind mehr als 20 Millionen Australier - rund 80 Prozent der Landesbevölkerung - betroffen.

04.25 Uhr - Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 404 neue Positiv-Tests. Das sind 51 weniger als am Dienstag vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter auf 5,4 von 5,6 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 57 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen 24 Stunden auf 90.819 Insgesamt fielen in Deutschland bislang mehr als 3,7 Millionen Corona-Tests positiv aus.

03.55 Uhr - Neuseeland hebt die Corona-Restriktionen in Wellington auf und nimmt den quarantänefreien Reiseverkehr mit Teilen Australiens wieder auf. Die sogenannte Reise-Blase ("Travel-Bubble") werde mit Südaustralien, Australisches Hauptstadtterritorium (ACT), Tasmanien und Victoria ab dem 5. Juli wieder aufgenommen, erklärt die neuseeländische Regierung. Die Coronavirus-Beschränkungen in Wellington werden ab Dienstag Mitternacht gelockert.

01.00 Uhr - Der Deutsche Ferienhausverband (DFV) stellt eine Entspannung der zuletzt wirtschaftlich bedrohlichen Situation von Ferienhaus-Vermietern fest. "Wir können davon ausgehen, dass die Öffnungen gerade noch rechtzeitig kamen", sagt Michelle Schwefel, Geschäftsstellenleiterin des DFV, den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Dienstagausgabe) laut Vorabbericht. "Wäre das Beherbergungsverbot bis Ende Juni in kraft geblieben, hätte das mehr als 80 Prozent der Vermieter in Existenznöte gebracht." Insofern sei die Öffnung "sprichwörtlich um 5 vor 12" gekommen. Die Nachfrage nach Ferienhaustourismus sei zuletzt stark gestiegen, viele Unterkünfte in attraktiven Urlaubsregionen seien für den Sommer bereits ausgebucht.

00.00 Uhr - Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann warnt angesichts der Ausbreitung der Delta-Variante eindringlich vor einer weiteren Lockerung der Corona-Regeln für die Fußball-Europameisterschaft (EM). "Die UEFA und der DFB müssen dringend dafür sorgen, dass die Regeln eingehalten werden. Der Plan, jetzt noch mehr Leute in die Stadien zu lassen, wie in Wembley, ist unverfroren", sagt Kretschmann dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Dienstag). Schon die bisherigen Bilder von der Fußball-EM vermittelten den Eindruck, dass die Pandemie vorbei sei. "Das ist ein absolut falsches Signal." Bei den Spielen in Ungarn oder Dänemark seien die Stadien "knallvoll" gewesen, die Zuschauer hätten weder Abstand zueinander gehalten, noch Masken getragen. Das sei verantwortungslos, denn jedes dieser Spiele könne so zum Superspreader-Event werden. "Dieser Leichtsinn macht mich fassungslos." Eigentlich sei es nicht zu verantworten, die Halbfinal-Spiele und das Endspiel der EM in Großbritannien stattfinden zu lassen, wo sich die Delta-Variante des Corona-Virus verbreitet. "Wenn sie stattfinden, geht das nur mit harter Einhaltung der Regeln und der Abstände."

rtr