Enttäuschende Zahlen, schwache Umsatz- und Gewinnentwicklung sowie der Ölpreisschock durch den Irankrieg drücken auf die Stimmung bei BASF. Zudem gibt es charttechnisch etwas zu beachten.
Nach den enttäuschenden Geschäftszahlen vom 27. Februar 2026 geriet die BASF-Aktie unter Druck. Umsatz und Gewinn pro Aktie blieben unter den Erwartungen – und nun steigt durch den Irankrieg der Ölpreis deutlich, was die Kostenbasis weiter belastet. Auch charttechnisch sieht es derzeit schwierig aus.
Zahlen enttäuschen – Umsatz und Gewinn unter Prognose
BASF veröffentlichte am 27. Februar die Ergebnisse für das abgelaufene Geschäftsjahr und das vierte Quartal. Die Umsätze (ohne aufgegebene Geschäftsbereiche) sanken im Jahresvergleich um 5,6 Prozent auf 14,03 Milliarden Euro, während das bereinigte EBITDA im vierten Quartal um 27,9 Prozent auf 1,03 Milliarden Euro fiel. Die Zahlen lagen damit auch unter den Analystenerwartungen. Auch der Gewinn je Aktie fiel mit 1,82 Euro pro Aktie geringer aus als von den Analysten geschätzt.
Diese enttäuschenden Geschäftszahlen verstärkten die Unsicherheit an den Märkten, zumal BASF auf Nachfrageerwartungen und Margenoptimierung verwies, die sich im bisherigen Geschäftsjahr nur schleppend einstellen.
Ölpreisschock durch Irankrieg – Kostenrisiken steigen
Zum ohnehin schwierigen operativen Umfeld kommt nun ein geopolitisches Risiko hinzu: Der Irankrieg hat die Ölpreise deutlich ansteigen lassen. Für einen Chemiekonzern wie BASF hat diese Entwicklung unmittelbare Auswirkungen. Öl und Erdgas sind nicht nur zentrale Vorprodukte, sondern auch wesentliche Energiequellen entlang der Produktionskette.
Steigende Energiepreise führen automatisch zu höheren Kosten in petrochemischen und energieintensiven Segmenten. Gleichzeitig schränkt ein volatiler Ölmarkt die Planungssicherheit ein, da Produktionskosten dann schwerer kalkulierbar sind, Preisanpassungen bei den Abnehmern aber nur zeitverzögert erfolgen können.
Aktuelle Analystenmeinungen
Vor diesem Hintergrund bleiben viele Analysten zurückhaltend. So stuft die Deutsche Bank die Aktie am Montag auf „Hold“ ein, mit einem Kursziel von 45 Euro, und verweist auf die problematische Nachfrageentwicklung und die Unsicherheiten bei den Rohstoffkosten. MWB Research stufte die Aktie von «Buy» auf «Hold» herab mit einem Kursziel von weiterhin 52 Euro.
Fazit:
Die neuesten Entwicklungen rund um die BASF-Aktie (ISIN: DE000BASF111) geben wenig Anlass zum Optimismus. Auf die charttechnischen Herausforderungen haben wir bereits in unserem Artikel vom 11. Februar 2026 «BASF-Aktie wagt den Ausbruch: Wenn diese Schwelle fällt, sind 32 Prozent drin!» hingewiesen und zumindest Teilverkäufe nahegelegt. Charttechnisch ist es wahrscheinlich, dass die BASF-Aktie Kurs auf den Bereich von 40 Euro nehmen dürfte.
Häufig gestellte Fragen:
Zahlt die BASF-Aktie regelmässig Dividenden?
Ja, die BASF verwöhnt ihre Aktionäre stabil mit jährlichen Dividendenzahlungen.
Wie hoch ist die aktuelle Dividendenrendite der BASF-Aktie?
Derzeit beträgt sie 4,6 Prozent.
Wie hoch ist das KGV der BASF-Aktie?
Das derzeitige KGV beträgt gut 27.
Anleger, die nicht auf Einzelaktien setzen wollen, werden vermutlich mit dem «Globale Dividenden-Stars Index» glücklicher.
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Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: BASF.