Die Franken überzeugen mit starken Zahlen, einer soliden Bilanz und setzen weiterhin auf hohe Aktienrückkäufe. Die Aktie ist günstig zu haben.

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Starke Signale aus Bayreuth: Der ­Eigentümer und Betreiber von Solar- (98,8 Prozent) und Windkraftanlagen (1,2 Prozent) legte gute Ergebnisse für das Jahr 2025 vor. Der Umsatz kletterte um 3,8 Prozent auf 65,7 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen legte um 26 Prozent auf 59,6 Millionen Euro zu — weit über der Prognose von 51 Millionen Euro. Der Cashflow je Aktie lag bei 0,59 Euro.

Grund für die starke Performance waren günstige Witterungsbedingungen und clevere Strompreisabsicherungen. Allerdings gab es auch Schattenseiten: Wertminderungen auf Solaranlagen und Goodwill von 21,4 Millionen Euro drückten den Nettogewinn auf minus 6,5 Millionen Euro. Grund sind strukturell sinkende Strompreise, zunehmende Negativpreiszeiten und höhere Kapitalkosten. Vor allem weil künftig die hohen Einspeisetarife der Altanlagen auslaufen, bleibt das Umfeld herausfordernd. Mehrere Solaranlagen, die in den Jahren 2007 bis 2010 in Betrieb genommen wurden, nähern sich dem Ende ihrer 20-jährigen Einspeisevergütung. Auch danach erwirtschaften sie Erträge, allerdings nicht mehr zu den Einspeisevergütungssätzen, sondern zu Marktpreisen. Deswegen geht 7C Solarparken davon aus, dass das Ebitda künftig fällt und im Jahr 2030 noch bei rund 31 Millionen Euro liegen wird.

Sonnige Aussichten

Dies klingt zunächst nicht nach einer Wachstumsgeschichte, doch die Bewertung der Aktie ist attraktiv, und die Franken arbeiten daran, sich besser aufzustellen. Um weniger von den volatilen Strompreisen abhängig zu sein, schlossen sie vor Kurzem einen Vertrag, der ihnen ­einen Festpreis von 40 Euro pro Megawattstunde für das zweite und dritte Quartal 2026 für ein Portfolio von 15 bestehenden Photovoltaik-Anlagen mit insgesamt 100 Megawatt Leistung zusichert. Zudem soll die Nettoverschuldung bis zum Ende des Jahrzehnts von momentan 96,3 Millionen Euro auf 39 Millionen Euro zurückgefahren werden. Für Aktionäre positiv ist auch das groß angelegte Aktien­rückkaufprogramm. Im Geschäftsjahr 2025 wurden bereits 5,7 Millionen Anteilscheine für 10,4 Millionen Euro erworben. Bereits im Januar 2026 startete ein Programm über bis zu vier Millionen Stück, und bis 2030 könnten jährlich bis zu acht Millionen Euro für weitere Rückkäufe zur Verfügung stehen.

Fazit

Die Aktie hat sich zuletzt wieder erholt. Sollte die Wetterlage passen und die Strompreise hierzulande nach oben klettern, stehen der Aktie von 7C Solarparken sonnige Zeiten bevor. Die ­Zwei-Euro-Marke könnte jedenfalls schnell fallen. 

Dieser Artikel erschien zuerst im BÖRSE ONLINE-Heft. Weitere spannende Analysen finden Anleger hier.

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