BO-TITELGESCHICHTE

ETFs: Wie sie funktionieren, welche ins Depot gehören

ETFs: Wie sie funktionieren, welche ins Depot gehören

WKN: 581005 ISIN: DE0005810055 Deutsche Börse AG

145,65 EUR
-3,25 EUR -2,18 %
27.02.2020 - 19:51
12.08.2018 02:10:00

Börsengehandelte Indexfonds bieten einen komfortablen und kostengünstigen Zugang zu den Kapitalmärkten - gerade in der langfristigen Vermögensbildung kommen ihre Stärken voll zum Tragen. Von Wolfgang Hagl

Viele Anleger dürften das Jahr 2000 nicht in guter Erinnerung haben: Damals platzte die Dotcom-Blase. Dabei hatten sich kurz vor der Jahrtausendwende viele deutsche Sparer erstmals an das Thema Aktien herangewagt. Der Absturz des Neuen Marktes grub sich tief in das kollektive Gedächtnis der Investoren ein. Viele von ihnen machen seitdem einen großen Bogen um Aktien. Doch das Jahr 2000 hat auch eine Innovation hervorgebracht, die immer mehr Privatanleger an die Börse zurückkehren lässt: Am 11. April 2000 eröffnete die Deutsche Börse Europas ersten Marktplatz für den Handel von börsengehandelten Indexfonds, auch Exchange Traded Funds (ETFs) genannt. Zum 18. Geburtstag brummt das Geschäft. Im XTF-Segment der Frankfurter sind über 1200 Fonds gelistet. Mit der Produktauswahl nahmen die verwalteten Vermögen (Assets under Management, AuM) massiv zu. Laut Zahlen des Londoner Analysehauses ETFGI waren im Februar knapp 800 Milliarden US-Dollar oder umgerechnet rund 635 Milliarden Euro in europäischen ETFs angelegt. Seit Ende 2016 ist der Markt damit um annähernd die Hälfte gewachsen.



Indexfonds überzeugen mit einem einfachen Prinzip: Sie bilden Börsengradmesser wie den DAX oder den S & P 500 möglichst genau ab, und zwar ohne aktives Fondsmanagement. Dieses passive Vorgehen ermöglicht gerade im Vergleich zu herkömmlichen, aktiv verwalteten Investmentfonds sehr niedrige Gebühren. "Auf der Kostenseite sind ETFs unschlagbar", sagt Dominique Riedl, Gründer und Geschäftsführer der Informationsplattform justETF. Nicht nur, dass der ETF-Handel die bei der aktiven Konkurrenz nach wie vor üblichen Ausgabeaufschläge nicht kennt. Auch die jährlichen Verwaltungsgebühren fallen sehr niedrig aus. Der enorme Konkurrenzkampf unter den Anbietern hat dazu geführt, dass etwa eine passive Positionierung im DAX mittlerweile für eine Gesamtkostenquote (Total Expense Ratio, TER) von weniger als zehn Basispunkten pro Jahr zu haben ist. "Ich kann mir vorstellen, dass es über kurz oder lang gebührenfrei ETFs geben wird", sagt Dominique Riedl.


Auf Seite 2: Ausweg aus dem Zinstief



Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9

Bildquelle: 123RF, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE

ETF-Finder

Fondsname:
Fondsgesellschaft:
Fondsart:
Jahresperformance:
Währung:
Gesamtkostenquote:
Benchmark:
Volumen:
Mindestalter:
Sortieren nach:

Nachrichten

  • Nachrichten zu ETFs
  • Alle Nachrichten
pagehit
Inhalt wird geladen
Zur aktuellen Ausgabe