KLIMAWANDEL BEKÄMPFEN

Klimaschutz: US-Investoren fordern mehr Regulierung - Was das für Anleger bedeutet

Klimaschutz: US-Investoren fordern mehr Regulierung - Was das für Anleger bedeutet
02.08.2020 13:30:21

Nachdem das Thema lange hinter Corona-Schlagzeilen verschwand, fordern jetzt milliardenschwere Investoren mehr Regulierung. Von Julia Groß, Euro am Sonntag

Wir werden so lange kämpfen, bis dieser Bericht ein Gesetz wird", versprach die demokratische Spitzenpolitikerin Nancy Pelosi Ende Juni auf den Stufen des US-Repräsentantenhauses. Auf 547 Seiten legen die US-Demokraten einen Plan vor, der die USA bis zum Jahr 2050 in die Klimaneutralität führen soll. Der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden, der aktuell in Umfragen führt, hat passend dazu ein detailliertes Programm veröffentlicht, nachdem er zwei Billionen Dollar in Klimaschutz investieren will.

Über Wochen war die Klimakrise aufgrund der Corona-Pandemie aus den Schlagzeilen verschwunden. Doch jetzt ist das Thema mit einem Schlag zurück in der Diskussion. Denn die US-Politiker erhalten Schützenhilfe von 40 Pensionsfonds, Fondsgesellschaften und anderen Finanzdienstleistern, die zusammen ein Vermögen von fast einer Billion Dollar verwalten. Sie fordern die US-Notenbank Fed, die Börsenaufsicht SEC und andere Behörden auf, den Klimawandel als systemisches Risiko einzustufen und in diesem Zuge Unternehmen zu verpflichten, mit dem Klimawandel verbundene Geschäftsrisiken offenzulegen. Als Vorbild nennen sie explizit entsprechende von der EU-Kommission und der Europäischen Zentralbank angestoßene Richtlinien.

Blackrock stimmt gegen Konzerne

Immer mehr Institutionelle berücksichtigen Klimarisiken bei ihren Investments. Von der Verpflichtung zur Offenlegung erhoffen sie sich bessere Anlageentscheidungen. Für die Unternehmen könnte das bedeuten, dass Klimasünder es dann schwieriger haben, Kredite oder Versicherungsschutz zu erhalten.

Der Vermögensverwalter Blackrock hat unterdessen eine Bilanz der vergangenen sechs Monate gezogen, nachdem CEO Larry Fink zu Jahresbeginn eine stärkere Berücksichtigung der Klimawandelproblematik bei Investments versprochen hatte. Demnach hat Blackrock bei Hauptversammlungen gegen 53 Firmen gestimmt, die zu wenig Fortschritte in Klimafragen gemacht hätten. Darunter war auch der deutsche Autobauer Daimler. 2021 drohe 191 weiteren Firmen das gleiche Schicksal, wenn sie keine substanziellen Maßnahmen ergreifen würden, so Blackrock.


Bildquelle: vovan/stock.adobe.com

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